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PflegegeldRund 38 Prozent Wertverlust seit Einführung 1993

Um den Wertverlust komplett zu kompensieren, müsste das Pflegegeld (je nach Stufe) zwischen 35,3 und 39,9 Prozent angehoben werden, geht aus den aktuellen Daten des Experten und Richters am Landesgericht Wels hervor.

© APA (dpa/Symbolbild)
 

Das Pflegegeld hat seit seiner Einführung 1993 bedeutend an Wert verloren. Um diesen Wertverlust auszugleichen, müsste die Geldleistung im Schnitt um 38 Prozent angehoben werden, geht aus Berechnungen des Welser Sozialrechtsexperte Martin Greifeneder hervor. Die bereits eingetretene Entwertung wird trotz der geplanten jährlichen Valorisierung ja fortgeschrieben, betonte er.

Seit ihrer Einführung wurde die Geldleistung nur fünf Mal erhöht, was die in diesem Zeitraum eingetretene Inflation bei Weitem nicht ausgleichen konnte. Um den Wertverlust komplett zu kompensieren, müsste das Pflegegeld (je nach Stufe) zwischen 35,3 und 39,9 Prozent angehoben werden, geht aus den aktuellen Daten des Experten und Richters am Landesgericht Wels hervor.

Laut den Berechnungen, die in der Österreichischen Zeitschrift für Pflegerecht (ÖZPR/Manz-Verlag) zur Veröffentlichung anstehen, lag die monatliche Auszahlung des Pflegegeldes beispielsweise in der Stufe vier bei dessen Einführung bei 588,65 Euro.

Inflationsanpassung nötig

Inflationsangepasst hätte der Wert im April 2019 bei 938,90 Euro liegen müssen, rechnet der Experte vor. Tatsächlich werden in Stufe 4 aber nur 677,60 Euro ausgezahlt - eine Differenz von 27,8 Prozent. Um das Pflegegeld auf inflationsbereinigten Ursprungswert zu bringen, wäre eine Erhöhung um 38,6 Prozent notwendig.

Ähnlich präsentiert sich die Lage in den anderen Pflegestufen: In Stufe 1 wäre eine Erhöhung um 39,7 Prozent nötig, in Stufe 2 um 39,9 Prozent, in Stufe 3 um 38,5 und in Stufe 5 um 35,6 Prozent. Um die Inflation in der Stufe 6 auszugleichen, müsste man die Geldleistung um 35,3 Prozent anheben, in Stufe sieben wäre eine Erhöhung um 37,3 Prozent notwendig. Die Daten würden zeigen, dass der schon bisher eingetretene Wertverlust des Pflegegeldes "enorm" sei.

Die im Finanzausschuss am Dienstag beschlossene und per 1. Jänner 2020 greifende jährliche Valorisierung des Pflegegeldes verhindere zwar das Fortschreiten des Wertverlustes, die bereits eingetretene Entwertung werde damit aber fortgeschrieben, so der Experte.

Kommentare (4)

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rontin
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Diese ewigen Nörgeleine

Nie passt es irgendwem ... aber woher das Geld für solche Hirngespinste kommen sollte weiß auch keiner ... und man wird es auch nie erfahren, weil es ist nicht da ...

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UHBP
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@ron..

Aber woher die jährliche Erhöhung der Parteiförderung kommt, die die türkis/blaue Regierung vor wenigen Monaten beschlossen hat, das weißt du sicher, oder?
Geld für Behinderte und Kranke ist für Türkise immer ein Hirngespinst. Sind ja schließlich nur "Schmarotzer" des Systems.

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rontin
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Falsch verstanden

"Hirngespinste" war nicht auf die Valorisierung ab 1.1.20 bezogen aber auf eine mögliche Diskussion des Wertverlustausgleiches seit 1993 ... das könnte sich einfach niemand leisten .... und Parteienförderungen sind meiner Meinung nach generell zu hoch ...

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KleinerGrisu
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@UHBP

Wussten Sie, dass die öffentliche Parteiförderung im Jahr 2014 Mio 42,72 betragen hat und im Jahr 2018 Mio 29,92?

Nur so als Hintergrundinformation!!!!

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