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ÖVP-KoalitionKurz muss jetzt viele Gespräche führen

Kurz als großer Triumphator: Der ÖVP-Chef will mit allen Parteien reden, Koalitionsvorlieben gibt er keine preis.

Kurz muss jetzt viele Gespräche führen
Kurz muss jetzt viele Gespräche führen © APA/AFP/JOE KLAMAR
 

"Ich will noch nicht spekulieren": Mit diesen Worten verwehrte sich Wahl-Sieger Sebastian Kurz im Kleine-Zeitung-Wahlstudio allen Kommentaren zu möglichen Koalitionen.

In Fernseh-Interviews kündigte der ÖVP-Obmann an, dass er nun mit allem im Parlament vertretenen Parteien Gespräche führen werde. Er wolle eine möglichst respektvolle Zusammenarbeit mit allen Parteien.

Bei seiner Ankunft in der Wahlzentrale im Kursalon Hübner wurde Kurz bereits mit frenetischem Applaus und "Kanzler Kurz"-Sprechchören begrüßt.

Fast sprachloser Sieger

"Mir fehlen selten die Worte, aber heute ist es soweit": Das sagte der wohl "Bald-Wieder-Kanzler" Kurz bei seinem ersten Auftritt in der ÖVP-Wahlkampfzentrale. Und weiter: "Die Wähler haben uns ins Kanzleramt zurückgewählt". Es seien "schwere vier Monate" gewesen, aber die Wähler hätten die ÖVP heute in die Regierung zurück gewählt. "Es ist eine große Verantwortung, aber ich nehme sie an", sagte Kurz, der nur für wenige Minuten vor seinen Anhängern sprach. "Wir werden unser bestes geben, um dem Vertrauen gerecht zu werden."

Die ÖVP wird die 73 Mandate, die ihr im vorläufigen Nationalratswahl-Ergebnis ausgewiesen werden, letztlich nicht bekommen. Mit der Auszählung der ausständigen rund 952.000 Briefwahlstimmen wird sie eines, vermutlich sogar zwei davon verlieren, prognostizieren ARGE Wahlen und die ORF-Hochrechner SORA. Denn mittlerweile zählt die ÖVP nicht mehr zu den Briefwahl-Profiteuren, verwies Franz Sommer auf die EU-Wahl.

Gespräche mit allen Parteien

Othmar Karas sagte gegenüber der Kleinen Zeitung: "Verhandlungen sind nur mit Grünen und der SPÖ sinnvoll. Wir werden abwarten, was sich in beiden Parteien tut und dann gemeinsame Projekte ausloten."

ÖVP: Ein "historischer Tag"

Eine Jubelwelle in Türkis: So feierte die ÖVP in der Parteizentrale.

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Die erste Hochrechnung wies 37 Prozent für Sebastian Kurz und seine Partei aus.

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"Heute ist ein historischer Tag für die Volkspartei", sagte Generalsekretär Karl Nehammer am Sonntag.

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"Kanzler Kurz"-Sprechchöre waren laut zu hören.

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"Heute ist einmal der Tag von Sebastian Kurz und der Volkspartei, dann ist der Bundespräsident am Zug", sagte Nehammer weiter. 

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Viel Spaß mit den weiteren Fotos!

 

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Kanzler-Kurz-Sprechchöre sind am Sonntag in der ÖVP-Wahlzentrale im Kursalon Hübner erschallt, als im ORF auf der Videowall die erste Hochrechnung gezeigt wurde. Die anwesenden ÖVP-Granden, Kandidaten und ehemaligen Minister fielen einander vor lauter Freude um den Hals und in die Arme.

Darunter waren etwa Hartwig Löger, Elisabeth Köstinger, Margarethe Schramböck und WK-Präsident Harald Mahrer. Sie bejubelten den Erfolg gemeinsam mit Bundesgeschäftsführer Axel Melchior. Auch EU-Kommissar Johannes Hahn und EU-Delegation-Leiterin Karoline Edtstadler waren unter den Feiernden.

Gratulationen kommen auch aus Deutschland, Annegret Kramp-Karrenbauer gratulierte via Twitter:

Niederösterreichs Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) sprach von einer "Kanzlerwahl". Die Menschen hätten bei der NR-Wahl eindeutig entschieden und für Klarheit gesorgt. Der Sonntag sei "ein guter Tag für die Volkspartei" und "ein guter Tag für Sebastian Kurz" gewesen.

Im ORF-Interview betonte Mikl-Leitner zudem, dass sie dem Parteiobmann "von außen keine Empfehlung geben" werde, was Koalitionen angeht. Sebastian Kurz werde eine richtige Entscheidung treffen.

"Heute ist ein historischer Tag für die Volkspartei", sagte Generalsekretär Karl Nehammer am Sonntag vor jubelnden Fans in der Parteizentrale. Auf Koalitionsvarianten wollte er sich nicht festlegen. Er strich insbesondere den historischen Vorsprung auf die zweitplatzierte SPÖ heraus.

"Heute ist einmal der Tag von Sebastian Kurz und der Volkspartei, dann ist der Bundespräsident am Zug und dann werden Gespräche stattfinden. Dann werden wir sehen, mit wem man am besten eine Regierung bilden kann", sagte Nehammer, von lauten "Kanzler Kurz"-Sprechchören übertönt.

Statements der ÖVP-Vertreter

Generalsekretär Nehammer zur Kleinen Zeitung: "Heute ist der Tag der Volkspartei! SPÖ-FPÖ-Pilz, die Kurz im Nationalrat abgestraft haben, wurden jetzt vom Wähler abgestraft!"

Ex-Minister Josef Moser zur Kleinen Zeitung: "Wir haben zwei Jahre um Reformen gekämpft, die bei Bürgerinnen und Bürgern ankommen sollen. Offensichtlich sind sie angekommen. Wie geht es nun weiter? „Wir werden jetzt mit allen verhandeln und schauen, mit wem sich unser Programm am ehesten durchsetzen lässt.“

EU-Kommissar Johannes Hahn zur Kleinen Zeitung: „Großartig. Müssen erst einmal abwarten, wer in den anderen Parteien Ansprechpartner ist, dann wird sich Kurz anschauen, mit wem er die meisten inhaltlichen Überschneidungen hat.“

Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka: "Kurz hat die Partei auf ihre traditionellen Werte zurückgeführt – Eigenverantwortung, Selbständigkeit, ja auch Religion. Er hat das, was verwaschen war wieder herausgeschält."

"Bundespräsident ist am Wort"

Die beiden Ex-Minister Elisabeth Köstinger und Gernot Blümel haben wollen nicht über Koalitionsvarianten spekulieren. "Jetzt ist einmal der Bundespräsident (Alexander Van der Bellen, Anm.) am Wort", sagte Blümel. Ähnlich Köstinger: Mit wem gesprochen werden soll, "werden die nächsten Tage zeigen".

Jedenfalls habe die Nationalratswahl am Sonntag ein "sensationelles Rekordergebnis" gebracht, meinte Köstinger. Man sei vollkommen überrascht, in welcher "Deutlichkeit" das Ergebnis ausgefallen sei.

Blümel wiederum gab zwei Interpretationen des Ergebnisses: Zum einen seien jene Parteien vom Wähler abgestraft worden, die Bundeskanzler Sebastian Kurz abwählten, meinte er mit Blick auf die Abwahl Kurz im Parlament. Zum zweiten sei die Klarheit hervorzuheben, "mit der die Wähler Sebastian Kurz als nächsten Bundeskanzler haben wollen", so Blümel.

Der Erfolg sei darin begründet, dass man die richtigen Themen gesetzt habe. Mit wem diese am besten fortgesetzt werden könnten, wollte Blümel nicht beantworten. Jetzt sei einmal der Bundespräsident am Wort.

Kommentare (10)

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hermannsteinacher
0
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Mit allen im Parlament vertretenden Parteien zu sprechen,

ist für die mandatsstärkste Partei gut und richtig.

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fans61
23
6
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Es hat sich bestätigt:

Viele Wähler sind unmündig.

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Goldfinger
0
1
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naja fans61...

jedes Land bekommt die Regierung die es verdient

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joektn
1
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Nein..

Nur diejenigen die ein demokratisches Wahlergebnis nicht akzeptieren können...

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archiv
6
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Super - oder .....


Kogler und Co. haben in den letzten 2 Jahren für Österreich nichts "falsches oder richtiges" gemacht - aber heute dafür rund 14 Prozent der Wähler-Stimmen bekommen.

Geht so Politik?

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Sam125
0
9
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archiv

Ich sage dazu nur Greta Thunberg und das Weltklima! Dieses Thema hat die Menschen dazu bewogen, Grün zu wählen! Ist auch gut so! Und natürlich sind daher auch so manche Stimmen, von den anderen Parteien zu Grün gewandert und da vorallem auch von den Roten......!?

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Balrog206
5
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Stimmt

Aber sie retten das Klima 🙈

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tomtitan
9
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Das endgültige Ergebnis steht

erst am Donnerstag fest!

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Miraculix11
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Genau

Wandl hat danach sicher 27,5 % etc.

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HansWurst
9
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Bravo,

Prima, Extraprima!

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