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Khol rezensiert Mitterlehner"Nicht Kurz hat die FPÖ salonfähig gemacht, sondern der Wähler"

Andreas Khol war Nationalratspräsident und später Reinhold Mitterlehners glückloser Präsidentschaftskandidat. Nun liest er dessen Buch. Eine Gastrezension.

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Bessere Zeiten: Reinhold Mitterlehner, damals ÖVP-Chef, und Andreas Khol, Bundespräsidentschafts-Kandidat
© APA/BARBARA GINDL
 

Mit heißer Feder hat Reinhold Mitterlehner sein Buch „Haltung“ geschrieben. Für uns heute ist nur seine Schilderung der Endphase der Zusammenarbeit von SPÖ und ÖVP spannend. Die Sicht der glücklosen Führung der ÖVP von 2014 bis 2017 steht im Zentrum seines Buches: immer noch tief gekränkt von seinem plötzlichen, aber nicht überraschenden und (nicht ganz) freiwilligen Abgang und von der ihm später versagten „Versorgung“ als Präsident der Österreichischen Nationalbank.

Kommentare (80)

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immokb
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Schlechter Verlierer

So blaß, wie er als Politiker war, so kann man auch den Inhalt seines Buches analysieren. Gymnasiasten der Oberstufe verfassen Aufsätze über Sachthemen mit weit mehr Spannung und rhetorischem Esprit.
Und so jemand wollte die Leitung der Nationalbank übernehmen ???
Danke an diejenigen, welche dies zu verhindern wussten.
Mitterlehner sollte in jedem Fall für die Zukunft ins pplitische und berufliche Abseits gestellt werden!

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wahlnuss
1
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Ins Abseits gestellt?

Von wem? Da Sie das Buch (sicher) gelesen haben, können Sie dies mit Sicherheit sagen. Ich hab es (noch) nicht gelesen. Aber es ist noch nicht lange her - ich glaub, es war 2014, als er Spindelegger als Vizekanzler beerbte und kurz danach als der schwarze Messias (Django) gefeiert wurde. Vielleicht waren Sie dabei und sind immer noch enttäuscht. Wie der oben genannte Spindelegger oder der Herr Pröll, der von Berufs wegen Neffe war. Wie jemand ein Buch schreibt ist Sache des Verfassers und des Verlags. Ist der Stil leicht fasslich, ist der Verlag der Gewinner. Und auch diejenigen, der eine Buchkritik verfassen. So streng, dass dem Verfasser ein Berufsverbot auferlegt wird, so streng war bislang noch keiner.

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AIRAM123
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Schuld bei der ÖVP

... sind immer die ANDEREN!

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paulrandig
1
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AIRAM123

Genau wie bei der FPÖ, aber gemäßigter. Dort sind die anderen auch an allem schuld und deshalb auch noch böse.

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paulrandig
8
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Und das Lustigste an der Sache:

Es gibt Statistiken, die zeigen, dass durch diese Regierung nicht mehr umgesetzt wird als durch die alte. Der Unterschied liegt in der Massage Control. Wurde zuvor nur Streit kolportiert, wird der jetzt völlig ausgeblendet, nur die Erfolge erreichen die frische Luft. Letztendlich passiert messbar genau gleichviel. Und Ziel und Zweck dieser inszenierten Harmonie ist die Einlullung der Bürger, denn gut Sedierten kann man alle Zähne ziehen, und sie grinsen dazu.

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Apulio
6
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#paulrandig:

welche Erfolge?

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paulrandig
2
3
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Apulio

Anträge, Gesetze etc. - alles, was dann stolz in einträchtiger Harmonie der Presse präsentiert wird, wie das volle Topferl der Mama. Wir sollen den Eindruck haben, dass statt zu streiten "etwas passiert". Das tut es ja wirklich, aber eben auch nicht mehr als vorher. Und weil die Resultate nicht Überlebende erbitterter Dispute, sondern Ergebnisse reißbrettartiger Burscherlmauscheleien sind, müssen Sie auch dauernd teuer repariert und an Verfassung, Menschenrechte oder einfach nur das echte Leben angepasst werden.

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Apulio
9
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Jetzt haben die Wähler für den Rechtsruck

in Österreich die Schuld, weiß Khol nicht dass die FPÖ nur 3. waren?

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bimsi1
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Die FPÖ ist aber nur knapp hinter der SPÖ.

Und glauben Sie wirklich Kern wollte unter Kurz Vizekanzler werden?

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Mein Graz
1
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@bimsi1

Und wäre nur eine einzige Stimme Unterschied: die Blauen sind trotzdem 3.

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wahlnuss
6
26
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Der Wähler hat auch Herrn Khol

nicht salonfähig gemacht. Das ist der gleiche Khol, der heute große Töne spuckt. Salonfähig wird man heutzutags nur mehr, wenn man gut vernetzt ist. Es waren die vielen Eurospenden des Wirtschaftsflügels der ÖVP, die den Kurz salonfähig gemacht haben. Insofern mag es schon stimmen, dass die Blauen die Nase vorh gehabt hätten, denn ob die Spender das Geld nach rechts oder noch weiter rechts geben, ist für die Spender letztendlich Powidl. Hauptsach, man kann die Kuh, die man gefüttert hat, auch melken.

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Bond
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Scheinheilig

Kohl ist für mich der typische scheinheilige ÖVPler. Er hasst die Sozis abgrundtief und verbündet sich mit jedem Westenthaler. Und wenn's daneben geht, ist der Wähler schuld.

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fersler
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ihre

Meinung wird auch dadurch bestätigt, dass Hr. Khol ja sehr vornehm die SPÖler als 'rote Gfriesser' bezeichnet.

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Bond
8
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Khol nicht Kohl

Sogar die Buchstaben sind verkehrt

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rosmar
15
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Da hat Kohl

wohl etwas verschlafen ...

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umo10
5
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Verhindert da ein Zensor die Kritik am Khol?!

:-o

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umo10
14
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Hr Kohl hat auch sein schäufchen dazu beigetragen

Er hat uns ständig vollgelabert mit Dingen, die nicht gehen und Visionen, die nicht mehr zeitgemäß waren. Wahrscheinlich hat er noch gar kein Wischhandy, kein internetbanking, kein Finanz online....

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paulrandig
8
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Zum Nachdenken:

Wenn ohnehin der Wähler Schuld an allem hat, weil man selbst gar nichts dafür kann, dass der seine fundierte, selbstreflektierte und autonome Entscheidung getroffen hat - wozu gibt's dann überhaupt Wahlwerbung?
Wenn man als Partei dem Wähler eh nichts einreden kann, wozu dann Abermillionen seiner Euro ausgeben um ihm was einzureden?

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scionescio
31
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Und der Messias gibt nach wie vor den Schweigekanzler ...

... und schickt die abgehalfterten Parteifreunde vor - wir können uns glücklich schätzen, von so einem mutigen und aufrichtigen Bübchen regiert zu werden!

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DavidgegenGoliath
16
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@scio

Natürlich trauern sie Mitterlehner nach, er war der Garant für einen SPÖ Kanzler!

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scionescio
7
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@Daviderl: weder für Mitterlehner noch für Kern habe Ich mich im Ausland jemals rechtfertigen noch fremdschämen müssen...

... beim Messias und dem Ewiggestrigen ist das Gegenteil der Fall- und für die schlichten Mitläufer komme ich auch in Erklärungsnot: selbst wenn man schlicht und ungebildet ist, sollte einem der Anstand sagen, dass gerade schlimme Dinge in Österreich passieren!

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helmutmayr
18
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Leider hat

diese Regierung unser Volk zu tiefst gespalten.
Neonationalisten mit Visionen in die Vergangenheit, ein Streben nach Zeiten und Umstände die es nie mehr geben wird.
Sie formen unter Duldung der ÖVP eine, leider gewählte Diktatur. Es wird enden wie in Polen, Ungarn und der Türkei.
Persönlichkeitsrechte, Presse- und Meinungsfreiheit werden eingeschränkt und der Hass und die Intoleranz gegenüber Ausländern und Minderheiten wird geschürt.
Die braune Gülle brodelt munter vor sich hin.

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DavidgegenGoliath
20
7
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@helmut

Ich teile ihre Meinung nicht, ich sehe auch nichts brodeln, leben sie vl im Ausland?

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Lamax2
47
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Kholhat recht!

Niemand konnte genau wissen, was kommt, aber die Regierungssituation unter Kern und Mitterlehner war eine Katastrophe. Die Roten glauben natürliche, die Welt geht zugrunde, wenn sie nicht das Sagen haben, aber ein Wechsel war einfach notwendig und vom Wähler gewollt.

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paulrandig
8
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Lamax2

Warum hat "der Wähler" dann Türkis-Rot gewählt?

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DavidgegenGoliath
15
8
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@paul

Der Wähler hat nicht türkis und rot gewählt, der Wähler hat Kurz als Bundeskanzler sehen wollen!
Mit der SPÖ verbindet Kurz keine Gemeinsamkeiten, mit der FPÖ harmonisieren sie!
Bei einer Türkisen/Roten Regierung hätte es nur Stillstand gegeben!

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