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Impfung Kurz lehnte gemeinsame Beschaffung mit Israel ab

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) hat ein Angebot Israels vom Mai, Corona-Impfstoffe gemeinsam zu beschaffen, abgelehnt. Das berichtet die "Financial Times" am Montag.

© AP
 

Aus dem Bundeskanzleramt hieß es dazu auf Twitter, dass dies aufgrund der EU-internen Einigung vom Juni erfolgt sei, Impfstoffe gemeinsam zu beschaffen.

Laut dem Zeitungsbericht hatte Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu Kurz damals angeboten, gemeinsam Impfstoffe zu bestellen. Nach Informationen der APA hatte es im Frühjahr im Rahmen der so genannten "First-Movers"-Gruppe (Österreich, Israel, Tschechien, Australien, Neuseeland, Dänemark, Griechenland und Norwegen) Überlegungen gegeben, gemeinsam Impfstoff zu beschaffen. Ähnliche Initiativen gab es zu dieser Zeit auch in anderen Ländern, etwa bezüglich einer möglichen Impfallianz Deutschlands mit einigen anderen EU-Staaten. Doch als im Juni die Einigung erzielt wurde, gemeinsam über die EU-Kommission Impfstoffe zu bestellen, verpflichteten sich die EU-Mitgliedsstaaten auch, keine separaten Verträge mit den betroffenen Firmen mehr abzuschließen.

Eine Ausnahme gibt es allerdings für Impfstoffe, die nicht EU-weit von der EU-Arzneimittelbehörde EMA zugelassen sind: Hier können nationale Behörden eine Notfallzulassung aussprechen. In so einem Fall übernimmt der Staat weitgehend die Haftung für etwaige Impfschäden. Die EMA spricht wiederum so genannte bedingte Zulassungen aus, wo der Hersteller für die Schäden haftet. Auf dem Weg der Notfallzulassung hat Ungarn jüngst zusätzlich zu den EU-Impfstoffkontingenten die Verimpfung von Vakzinen aus Russland (Sputnik V) sowie aus China (Sinopharm) erlaubt. Ähnliche Überlegungen äußerte zuletzt auch der tschechische Premier Andrej Babis.

Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán hatte sich am Wochenende selbst mit dem Vakzin von Sinopharm, einem Vakzin aus der Gruppe der inaktivierten Impfstoffe, immunisieren lassen. Kurz pocht hingegen eher auf eine schnellere Impfstoff-Zulassung durch die EMA. Die Behörde will Mitte März über die Zulassung für das Vakzin von Janssen-Cilag (Johnson&Johnson) entscheiden, von dem bereits eine Impfdosis für eine Vollimmunisierung ausreichen soll.

Bisher sind in der EU die Vakzine von Biontech/Pfizer, Moderna und AstraZeneca zugelassen. Die erste Zulassung erfolgte am 21. Dezember. Israel begann mit der Corona-Impfung bereits am 19. Dezember 2020. Mittlerweile sind rund die Hälfte der Israelis mindestens einmal geimpft.

Kurz reist am kommenden Donnerstag gemeinsam mit der dänischen Ministerpräsidentin Mette Frederiksen nach Israel. Bei den Gesprächen mit Ministerpräsident Netanyahu soll es vor allem um eine Kooperation bei der Erforschung und Herstellung von Impfstoffen gehen.

Kommentare (9)
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duerni
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Sind wir den Lemminge, dass wir in Untätigkeit verharren, weil sich die EU nicht bewegt.......

Verlangt die EU von ihren Mitgliedsstaaten "Treue bis in den Tod"?
Es MUSS erlaubt sein, erkannte Fehler selbst auszubessern.
Herr Kurz, "Zuerst kommt Österreich", das sollten sie verinnerlichen!
Dass sie mit Israel nicht "gemeinsame Sache" machen wollen - daran kann es wohl nicht liegen.

Amadeus005
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Nur weiter so Kurzer mit dem Besserwisser

Irgendwann wird es der EU reichen und Österreich wird nicht einmal mehr was von der EU-Quote bekommen.

Landbomeranze
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Sie meinen die Brüsseler Sesseldrücker

könnten sich revanchieren, dass ihnen Menschen wie Kurz in den Hintern treten, damit sich wenigstens irgend etwas in der Schläferzentrale bewegt? Die sind nicht umsonst von den Nationalstaaten dort hin abgeschoben worden. Ist ja der Treppenwitz der Geschichte, dass die so gescholtenen Briten weit, weit fortgeschrittener bei den Impfungen sind, als alle EU- Staaten zusammen. Wer Brüssel vertraut, hat schlecht gebaut.

Apulio
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Impfung nicht so schnell

aber dafür einen grünen Impfpass?

umo10
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Der Deal war basti wohl zu heiss

Jetzt wäre er wohl berühmt. Er hätte ja auch können Wirecard-Aktien kaufen 😜

SoundofThunder
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🤔

Wird interessant wie lange die Message Control diesen Artikel stehen lassen wird.

ronny999
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Pecunia non olet -

dies hat Heinzi schon bei der Parteikassa mit seinen Spesen bewiesen, falls die Behauptungen seiner Exparteifreunde stimmen - die Freunde werden es schon wissen, lassen ja auch kostenlos Zäune bauen ua.-

Karin1238
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Impfmisere

Im Juni auf EU Ebene geeinigt und warum erst im November bestellt?

Carlo62
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Weil es vor November...

...noch keine Sera bzw. keine Zulassungen gegeben hat?