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Neuer SPÖ-GeschäftsführerDeutsch: "Man weiß nicht, wofür die SPÖ steht"

Der neue Bundesgeschäftsführer kündigt einen "Erneuerungsprozess" für die Sozialdemokratie an. Die Niederlage sei entstanden, "weil wir mit unseren Botschaften nicht durchgedrungen sind".

Der neue SPÖ-Geschäftsführer Christian Deutsch
Der neue SPÖ-Geschäftsführer Christian Deutsch © APA/ROBERT JAEGER
 

Der neue SPÖ-Bundesgeschäftsführer Christian Deutsch kündigt einen "Erneuerungsprozess" der Partei an, der bereits kommende Woche starten soll. "Daran führt kein Weg vorbei", erklärt Deutsch in der "Zib 2" am Freitagabend: Er habe bereits alle Landesgeschäftsführer eingeladen, um um "Bewegung in die Bewegung" zu bringen.

Über die Parteichefin werde aber nicht diskutiert: "An der Spitze der Erneuerungsbewegung steht Pamela Rendi-Wagner", so Deutsch, der niemanden persönlich für die historische Niederlage bei der Nationalratswahl verantwortlich machen will: "Man gewinnt gemeinsam, man verliert gemeinsam".

"Nicht durchgedrungen"

Allerdings habe die SPÖ Probleme, die "offensichtlich in der Vergangenheit begründet sind" - Probleme wie "dass niemand weiß, wofür die SPÖ steht", sagt Deutsch. "Wir sind mit unseren Botschaften nicht durchgedrungen" - "Es ist unmöglich in vier Monaten darzustellen, wofür die SPÖ steht".

Der Reformprozess soll transparent geführt werden, verspricht Deutsch: Er soll auch "zivilgesellschaftliche Strömungen einbinden".

 

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Rick Deckard
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wenn jemand, der zwei Parteichefs abmontiert

hat und einen Wahlkampf total verhaut hat - als Belohnung dafür Geschäftsführer wird - dann weiß man wirklich nicht wofür diese Partei steht. Für die Menschen wohl nicht - die Spö steht derzeit nur für sich selbst. Unfähige Leute werden mit Posten versorgt - und niemand weiß warum...

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Irgendeiner
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Wenn einer zweimal eine Regierung gesprengt hat

und es jedesmal dem anderen unwahr hingeschoben hat,sollte man dem nicht noch eine Dritte geben.Und Herrn Deutsch hätte ich auch nicht genommen,aber das ist halt auch wieder gar nichts gegen Nehammer,denn Deutsch hat sich in der Partei m.E. inkorrekt benommen,ich halte sehr viel von Loyalität,aber mir hat er als Wähler noch keine freche Unwahrheit erzählt.Und die Roten haben noch gute Chancen sich ihrer Werte und Haltungen zu entsinnen,anderswo siehts da schon aussichtlos aus.

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handlelightd
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Es mag

ja altmodisch klingen, aber ich hätte einen Vorschlag wofür sie in erster Linie stehen sollte - für die arbeitende Bevölkerung. Das tut sie zwar, bringts aber nicht wirklich (rüber). Auch ist nichts gegen ihr soziales Engagement einzuwenden. Aber während die SPÖ m.M. nach den Eindruck vermittelt, vorrangig im Sozialhilfesegment Kompetenzen zu entwickeln, und die Menschen dort abholen zu wollen, wo sie genau NICHT hin möchten, rennt der Großteil der arbeitsfähigen Bevölkerung im (prekären) Job dagegen an und fühlt sich von der SPÖ verraten. So sehr, dass die Kernklientel der Sozialdemokratie sogar zum historischen Erzfeind, dem Wirtschaftsliberalismus, rennt. Dort gibt's die starken (Unternehmer-)Typen, von denen man sich erhofft als immer noch willfähriges Arbeitstier belohnt und gewürdigt zu werden. Weit gefehlt.

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Geerdeter Steirer
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Keineswegs "altmodisch".......

deine Beschreibung hat volle Richtigkeit, jeder Satz sagt das aus was zur Zeit geschieht !

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handlelightd
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Man dankt, Geerdeter Steirer.

Aber anscheinend hat die Sozialdemokratie ob ihrer langjährigen Zusammenarbeit und Kompromissbereitschaft mit der "Wirtschaftspartei" doch einiges an Profil eingebüßt. Weiters eine bestimmte Gesprächskultur und wohl auch Bequemlichkeit entwickelt, die jetzt an der gesteigerten Form des Wirtschaftsliberalismus unter Schirmherrschaft der Türkisen (oder umgekehrt), jäh an ihre Grenzen stößt. Und einfach ausgehebelt, bzw. überfahren wird. So gesehen, kein Wunder, dass sich die SPÖ erst wieder fangen und finden muss. Es wär' aber dennoch langsam Zeit dafür.

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Irgendeiner
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Naja, handy, ich glaub nicht, daß die zum Neoliberalismus

rennen, die können den nichtmal ansatzweise sehen und sowas wie Basti treibt ja geschickt Keile,Flüchtlinge als Gefahr für die eigenen Armen und jüngst weniger Umverteilung, die eigenen Armen als Gefahr für die, die noch prekäre Jobs haben und in der Zwischenzeit versucht er über die Schuldenbremse den Neoliberalismus auf Dauer zu stellen und schiebt den ohnehin schwer Besitzenden über Steuernachläße die Knete hin um starve the beast spielen zu können,denn dann kannst sagen,kein Geld da,Schulden kann man nicht machen, der Sozialstaat ist unleistbar,alles nicht neu, alles schon gespielt,die ganze verlogene Scharade,abgesehen von der fundamentalen ökonomischen Dummheit die das darstellt,auf mehreren Ebenen.Und die Schuld der Sozialdemokratie ist historisch,daß sie Euch nicht wissenstechnisch in die Pflicht genommen hat anstatt Euch zu sagen, das seien wohlerworbene Rechte,auf immer und ewig und deshalb kann man Euch so leicht ausräumen, denn die meisten leben noch im Gefühl, es kann nichts passieren, bis zu dem Moment wo es ihnen persönlich passiert,dann ist aber schon finster.

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handlelightd
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Ja, na freilich rennen die nicht bewusst in Richtung Neoliberalismus,

der ja intendiert, dass sie immer mehr in Abhängigkeit von Bossen und Konzernen geraten. Und die machen meist genau das, was rechtlich noch geht, ihnen also an Möglichkeiten von der Politik zugestanden wird. Heißt dann halt Malochen und Kuschen bei wenig Geld für die Kleinen, bei hartnäckigem Versagen des Beistands durch die Politik. Brauche Ihnen wohl nicht erzählen, warum die letzte Regierung Weltmeister in Schönfärberei ihrer Politik war. Weil sonst niemand, außer ein paar Gutsituierten, nach ihr krähen tät bzw. vielmehr deren Protagonisten sich der nassen Fetzen nicht erwehren könnten. Wenns aber von der SPÖ nix mehr erwarten, weil die sich vom Leistungsprinzip still und leise verabschiedet hat, gehens halt zur Alternative, die genau das Prinzip propagiert, was die SPÖ u.a. auch mal erfolgreich gemacht hat - Arbeit. Klar könnens sagen, Arbeit wird eh immer weniger und der Mensch muss sich neu definieren, Mensch ist Mensch. Noch definieren sich aber viele zu einem Großteil über Arbeit, dabei spielt dann auch Identität über Distinktion eine Rolle. Und viele sind sich gar nicht bewusst, wieweit die Sozialpolitik über Arbeitsrechtliches, Bildungsmöglichkeiten, das öffentliche Gesundheitssystem usw. auch für ihr persönliches Leben eine Rolle spielt.
Wenn's ihnen aber schon jetzt gefühlt nicht besonders geht, versuchen sie es sich halt mit vermeintlich Altbewährtem zu richten. Betonung liegt auf Versuch.

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Irgendeiner
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Ich werde Dir nicht widersprechen, in den meisten Punkten,aber in einem irrst Du,das Leistungsprinzip,das übrigens immer nur auf einer Ebene zu vergleichen ist,einer von der IV mit Erbschein ist da was anderes als ein Straßenarbeiter, der schuftet bis Wirbelsäule und Kniescheibe ausläßt,leisten können beide was aber wie vergleichst das,das Leistungsprinzip war nie das zentrale Anliegen links,das war die Solidarität,die haben Familien von verunglückten Arbeitern durchgezogen wie auch auf der christlich-

konservativen übrigens im Ländlichen manchmal auch,denn jeder der auf Leistung rekurriert tut es um sich nach unten abzugrenzen,ich mein, Du wirst keinen sagen hören, mir steht das zu weil ich Minderleister bin.Das ist ein schillernder Begriff und gefährlich,denn nicht genau definiert dient er dazu, dem anderen der weniger hat, seinen Platz als persönliche Schuld zuzudefinieren.Und Leistung muß sich wieder lohnen, abgesehen davon daß es,wenn es ein Studienabbrecher und Geilomobilfahrer kräht immens lustig ist,führt dazu,daß jeder sich selbst als Leistenden sehen kann und die die weniger haben als er mit dem "selbst schuld" belädt,ist nicht sehr links.Aber naja, die an der Registrierkasse hatte halt keinen Erbschein.Und was Du richtig siehst es kommen gewaltige Umbrüche in der Arbeitswelt, durch die Automatisierungen und Digitalisierung und das wird nicht nur ökonomische Auswirkungen haben sondern auch Rollenbilder vernichten.Aber die Gretchenfrage wer dabei gewinnt, wer verliert, obs eine ausgeglichene Gesellschaft wird oder eine oligarchische Postdemokratie,die entscheidet sich jetzt und ihr seid schlecht unterwegs.

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handlelightd
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Ja, aber

der Solidaritätsbegriff des Sozialismus fußt schon auf dem Begriff der Arbeit. Also so ganz wegdefinieren werdens den in dem Zusammenhang wohl nicht können. Und es ging nicht darum, wem dafür die Schuld hinzuschieben, in der gegebenen Arbeitswelt nicht zu entsprechen, sondern um Würdigung von tatsächlicher persönlich erbrachter Leistung. Auch wenn die Definition derselben einem Wandel unterliegt. Aber immerhin wissen Sie es momentan z.B. hoffentlich zu schätzen, wenn Ihnen der Paketbote Ihre Bestellung an die Haustür liefert. Wieviel Sie im Rahmen des schon jetzt rechtlich Möglichen zahlen, könnens nur ahnen. Dann wundern sie sich, wenn sich da manche ärgern. Dass der Mensch noch unten tritt, ist jetzt auch nichts Neues.
Wen meinens eigentlich mit IHR?

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Irgendeiner
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Nein handy,Marx sagte „Jeder nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seinen Bedürfnissen!“

die Bedürfnisse durch Leistung habens im sowjetischen Staatskapitalismus ersetzt.Und mit Arbeit, die Marx sehr weit faßte hats natürlich zu tun.Und mit IHR meinte ich alle,die das ökonomisch fressen wird,die Einkommensschwachen, wennst nicht dazugehörst bist da draußen, das weiß ich nolens volens nicht.Und der Leistungsbegriff deckt mehr zu als auf, ein Wissenschaftler der im Labor übernachtet weils spannend ist,ist was anderes als eine, derst an der Registrierkasse zwei Stunden Ödnis dranhängst,glaub mir das oder naja, auch nicht, Du warst immer sehr widerständig.Und ich handy,bin nicht der Gegner,der steht anderswo ich bin nur einer der abseits steht und die Hand an die Stirn schlägt,weil ers nicht fassen kann was hier mit Einwilligung geschieht.Und handy, ich trete eigentlich nie nach unten,das ist unsportlich,das befriedigt nur Schwachmatiker.

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handlelightd
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Ja Irgendeiner,

das sagte Marx, bezog sich darauf aber den Idealzustand, nachdem alle Klassengrenzen überwunden würden. So weit sind wir ja wohl nicht. Und einstweilen trügen wir Marx eher Rechnung, wenn die Arbeit des "Proletariats", adäquat gewürdigt, sprich auch entlohnt würde. Dann geht's, wenns auch nicht in seinem Sinne wär, vielleicht auch ohne Revolution.

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Irgendeiner
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Naja, handy, ich sagte ja, eine ausgeglichene Gesellschaft,von

Revolutionen außerhalb des Intellektuellen halte ich auch nichts,ich glaub noch nichtmal daß wir je gleich werden, da gibts auch ein Paradoxon mit Freiheit und Brüderlichkeit,Diversität ist auch ein Wert,gleichwertig müßma sein,rechtlich und in Bezug auf Chancen und im ökonomischen darf die Schere nicht soweit auseinandergehen wie jetzt,sonst rumpelt das Ganze,woma gerade genau hingehen.

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handlelightd
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Ja, Irgendeiner, darüber

sind wir uns ja (tatsächlich) einig.

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ARadkohl
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Man weiß wirklich nicht, wofür die SPÖ steht.

Sie reden nur um den Brei herum, alles haben wollen, allen alles geben wollen, sorgloser Umgang mit Steuergeld (AKH, KH Nord) und nicht hinterfragen, wo das Geld eigentlich herkommt. Ständiger Partei interner Streit. Kurz ist da viel klarer in der Aussprache (und lacht sich ins Fäustchen).

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GordonKelz
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WIE AUCH...

...wenn in der SPÖ geführten Stadt Villach als einziger Gemeinde in Österreich eine
Totenverwaltungsgebühr von € 55,- von jedem Verstorbenen Villacher kassiert wird.
Da denkt man ganz sicher an keine SOZIALE
Fraktion, sondern an alles andere!
Gordon Kelz

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Geerdeter Steirer
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"Man weiß nicht, wofür die SPÖ steht"

Das Grundübel ist das die Ansichten und Ideologien von jung und alt sehr differenziert sind und ständig mehr auseinanderdriften, die altbewährten Tugenden den Bürgerinnen und Bürgern nahe zu sein ist schon lange nicht mehr der Fall, einem gewissen Teil des Apparats geht es nur um Macht und interne Postenschacherei.
Die wirklichen Tugenden wie Handlungsweisen welche den Bürgerinnen und Bürger zu Gute kommen sollten sind einigen ein Tabu weil sie nur ihre eigenen Interessen und Vorschläge vertreten und nicht die der Allgemeinheit.
Solange diese machtgesteuerten Tugenden, auch veraltete Ideologien nicht dem Rad der Zeit und deren Bedürfnissen angepasst wird sind Querelen stets an der Tagesordnung, es gibt keine überzeugende Persönlichkeit welche mal so richtig Tacheles spricht sondern nur viele Senfdazugeber und keine detailliert vorgebrachten Ansichts- wie Handlungsweisen.
Da fehlte ein Typ von Persönlichkeit welcher als wirklicher Idealist gesehen werden kann, mit fundierten und realistischen Wissen behaftet Schritte einleitet welche keine Träumereien und propagandistischer Natur sind.
Mein Leitsatz heißt im Leben und im Handeln stets Agieren nicht reagieren, wennst reagieren musst hast schon ein Problem zu lösen, vorausschauend und den Gegebenheit zur Folge ohne viel Herumdiskutiererei und Herumgezettere angepasst, da musst schon die Courage besitzen was zu entscheiden und auch dazu zu stehen, wo ein Plus ist ist auch ein Minus und damit muss man ohne Gewissensbisse leben.

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georgXV
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???

die Frage, die sich stellt: warum tut sich Pamela Rendi diesen Job (Führung der SPÖ) an ?
- meines Wissens ist sie erst seit 2017 Mitglied der SPÖ,
- somit fehlt ihr der "Stallgeruch" und auch die notwendigen parteiinternen Netzwerke und politischen Erfahrungen,
- sie ist eine sehr anerkannte Ärztin und (Gott-sei-Dank) KEINE ("gelernte") Politikerin,
- sie hat vorher noch nie beruflich eine größere Anzahl von Menschen und schon gar KEINEN Bezirks- oder Landesparteiapparat geführt,
- sie ist durchaus eine Persönlichkeit, aber LEIDER KEINE, die die momentan die SPÖ in die Zukunft führen kann,
- all das sollte sie erkennen und wieder in ihren angestammten Arztberuf und parteiintern in die zweite Reihe zurückkehren.

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rochuskobler
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Die Heer

...soll erklären, wofür die SPÖ steht. Dann ist die Sozialdemokratie schlagartig von der Bildfläche verschwunden.

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heri13
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Blau/Türkiser bezahlschreiber.

Lesen sie überhaupt was sie da daherschmieren?

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Irgendeiner
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Erklär das näher,was würde die

denn so schreckliches sagen, die junge Dame?

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Balrog206
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Irgi

Die Herr wär was für dich könnte deine Enkelin sein Kommunistin durch u durch , nur wenn Maurer auch was zu sagen hat wird’s schwer für dich , dann fehlt nur mehr der deutsche Schwiegersohn Patrik Künert 😂😂

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struge1
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Die Stinkefinger

zeigende Maurer und die linkslinke Heer im Parlament, dass kann ja lustig werden.... ich freue mich jetzt schon auf die Wortmeldungen.... 😀 🤣

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Balrog206
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Irgi

Wenn die Frau Herr bei der Spö und die Frau Maurer bei den Grünen was zu sagen haben , tust dich bei der nächsten Wahl sehr scher wen du deine Stimme gibst ! Beides anständige marxisten und was weiß ich noch !

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tomtitan
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"Wir sind mit unseren Botschaften nicht durchgedrungen" -

Die da gewesen wären?

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