Eine Koordinationsstelle auf Ebene der Gemeinde für die Verlegung von Leitungen und anderen Tiefbauaktivitäten fordern der stellvertretende A1-Telekom-CEO Thomas Arnoldner und A1-Österreich-Chef Marcus Grausam bei einem Hintergrundgespräch in Wien. „Wir brauchen so etwas, damit Straßen nicht jedes Jahr aufgegraben werden.“ Zwischen den diversen Telekombetreibern gebe es bereits eine gesetzlich vorgeschriebene Stelle. Keinen Überblick habe man, ob bzw. wann diverse Straßen für die Verlegung von Wasser-, Gas- oder Abwasserrohen bzw. Stromkabeln aufgegraben werden.
Munter voran schreite, so Arnoldner und Grausam, auch der Glasfaserausbau, 700.000 Haushalte seien bereits angeschlossen. Um die Verlegung für das Unternehmen wie auch für Kunden effizienter und preisgünstiger zu gestalten, schlagen die Telekom-Verantwortlichen eine Änderung der Förderrichtlinie vor. Derzeit werden nur die Anbieter gefördert, künftig sollten auch die individuellen Anschlusskosten der Kunden von der öffentlichen Hand zu einem Teil mitfinanziert werden. „Wenn wir ein Glasfasernetz in einer Gemeinde ausrollen, schließen sich im Durchschnitt 30 Prozent der Haushalte an“, so Grausam. 70 Prozent würden dies oft wegen der hohen Verlegungskosten (von der Straße hinein ins Haus oder in die Wohnung) unterlassen.
Was die A1-Aktivitäten in Belarus anbelangt, so sieht Arnoldner keinen Grund, aus dem Land abzuziehen. „Die Telekom ist nicht Teil des Sanktionspakets, weil sie der Bevölkerung nützt.“ Man habe sich entschieden, in Weißrussland zu bleiben.