US-Präsidentenwahl Donald Trump deutet erneut Kandidatur für 2024 an

Der ehemalige US-Präsident hat in Wellington (Bundestaat Ohio) die erste Großkundgebung nach Ende seiner Amtszeit abgehalten. Dies war nur der Auftakt von mehreren Veranstaltungen. Trump räumt seine Wahlniederlage bis heute nicht ein.

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Donald Trump hält erste Großkundgebung seit Ende seiner Amtszeit ab
Donald Trump hält erste Großkundgebung seit Ende seiner Amtszeit ab © AFP
 

Der frühere US-Präsident Donald Trump hat fünf Monate nach dem Ende seiner Amtszeit erstmals wieder eine Großkundgebung abgehalten. Der Republikaner trat am Samstagabend in der Stadt Wellington im Bundesstaat Ohio unter dem Motto "Safe America!" - "Rettet Amerika!" oder "Amerika retten!" - vor tausende Anhänger.

Vor seinen jubelnden Anhängern sagte Trump, die Republikaner würden bei den Kongresswahlen 2022 die "radikalen Demokraten" besiegen und die Mehrheit in Repräsentantenhaus und Senat zurückerobern. 2024 dann solle das Weiße Haus zurückerobert werden. Die Regierung seines Nachfolgers Joe Biden bezeichnete der Ex-Präsident als "totale Katastrophe".

Trump hat Wahlniederlage im Jänner bis heute nicht eingeräumt

Trump hat wiederholt mit einer erneuten Präsidentschaftskandidatur 2024 geflirtet - bisher aber nicht mehr als Andeutungen gemacht. Der nach der Kapitol-Erstürmung vom 6. Jänner auch in den eigenen Reihen in die Kritik geratene Ex-Präsident festigt zudem seine Macht bei den Republikanern, indem er loyale Parteifreunde unterstützt und Kritiker offen attackiert.

Im nahe Cleveland gelegenen Wellington stellte Trump sich hinter seinen früheren Berater Max Miller, der bei den Vorwahlen der Republikaner für die Kongresswahlen 2022 in einem Wahlkreis in Ohio den Abgeordneten Anthony Gonzalez herausfordert. Gonzalez war einer von nur zehn konservativen Abgeordneten, die nach der Kapitol-Erstürmung für ein Amtsenthebungsverfahren gegen Trump gestimmt hatten.

Trump war nach seiner Wahlniederlage gegen Biden am 20. Jänner aus dem Präsidentenamt ausgeschieden. Der 75-Jährige hat seine Wahlniederlage bis heute nicht eingeräumt und verbreitet nach wie vor vielfach widerlegte Wahlbetrugsvorwürfe.

Der nach der Kapitol-Erstürmung von Online-Plattformen verbannte Ex-Präsident hat seit dem Ende seiner Amtszeit zwei größere Reden gehalten, im Februar bei der Konservativen-Konferenz CPAC in Orlando im Bundesstaat Florida und Anfang Juni bei einem Treffen seiner Republikaner im Bundesstaat North Carolina.

Dies war nur der Auftakt einer Reihe von Veranstaltungen

Nun hielt er erstmals wieder eine Großkundgebung wie bei den Wahlkämpfen 2016 und 2020 ab. Es soll der Auftakt einer ganzen Reihe solcher Veranstaltungen sein. Am kommenden Mittwoch wird Trump zudem mit dem texanischen Gouverneur Greg Abbott die Grenze zu Mexiko besuchen. Ein harter Kurs in der Einwanderungspolitik war eines der Markenzeichen von Trumps Präsidentschaft, der von Biden gestoppte Bau einer Grenzmauer zu Mexiko war eines seiner großen Prestigeprojekte.

Trump genießt bei der konservativen Basis nach wie vor großes Ansehen. "Ich liebe Donald Trump, den besten Präsidenten der Vereinigten Staaten", sagte die 57-jährige Laura Benas am Samstag bei der Kundgebung in Wellington. Sie zeigte sich überzeugt, dass Trump die Wahl vom 3. November gewonnen habe und durch massiven Wahlbetrug um eine zweite Amtszeit gebracht worden sei.

"Die Korruption ist in der US-Regierung so tief verankert, dass ein Nicht-Politiker (Trump) wirklich keine Chance hat", sagte Benas. Sie hoffe, dass Trump 2024 erneut antrete. Der Trump-Anhänger Philip Mesi sagte, der Ex-Präsident sei "absolut" der beste Kandidat für 2024. "Ich bin sicher, dass er gewinnen wird."

Kommentare (6)
gehtso
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Vorschlag an die KLZ:

eigentlich will man über diesen Typen gar keine Berichte mehr lesen, es ist so wohltuend, seit Jänner über die Aktivitäten eines Joe Biden zu erfahren, einem Vollprofi in Sachen Politik.
Vielleicht kann man sich darauf einigen, dass über Trump nur mehr dann berichtet wird, wenn er vor Gericht steht!

KleineZeitung
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Antwort

Wir schulden unseren LeserInnen verlässliche und relevante Informationen und die liefern Ihnen unsere KollegInnen auch täglich, daher berichten wir auch über diese Neuigkeit.

argus13
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Rettet

die Welt vor Trump - er hat genug Schaden angerichtet und sollte lieber Golf spielen, solange er nicht verurteilt wird.

gehtso
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ich vertraue

auf die amerikanische Justiz, es sollte sich doch wirklich ausgehen, dass bis 2024 die ersten Urteile gesprochen sind.

bond007
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Ich sag nur

LOL.

Carlo62
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Bis dahin…

…wird er doch hoffentlich schon wegen zahlreicher Steuervergehen rechtskräftig verurteilt sein.