Die Abgründe Erdogans Misstrauens gegen den Westen
Nach dem Anschlag in Istanbul wirft die Türkei Schweden und den USA vor, Terrorismus zu unterstützen. Das hilft Erdogan zwar innenpolitisch, doch außenpolitische Beziehungen könnte es erkalten lassen.
Die schweren Vorwürfe der Türkei an den Westen nach dem Bombenanschlag von Istanbul zeigen die Abgründe des Misstrauens der türkischen Regierung gegen ihre Nato-Partner. Indem sie Amerika und Europa als Terrorhelfer an den Pranger stellt, pflegt die Regierung von Präsident Erdogan vor den Wahlen im kommenden Jahr ihr Image als Verteidigerin der Türkei gegen übermächtige Kräfte im Ausland. Innenpolitisch könnte das für Erdogan etwas bringen. Außenpolitisch ist das Signal verheerend.
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