Jahrestag in WeißrusslandVergeltungsfeldzug: Präsident Lukaschenko im Rausch der Rache

Heute vor einem Jahr löste Lukaschenko mit seiner gefälschten Wahl Massenproteste in Weißrussland aus. Sein Vergeltungsfeldzug ist noch nicht zu Ende.

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Lukaschenko gab sich nach Beginn der Proteste martialisch (2020)
Lukaschenko gab sich nach Beginn der Proteste martialisch (2020) © AP
 

Alexander Lukaschenko will gar nicht drum herumreden. „Im Land läuft eine Säuberung“, sagt der Mann, der seit 27 Jahren die Macht in Weißrussland (Belarus) in Händen hält. Schon früher hatte er nichts dagegen, wenn sie ihn in Europa den „letzten Diktator“ nannten. Ein Jahr nach Beginn der Massenproteste gegen seine Alleinherrschaft bekennt er sich nun zu dem „Krieg gegen das eigene Volk“, von dem Regimegegner seit Langem sprechen. Lukaschenko sagt dazu: „Natürlich, es sind ja unsere eigenen Leute, deren Gehirne mit westlichem Geld gewaschen wurden. Tausende im Land arbeiten für die Gegenseite.“ Von diesen „Feinden“ will der 66-Jährige Weißrussland säubern. Der Geheimdienst KGB, die Sonderpolizei Omon, Miliz und Justiz überziehen das Land mit Razzien, Verhaftungen und Schauprozessen. Folter inklusive.

Kommentare (6)
mahue
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Manfred Hütter: Waffe in der Hand eines Präsidenten sagt alles, falls man sie so nennen darf

Ob Lukaschenko, Putin, früher Saddam Hussein oder manchen anderen Regierungsführer rund um die Welt. Oder Ex-Präsidenten versteckt mit Zustimmung in den USA zeigt es mir sie haben eine falsche menschenverachtende Ideologie.

Peterkarl Moscher
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Wahrheit tut weh !

Wir brauchen keinen zweiten Wahnsinnigen der wieder Europa in einen Krieg
zwingt.

Lepus52
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Europa sollte passiv und neutral bleiben

Was hat sich seit der Orangen Revolution in der Ukraine verbessert? Krieg im Osten, Krim in Russlands Mutterschoß, ökonomisches Desaster! In Wirklichkei steckt die NATO und die USA dahinter, die ihren Einflussbereich ständig erweitert. Kohl hat Gorbatschow versichert, dass kein NATO-Soldat näher an die russische Grenze kommt als zum damaligen Status. Heute steht die NATO von Bulgarien bis Estland, hat Königsberg umzingelt und Europa findet den Wortbruch okay? Welche Probleme nach Lukaschenko auf Europa zukommen, kann man sich ausmalen.

mahue
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Manfred Hütter: bin jetzt konkret

Neutral bleiben ok. Aber was in den Osteuropäischen Staaten des ehemaligen Ostblock sich abspielt, ist Rückkehr zu den alten kommunistischen diktatorischen Mustern. Reden mit diesen Machthabern geht nicht, die sind wie die drei Affen "höre nichts, sehe nichts mit Ausnahme des "spreche nichts" weil die Brüllen wie Primaten im Mittel-und Südamerikanischem Tropenwald. Wir in Mitteleuropa können wie in vielen ähnlich regierten Ländern der Welt nur zusehen und einzig mit wirtschaftlichen Mitteln gegensteuern, weil Krieg will keiner mehr.
Die NATO und USA überschätzt jeder in ihrer Wirksamkeit, weil der kalte Krieg hat sich auf eine intelligentere Ebene verlagert, die durch Militär nicht mehr zu lösen ist.

dedamaro
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Cäsaren-Wahn

und ... das Ende... bekannt 🤔

FB4
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Alleine

das Bild sagt alles aus!!!!!!!! Echter Menschenfreund 😉