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FPÖ in TurbulenzenNun ist es fix: Philippa Strache nimmt ihr Mandat an

Philippa Strache hat sich entschieden. Sie wird das ihr zugeteilte Mandat antreten und ab 23. Oktober Abgeordnete im Nationalrat sein.

++ ARCHIVBILD ++ FPOe: HEINZ-CHRISTIAN STRACHE /  PHILIPPA STRACHE
© APA/HANS KLAUS TECHT
 

Philippa Strache hat sich entschieden. Sie wird laut oe24.at das ihr zugeteilte Mandat antreten und ab 23. Oktober Abgeordnete im Nationalrat sein. Die FPÖ verliert damit Fördermittel und einen der prestigeträchtigen Sitzplätze in der ersten Reihe. Strache selbst wird hinter den SPÖ-Mandataren in der letzten Reihe im Plenarsaal Platz nehmen. 

Die Entscheidung verkündigte Ehemann Heinz-Christian Strache über seine private Facebook-Seite - die offizielle wurde ihm ja von der FPÖ entzogen. Diese Seite hat derzeit gut 50.000 Fans. Philippa Strache erklärt: "Die letzten Tage und Wochen habe ich intensiv dazu genutzt, um über die Annahme des mir vom Wähler zugesprochenen Mandats für den Nationalrat der Republik Österreich nachzudenken. Eine Mitgliedschaft in der obersten Volksvertretung unseres Landes ist nicht nur ein einzigartiges Privileg, sich selbst in den ehrenvollen Dienst seiner Heimat stellen zu dürfen, sondern insbesondere die Wahrnehmung einer verantwortungsvollen Aufgabe und bedeutsamen Pflicht gegenüber jenen Menschen, die mit einem klaren Bürgervotum bei freien Wahlen unbeeinflusst entschieden haben."

Anleihe beim Bundespräsidenten

Philippa Strache beruft sich insbesondere auch auf die Verfassung und zitiert den Bundespräsidenten: "In den letzten Monaten wurde viel von der 'Schönheit unserer Bundesverfassung' gesprochen. Diese Bundesverfassung sieht das freie Mandat freier Bürgerinnen und Bürger vor. Es ist mir daher eine große Ehre, dem Wortsinn unserer Bundesverfassung nachzukommen und mein politisches Engagement in den Dienst freier Bürger zu stellen."

In ihrem Statement führt Frau Strache Klage über die Anfeindungen und das Misstrauen "aus der eigenen Parteienfamilie". Auf den "bedenklichen Umstand", dass sie dem FPÖ-Klub nicht angehören darf, wolle sie "nicht näher eingehen".  Herr Strache ergänzt auf Facebook: "Ich habe auf mein direkt-demokratisch gewähltes EU-Mandat, damit auf das EU-Mandats-Gehalt, die Mitarbeiter, Diäten verzichtet. Wie hat es mir die „neue FPÖ-Spitze“ gedankt? In dem sie in Folge gegen meine Frau Philippa und mich öffentlich Stimmung gemacht haben. Und meiner Frau Philippa nach ihrer demokratischen Wahl in das Parlament sogar widerrechtlich das Mandat absprechen wollten".

FPÖ hat "damit gerechnet"

Die FPÖ nimmt die Entscheidung von Philippa Strache, das Mandat im Nationalrat anzunehmen, "zur Kenntnis". "Wir haben damit gerechnet", hieß es vonseiten der Freiheitlichen am Dienstag zur APA. Wie mit Strache weiter umgegangen wird, war zunächst noch nicht klar. Möglich sind eine Suspendierung der Ehefrau von Heinz-Christian Strache oder sogar ein Ausschluss aus der Partei.

Die erste Nationalratssitzung findet am 23. Oktober statt. Einer der ersten Tagesordnungspunkte wird die Angelobung der 183 Abgeordneten sein. "Abgeordnete ohne Klubzugehörigkeit" gibt es immer wieder. Die Parlamentshomepage listet genau 61 auf, darunter frühere rote Abgeordnete wie Franz Olah, Grüne wie Josef Buchner, ehemalige ÖVP-Mandatare wie Marcus Franz und Efgani Dönmez und Freiheitliche wie Walter Meischberger. Zuletzt trat Alma Zadic aus dem Klub der Liste "JETZT" aus und dockte für die Neuwahl bei den Grünen an.

Die zweite "Wilde" schon beim Einzug

Sie alle haben etwas gemeinsam: Sie überwarfen sich im Verlauf der Legislaturperiode mit ihrer früheren Partei und verließen den Klub somit entweder freiwillig oder wurden rausgeworfen. Strache zieht dagegen schon bei der Konstituierenden Sitzung als wilde Abgeordnete ein, weil ihr die FPÖ die Aufnahme in ihren Parlamentsklub verweigert hat.

Das ist zwar ungewöhnlich, aber nicht einmalig: Auch die frühere ORF-Generaldirektorin Monika Lindner schaffte 2013 das Kunststück, ihre (letztlich sehr kurze) Abgeordnetenkarriere gleich als "Wilde" zu starten. Sie hatte sich nur 48 Stunden nach Bekanntgabe ihrer Kandidatur für das "Team Stronach" schon wieder mit der Partei überworfen. Für den Rückzug ihrer Kandidatur war es da aber schon zu spät und so verbrachte Lindner ein knappes Monat als Unabhängige im Nationalrat, ehe sie ihr Mandat zurücklegte.

Verlust von 52.000 Euro

Die FPÖ hat mit Straches Einzug nun nur 30 statt 31 Abgeordnete im Hohen Haus. Das bedeutet einerseits den Verlust von etwa 52.000 Euro Klubförderung pro Jahr sowie weniger Geld für den Ring Freiheitlicher Jugend. Denn diese Förderung ist ebenfalls an die Abgeordnetenzahl gekoppelt. Außerdem darf ein Freiheitlicher weniger in der ersten Reihe Platz nehmen - einer dieser drei prestigeträchtigen, weil bei Fernsehübertragungen prominenten Sitzplätze wandert zur ÖVP.

Nicht fürchten muss die FPÖ aber wohl, dass Strache weitere freiheitliche Abgeordnete abwirbt, um einen eigenen Parlamentsklub zu gründen. Diese früher in der gesamten Legislaturperiode gegebene Möglichkeit wurde durch eine Reform der Geschäftsordnung des Nationalrats 2013 stark beschränkt. Seither kann ein Parlamentsklub nur noch am Beginn der Gesetzgebungsperiode (bis zu ein Monat nach der Konstituierung) gegründet werden.

Damit wollten die Parteien verhindern, dass sich die Geschichte des Team Stronach wiederholt, das Abgeordnete anderer Fraktionen "aufgesammelt" hatte, um als Parlamentspartei in die Nationalratswahl 2013 gehen zu können. Aber auch Abspaltungen wie jene des LIF und des BZÖ von der FPÖ werden damit effektiv erschwert.

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Danke für Ihr Verständnis.

fastlife
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...

Strache ist richtig wie ein Basketball mit ecken.

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Estarte
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Man stelle sich die Familie Strache beim AMS vor:

Spaß muss sein :
Ich frage mich gerade, welcher Job, Herrn und Frau Strache beim AMS angeboten werden würde=könnte.
Es gibt ja bekanntlich mehr offene Stellen als Arbeitsuchende und Fachkräfte fehlen......
Für ein Ex Model mit Kleinkind ist es genauso schwierig eine Stelle zu finden, wie für einen über 50 Jährigen, der keine Ausbildung abgeschlossen hat, zumal das AMS nicht einmal adäquat, sondern willkürlich vermittelt, und nicht einmal die Bildung berücksichtigt.
Bei den üblichen, hinzukommenden Schikanen dürfte sich eine Hilfsarbeit ausgehen, oder eine (Um)Schulung bzw. ein Sinnloskurs.

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alberewrm
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8600,-

bedingungsloses Familiengrundeinkommen

besser als Mindestsicherung ...

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satiricus
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Das ist aber etwas weniger als für "ehrenamtliche" Tätigkeiten

... wie zB Fotoshootings mit Hund & Katz :-)

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alberewrm
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Stimmt!

Ob sich da die Bude in Klosterneuburg noch ausgeht? So ganz ohne Steuergelder als Mietzuschuß? I waß net ...

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tintifax
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strache einfach nur

unverfroren und absolut zu vergessen

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Widotom
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Bitte

nicht so viel Medienpräsenz für die Straches. Sie haben es sich nicht verdient.
Danke.

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ChihuahuaWelpe56
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Wiehoch beträgt der Unterschied vom Einkommen dieser Frau zu einem Einkommen eines durchschnittlichen FPÖ Wählers

?

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robertosacher
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Bitte

den FPö Wählern keine so schwierigen Fragen stellen, sondern das Ergebnis posten und hoffen, dass dieses sinnerfassend gelesen werden kann.

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Sashoma
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Wos

verdient man überhaupt fürs Sessl hucken duat?

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alberewrm
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ca

8600,-/mtl.

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handlelightd
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Strache

bleibt Strache.

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hfg
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Ich bin kein Freund und Wähler der FPÖ

Aber solche sogenannten wilden Abgeordnete/n hat es praktisch in jeder Partei gegeben. Manchmal wurden sie auch für Mehrheiten und/oder mehr Club oder sonstiger Förderung geködert.

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robertosacher
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Die FPÖ-Wähler

sollten sich dieses Datum ab nun jedes Jahr als persönlichen Feiertag nehmen und bei Bier, Tschick bzw. hochgeistig feiern. Freundschaft ✌️

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Henry44
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Ein leistungsloses Einkommen in einer Höhe,

die weder Herr noch Frau Strache irgendwo bekommen könnten.
Klar, dass Philippa das annimmt und jetzt kann HC seine Kandidatur für Wien vorbereiten. Nach Umfragen hätte er Chancen, falls es kein Gerichtsverfahren wegen der Spesen geben sollte.

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pianofisch
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Leider

Nun, die Dame hat sich ja nicht in einem Putsch an die Macht gehievt, sondern wurde durch die tolle FPÖ auf einen Listenplatz gesetzt, der Ihr den Schritt ermöglicht. Das ist eben ein Kollateralschaden unserer Demokratie, aber das halten wir schon aus. (auch wenn es fast jedem im Land einen Würgreiz beschert).

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fortus01
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der Herr Strache kommentiert -

"Ich habe auf mein direkt-demokratisch gewähltes EU-Mandat, damit auf das EU-Mandats-Gehalt, die Mitarbeiter, Diäten verzichtet. "......
Offenbar gehört Unrechtsbewusstsein und/oder Selbstreflexion nicht gerade zu den Stärken des ehemaligen großen Vorsitzenden der sozialen Ibiza Partei.
Übersetzt heißt das allerdings nur- "ich habe auf mein EU- Mandat verichtet, ihr könnt mich euch offensichtlich nicht leisten, von irgend etwas müssen wir ja leben, also muss meine äußerst kompetente Frau das Mandat annehmen."

Im übrigen bin ich immer noch der Meinung, dass Herr Strache und Herr Gudenus wegen Hochverrats angeklagt werden müssen!

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heku49
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Nehme an, dass das noch passiert

Vielleicht nicht wegen Hochverrats, aber da gibt es schon genügend Gründe für eine Verurteilung.

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H260345H
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Die "ehrenwerten" STRACHES

werden nun also tatsächlich von STEUERZAHLER durchgefüttert, weil beide untauglich sind, selbstständig ihren Lebensunterhalt zu bestreiten!!!
STRACHE und ARBEIT = völlig inkompatibel!
Nun brennen wir alle der STRACHE-Family einen TAUSENDE EURO MONATLICH, welche diese "vornehme LADY" fürs Hunderlstreicheln einsteckt!
Ja, ungeliebte STRACHES, schämt ihr euch denn gar nicht mehr, ihr seid nicht nur für den -von vielen Österreichern sowieso herbeigesehnten- Untergang der FPÖ verantwortlich, ihr seit eine Schande für ÖSTERREICH!!

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cleverstmk
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Mehr!!!

Ich würde ihr 4x die Abgeordneten Bezüge geben:
sie war ja schon bei der SPÖ, dann bei Stronach, dann bei FPÖ und jetzt Ha Tsche Ibiza Partei.
Es ist zum Fremdschämen!

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hermyne
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KOMPETENZ

Also, die beliebte Frau Strache ist sicherlich ein großer Gewinn für das Parlament. Ich meine sogar, ein österreichisches Parlament ohne die große Kompetenz der Frau Strache: Unvorstellbar! Den Hofer und den Gickl schlägt die doch mit links.

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Planck
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Yessss.

Sie: 31
Er: 50
Beide: Goldgräber

Des wird noch lustig, und ihr habt es ermöglicht *grchch

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blackpanther
0
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Eigentor

Wieso ließ die FPÖ diese Frau so weit vorne kandidieren? Hat sie nicht erkannt, wie es um die Straches steht? Jetzt ist Heulen angesagt, weil P Str als wilde Abgeordnete einen Batzen Geld kassiert und viele FPÖler, die früher im Nationalrat saßen, nichts mehr erhalten. Strache wird die FPÖ spalten und dann gibt es zwei Kleinparteien mit 8 % Stimmen und HC wird seinen Rachefeldzug gegen die FPÖ intensivieren!

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helmutmayr
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War zu erwarten

2 nicht Vermittelbare. Da bleibt nur die Politik.

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Lobo17
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Schnitt

Die FPÖ wäre gut beraten einen endgültigen Schnitt zwischen den Straches und der FPÖ zu machen. Nur dann kann die FPÖ einen wirklichen Neustart beginnen, wenn dieser Streit ein Ende hat.

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Planck
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Urgermanen an die Macht!

Kunasek, son of Atlantis, Ursteirer *gg

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