Der Daseinszweck einer Partei heißt Machteroberung – oder zumindest die Verteidigung derselben, wenn man sie schon hat. Das klingt martialischer, als es gemeint ist. Für empfindlichere Gemüter könnte man es „nach Verantwortung streben“ nennen. Doch das sind nur semantische Unterschiede. Im Kern geht es ums Regieren, oder, um es mit dem ehemaligen SPD-Chef Franz Müntefering zu formulieren: „Opposition ist Mist. Lasst das die anderen machen – wir wollen regieren.“
Wie die FPÖ die Macht erobern will
Zwei Seelen in blauer Brust
Analyse.
Die FPÖ sucht mit einer Doppelstrategie ihren Weg zur Macht. Im Bund gibt Herbert Kickl die Devise alles oder nichts vor. Doch für einmal ist der unumstrittene Parteichef nicht der Einzige mit einer Strategie.
© APA/Hans Klaus Techt