AccessControl ac = AccessControl.getAccessControl(request);

SalzburgGut integrierter Lehrling kämpft gegen Abschiebung

Ali Wajid aus Pakistan absolviert Kellner-Lehre, spricht sehr gut Deutsch und gilt als Vorzeigebeispiel für die Integration von Flüchtlingen. Nun droht ihm die Abschiebung. Arbeitgeber protestiert. Landeshauptmann Haslauer (ÖVP) fordert, Flüchtlinge sollen Lehre abschließen dürfen.

Salzburgs Landeshauptmann Haslinger (ÖVP) fordert, dass Lehrlinge ihre Ausbildung abschließen dürfen
Salzburgs Landeshauptmann Haslauer (ÖVP) fordert, dass Lehrlinge ihre Ausbildung abschließen dürfen © APA/ANDREAS PESSENLEHNER
 

Seit drei Jahren ist er in Österreich, nun droht ihm die Abschiebung: Das Schicksal von Ali Wajid sorgt in Salzburg für Aufregung und heftige Debatten. Wie die "Salzburger Nachrichten" (SN) berichten, wurde der junge Pakistani am Freitag von einer Polizeistreife aufgehalten und festgenommen.  Wajid absolviert der derzeit eine Lehre zum Kellner und gilt laut SN in Salzburg als Vorzeigebeispiel für gelungene Integration.

Die Aufregung um Ali Wajid kommt kurz nach der Ankündigung des Salzburger Landeshauptmann Wilfried Haslauer (ÖVP), dass Flüchtlinge die Möglichkeit bekommen sollten, ihre Lehre abschließen zu dürfen. Um dies in absehbarer Zeit umgesetzt wird, ist allerdings offen: Im Koalitionsübereinkommen gebe es dazu allerdings keine Festlegung, sagte ÖVP-Landesgeschäftsführer Wolfgang Mayer gegenüber den SN. "Dazu gibt es auch keine Kompetenzen vonseiten des Landes."

Auch die Neos fordern von der Regierung Maßnahmen gegen die Abschiebung von Flüchtlingen, die gerade eine Lehre absolvieren. Die Liste von Unternehmen, die gegen die Abschiebungen ihrer Lehrlingen werde immer länger, erklärte Wirtschaftssprecher Sepp Schellhorn kürzlich. Im Anschluss an die Absicherung der Ausbildung via der “3plus2”-Regelung will Schellhorn die Schaffung weiterer Möglichkeiten für Flüchtlinge in der Lehre, etwa durch den Erhalt von Aufenthaltsgenehmigungen wie der Rot-Weiß-Rot-Karte. Diese Maßnahme helfe sowohl den Unternehmen, als auch bei der Bekämpfung des Fachkräftemangels und ermächtige auch junge Asylwerbende, auf eigenen Beinen zu stehen.

Auch der oberösterreichische grüne Landesrat Rudi Anschober hatte zuvor ähnliche Maßnahmen gefordert. 

Wajid hatte am 2. Mai einen negativen Asyl-Bescheid in zweiter Instanz bekommen. Sein Arbeitgeber und der Verein, der ihm die Lehrstelle vermittelt hat, kämpfen nun darum, dass der Lehrling in Österreich bleiben kann. In Pakistan drohen ihm wegen illegaler Ausreise Festnahme und Haft.

 

Kommentare (11)

Kommentieren
Irgendeiner
9
5
Lesenswert?

Tja,ich bin ja gespannt wieviel Schmerz es im eigenen

Leben braucht um draufzukommen, daß die Flüchtlinge und andere Auswärtige verwenden um Euch auszuräumen.Und naja auf die NGOs würd ich mich auch nicht verlassen, auswärts haben die frech unterstellt die hätten geschleppt, ich frag hier sicher schon über ein Jahr aber der der ja nie anpatzt sagt uns auch darüber nichts und jetzt kommen die bei Auslandsaktivitäten in den Terrorfocus und,naja, in Ungarn, Orban ist ja Bastis und Straches Freund, können sie sich schon nicht mehr bewegen,ich mein, ob ihr dann in der Not auf Caritas und Diakonie noch zurückfallen könnt würd ich doch nicht mit allzuviel Gottvertrauen betrachten.Aber Euer Wille geschehe,soviel Intelligenz soll man nicht bremsen.

Antworten
Irgendeiner
0
0
Lesenswert?

Addendum: Ah, viele rote Striche,

der Schmerz steigt, war aber nicht jener den ich meinte,man lacht.

Antworten
Lodengrün
10
10
Lesenswert?

Das was mit dem Jungen passiert

kümmert den Herren Kickl, Strache und Kurz wenig. Die nehmen diese Menschen doch nur um Schlagzeilen aufzureißen. Und eigentlich sind wir denen auch Wurst, Hauptsache sie sehen sich in der Zeitung oder genießen das Bauch pinseln des Herrn Fellner. Furchtbare Zeit.

Antworten
UHBP
12
14
Lesenswert?

Will man die Stimmen der einfachen Wähler,

dann muss man gut integrierte, jene die deutsch können und arbeiten, abschieben. Diese bringen keine Wählerstimmen und könnten schlimmstenfalls noch Vorbilder für andere Flüchtlinge sein sich zu integrieren.
Durch Reduktion der Integrationsmassnahmen und Schaffung von Perspektivenlosigkeit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass sie polizeilich auffällig werden. Dann kann man mit Ansagen wie Höchststrafe, etc. die Stimmen der einfachen Wähler abholen.

Antworten
tomtitan
10
11
Lesenswert?

UNVERSTÄNDLICH!!!

Antworten
GordonKelz
8
12
Lesenswert?

DERMAßEN...

...vertrottelt ,das man sich nur aufregen kann !!
Gordon Kelz

Antworten
pppp54
8
26
Lesenswert?

Da steht einem das Hirn!

Gut integrierte Menschen aus dem Ausland werden abgeschoben und Verbrecher dürfen bleiben! Wir leben in einer irren Welt!

Antworten
mejer
6
14
Lesenswert?

Abschiebebescheid.

Im Umkehrschluss bedeutet Ihr Beitrag aber auch, dass Menschen ohne Asylberechtigung, genau so im Land bleiben dürften, wie Jene die laut G.K., einen positiven Asylbescheid, bekommen. Für was braucht es dann noch ein Asylverfahren?

Antworten
X22
0
0
Lesenswert?

Weil es einen Unterschied zwischen Migration und Asyl gibt, deswegen gibt es Asylverfahren.

Der Aufenthalt in Österreich ist im Fremdenrecht geregelt, würde ein Flüchtling ohne ein Asylantrag einreisen wäre er nach dem Fremdenrecht zu behandeln.

Antworten
pppp54
2
2
Lesenswert?

Asylverfahren

Ja das frag ich mich auch! Wahrscheinlich um z.B. gut integrierte Familien die schon jahrelang hier sind, arbeiten und deutsch sprechen auszuweisen! Ist Ihnen schon aufgefallen wie oft bei Straftätern „Österreicher mit Migrationshintergrund“ steht?

Antworten
UHBP
2
4
Lesenswert?

@mejer

Schon mal etwas Facharbeitermangel gehört?
Wir suchen Facharbeiter aus dem Ausland und jene die schon hier sind und deutsch sprechen schmeißen wir raus. Nur damit alle "Ausländer" wissen, wir wollen euch nicht und integration ist kontraproduktiv.

Antworten