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Nach "harten Jahren" will Strache "Geschichte schreiben"

FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache begeht am 23. April das 10-Jahres-Jubiläum seiner Obmannschaft. Es seien "harte Jahre" darunter gewesen, sagte er zur APA. Insgesamt betrachtet Strache die Zeit aber als "sehr positiv". Heuer plant er Großes: Bei der Wien-Wahl will er mit dem "historisch besten Ergebnis" "Geschichte schreiben", und danach will der passionierte Raucher den Zigaretten abschwören.

© APA (rubra)
 

Auf die letzten zehn Jahre blickt Strache mit Wohlgefallen zurück: "Am Anfang hat uns niemand eine Überlebenschance gegeben", verwies er im APA-Interview auf die schlechten Umfragewerte in der Zeit nach seiner Kür zum Parteiobmann im Frühjahr 2005. "Damals stand die Partei bei keinen drei Prozent, jetzt zwischen 25 und 30 Prozent", so Strache. Dies habe seine Partei durch "harte und konsequente Arbeit" erreicht, zeigte sich der FPÖ-Chef überzeugt, der von einem "sehr erfolgreichen Weg" sprach.

"Und 2015 besteht die Chance, weiter Geschichte zu schreiben, das historisch beste Ergebnis einzufahren", hat Strache hohe Erwartungen an die weiteren Wahlgänge in diesem Jahr, vor allem an jenen der Landtagswahl in Wien am 11. Oktober: "Ich will die 30-Prozent-Marke überspringen." Der Parteichef hat hier die Sperrminorität von 33,4 Prozent im Auge, womit seine Fraktion bei Verfassungsmehrheiten mitzureden hätte. "Wünschenswert wäre es, sicherzustellen, dass eine Ausgrenzung nicht mehr möglich wäre" - und die FPÖ zumindest den Vizebürgermeister stellen könnte, so Strache.

Dass er nun zum dritten Mal als "Bürgermeister-Kandidat" ins Rennen geht, ist ihm durchaus ernst, wie er versichert: "Es ist ein Kopf-an-Kopf-Rennen (mit Bürgermeister Michael Häupl/SPÖ, Anm.) möglich." Und es könnten sich ja auch Mehrheiten abseits von Rot-Blau ausgehen: "Man soll ja nie etwas ausschließen." Wer die Grünen nicht in der Wiener Stadtregierung wolle, habe ohnehin nur die FPÖ als Wahl-Option, meinte er: "Ich bin der einzige Garant dafür. Nur mit der FPÖ wird man Rot-Grün verhindern können."

Inhaltlich will Strache eine "Veränderung" in Wien. Gefragt nach konkreten Beispielen meinte er, unter ihm würden keine Spekulations-Geschäfte mehr gemacht werden, auch würde die FPÖ Wirtschaftsimpulse setzen. Auch einen Ausbau der Exekutive müsste man vorantreiben - wenn sich der Bund dabei sträube, dann müsste man eben eine eigene "Sicherheitswacht" der Stadt etablieren, um die Polizei-Beamten zu entlasten.

Und auch beim FPÖ-Paradethema Asyl und Zuwanderung sieht Strache Handlungsbedarf in der Bundeshauptstadt: Einmal mehr verwies er auf "21 salafistische Kindergärten", die es in Wien gebe und mehr als 100 muslimische Kindergärten und Schulen. Dies sei nicht der Integration zuträglich, sagte er. Hier gehe es etwa darum, falsch eingesetzte Förderungen zu streichen. Auch das Islam-Gesetz kritisierte Strache einmal mehr als zu schwach. Für österreichische Staatsbürger, die etwa für die Jihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) im Ausland kämpfen und zurückkehren, forderte er erneut die Aberkennung der Staatsbürgerschaft.

Straches stete und scharfe Kritik an den Grünen will er übrigens nicht auf alle linken Parteien umgemünzt sehen: Gefragt nach seiner Einschätzung der griechischen linken Regierungspartei Syriza, fand Strache durchaus lobende Worte: "Tsipras hat viel mehr gemeinsam mit mir, als viele wahrhaben wollen." So verwies der FPÖ-Chef etwa auf die EU- und Euro-kritischen Positionen oder auch auf die positivere Einstellung gegenüber Russland. Natürlich sei er in manchen Fragen anderer Meinung. Parallelen sieht er aber auch insofern, als sich die Parteien gegen das politische Establishment richteten - welches sich "in Wahrheit vor der Auflösung befindet".

Der Wiener Wahltermin im Herbst ist für Strache übrigens auch ein für ihn ganz persönlich wichtiger Termin: Denn ab dann will er dem blauen Zigarettendunst abschwören: "Ich habe vor, am 11. Oktober um Mitternacht aufzuhören", sagte er. Geltend macht der Parteiobmann gesundheitliche Gründe: Bereits im Jahr 2005 hatte er seine Stimme einmal völlig verloren; die Stimmbänder seien seitdem angeschlagen. Daher sei nun die Einsicht gekommen, die Zigaretten endgültig zur Seite zu legen. Warum nicht früher? Das begründet der Parteichef mit der stressigen Situation bis zu der für ihn wichtigen Wahl. Trotz seines Entschlusses bleibt der zukünftige mögliche Nichtraucher Strache aber fix bei seiner Überzeugung, dass Rauchverbote in der Gastronomie nichts verloren hätten.

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Tod der Rationalität im politischen Gezeter (u. Polit-Filz) oder Realpolitik nur mehr eine Randerscheinung ?!

Oder Ö gilt ja als Land der langsamen Reformen...s.die langen Übergangsfristen (wenn überhaupt) u.a.Verwaltungsreform, Steuerreform, Fremdenrechtsreform, Nichtraucherschutz, etc... alles sehr lasch!
Letztlich , viele Hoffnungen für mehr Realpolitik (u.Direkte Demokratie) wie sie beispielsweise FPÖ od. TeamStronach einfordern, erweisen sich als trügerisch, dank Groko und Linkslastigkeit der österr. "hohen Politik "(s.Markenzeichen: Fahrlässigkeit und Machtarroganz).
Div. Positionen von Politikern, von Experten inkl. Analysen udgl., die exemplarisch zeigen, wie groß die gegenwärtige Verunsicherung seit Jahren ist!
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Fazit: Krisen über Krisen...der Grund, die Ursache dieser veritablen Krise wird tlws. tabuisiert: od. Staatsschulden Horror/üppiges Sozialsystem und Multi-Kulti Misere überlagern überschattet alles bisher!
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Das polit.Klima unter der Regierungsdominanz der Sozen (dazu noch rotgrünes Wien/s. Zustände) hat sich in Ö verschärft ! Auch immer mehr Linksfa schismus tritt zutage.

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change .... looooool

wie ich dir schon schrieb:
immer der gleiche schmarren den du postest.
blablabla multikulti und schuld haben allein due
linken.
ist das dir nicht zu blöd??? loooool

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corazon...Lol ! Oder nochmals...

es ist verwunderlich wie auch amüsant, wenn linke Kampfposter wie ihresgleichen sich darüber mokieren/beschweren, dass selbstständig denkende Menschen der linkslastigen bzw. fahrlässigen Politik vor allem den Roten/Grünen (bzw.div. linken Hohlköpfen) manche unangenehmen Tatsachen und Fehlentwicklungen ankreiden, gelinde gesagt.
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Die div. Problemlagen sind groß genug, man muss sie eben ansprechen, des öfteren... und mit Realitätsverweigerung kommen wir auch nicht weiter.

extranjero
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harte Jahre

Gucci, Rolex, Mallorca, Fete Blanche, Discobesuche - alles auf Kosten des Steuerzahlers - wirklich harte Jahre, dem Mann muss geholfen werden. Wer bietet sich als Ersatz an?

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Ein jeder

der sein Volk hintergeht und verachtet wählt und diejenigen die unser Land immer mehr in die Armut treiben, gehört bestraft. Es braucht keiner nachher jammern, wenn es noch viel schlimmer kommt.

Roland222
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Roland222

Aufgrund der Entwicklung der Regierung und der Steuerreform und der Empörung der Gastronomie und Hotelerie wird es Strache mit Sicherheit schaffen, den nächsten BK zu stellen!! Seien wir mal ganz objektiv!
Es gibt 500.000 Gastro und Hoteliere und Gewerbetreibende in Österreich die empört und geknebelt wurden von diesem Arroganten Mitterlehner und Schelling und diese Stimmen hat Strache mit garantierter Sicherheit , gibt es doch sonst keine Alternative!! Die Eva Glawischnik und der Strolz scheidet völlig aus,,also wird Strache BK wer sonst.,,

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Re: Roland222

blaue Minderheitsregierung oder die Absolute. Sonst wird das nix mit dem blauen BK.

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Geschichte hat der strache schon geschrieben!

er ist ein konkursler und Schneemann der sein Geld aus der Politik schmarotzt!

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Welche Uniform sollen die strache Sturmtrupps tragen.

blau oder braun?

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Hmm? Geschichte schhreiben?

Kärnten auf Bundesebene?
Na dann doch lieber nichmal den Taxler.