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Zeichen stehen auf KriegHamas-Chef Ismail Haniyeh will von einem Einlenken nichts wissen

Die Fronten zwischen Israel und der Hamas sind vollkommen verhärtet, beide Seiten lehnen einen Waffenstillstand ab. Ismail Haniyeh, Chef des politischen Arms der Hamas, galt einst als Pragmatiker.

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© AFP
 

Wer seine Freunde sind, steht fest: Der Kommandeur der iranischen Al-Kuds Brigaden sicherte Ismail Haniyeh kürzlich uneingeschränkte Unterstützung zu. Wer der Feind ist, ist auch klar: Haniyeh, seit 2017 Chef des politischen Büros der Hamas, ist im Konflikt mit Israel in die nächste Eskalationsstufe eingetreten. Die Zeichen stehen auf Ausweitung des Krieges, auf beiden Seiten regnet es Raketen auf Zivilisten. „Wir werden den Widerstand nicht aufgeben. Was jetzt passiert, ist eine Ehre für unsere Nation“, sagt Haniyeh nach dem Abschuss von mehr als 1000 Raketen auf Israel.

Eigentlich gilt Haniyeh, der 1962 im Flüchtlingslager asch-Schati im Gazastreifen geboren wurde und an der Islamischen Universität Gaza arabische Literatur studierte, als eher pragmatischer Vertreter der Hamas, die von Israel, der EU und den USA als Terrororganisation eingestuft wird. 2006 deutete Haniyeh seine grundsätzliche Bereitschaft zur Anerkennung Israels an für den Fall, dass sich Israel auf die Grenzen von 1967 zurückzieht und ein Rückkehrrecht für palästinensische Flüchtlinge festgeschrieben würde. Doch nach heftigen Protesten innerhalb der Hamas relativierte er seine Haltung und sprach sich für Terror aus. Auch jetzt machen die Hardliner Druck.

Kommentare (7)
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komi50
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komi50
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Feuerwerkskörper gegen gezielte Vernichtung...Ganz anders

ist die Realität: die Netanjahu-Hamas-Achse(Jawohl!) macht jetzt den idiotischen Krach in Gaza . Ablenken soll es vom Konfliktherd Jerusalem , wo die etnischen Vertreibungen und Delogierungen die Ursache der Unruhen waren, und von der weiteren Entwicklung im Westjordanland (Wahlen, laufend Grund und Bodenraub durch Siedlerproblem), wo die Abbas-Fatah am Werk ist,und die Hamas als Gegner im Machtkampf um die Palästinenserführung hat....
Die Israelis und Netanjahu können locker weitermachen und feiern anfangen, wir klatschen schon jetzt aufmuntern zu.....dass dabei die Falschen ins Gras beissen macht bestenfalls ein murmeliges Gefühl in der Magengrube...sonst gehts uns aber gut.....

KarlZoech
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@ komi50: Vielem in Ihrem Posting kann ich zustimmen.

Jedoch: Feuerwerkskörper? Das ist wohl eine völlig daneben gehende Verharmlosung der tödlichen Raketen, wovon die Hamas schon tausende Richtung Israel abfeuerte.

komi50
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Wortwahl um den Unterschied

zwischen Vernichtungsgewalt und Präzision besser zu definieren. Was haben diese dreiausend(!!) Raketen bisher angerichtet im Vergleich? Angst und Schrecken ja , aber Vernichtungsgewalt..??

KarlZoech
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@ komi: Dass Israels Armee technisch hochgerüsteter ist und das Kriegshandwerk noch besser kann als die Hamas,

das ist schon so. Doch eben weil auch die Raketenabwehr Israels ("Iron dome") sehr effizient und treffsicher ist, nur deshalb sind die Schäden und Menschenopfer durch die Hamas gering.
Und eines ist auch klar: Hätte die Hamas nicht mit der Beschießung Israels begonnen, wäre in Gaza niemand zu Schaden gekommen. Israel hat nicht begonnen, Israel wehrt sich.

Ein anderes Problem sind diese Enteignungen in Ostjerusalem und die Landnahme in den Palästinensergbieten durch die orthodoxen jüdischen Siedler: Da sehe ich das Recht auf der palästinensischen Seite.

KarlZoech
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Dieser Herr Hanieh, Chef der Mörderbande Hamas, wird wohl bald gar nichts mehr wissen können;

dann nämlich, wenn ihn eine israelische Bombe ins Jenseits befördert hat.

Und nein: Ich spreche Netanyahu sicher nicht heilig. Doch wenn die Hamas, welche jeglichen Kompromiss ablehnt, hunderte und tausende Raketen Richtung Israel schießt, dann dürfen sich die Hamas und der Herr Haniyeh nicht wundern, wenn Israels Armee konsequent vorgeht. Und die israelischen Armee kann das gut. Wäre es nicht so, würde Israel als Staat nicht mehr existieren.

GordonKelz
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Solange er und seine Familie einigermaßen

SICHER sind.... gibt es kein " EINLENKEN "
Alles niedergebombt bis nichts mehr steht, wird alles auch mit Hilfe Österreich s und vielen anderen Staaten wieder aufgebaut...
Gordon Kelz