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Nach Kapitol-ErstürmungSpitzen protestantischer Kirchen fordern Trumps Rücktritt

Offener Brief an Vizepräsident Pence: Sicherheit der USA und der Regierungsinstitutionen gefährdet.

Bischof der anglikanischen Episkopalkirche
Bischof der anglikanischen Episkopalkirche © APA/AFP/POOL/STEVE PARSONS
 

Führende Kirchenvertreter in den USA haben Präsident Donald Trump nach dem Sturm auf das US-Kapitol in der vergangenen Woche zum sofortigen Rücktritt aufgefordert. In einem am Freitag Ortszeit verbreiteten Offenen Brief an den US-Vizepräsidenten Mike Pence werfen die Unterzeichner Trump vor, mit seinen "Handlungen und Worten" die Sicherheit der USA und der Regierungsinstitutionen gefährdet zu haben.

In dem Brief heißt es laut Kathpress weiter, der Präsident habe "einen gewalttätigen, tödlichen, aufrührerischen Mob-Angriff" auf das Kapitol angestiftet. Trump hatte seine Anhänger während der Ausschreitungen zwar aufgefordert, friedlich nach Hause zu gehen, sie zuvor jedoch auch zu Protesten ermuntert.

Gesetzliche Wege finden

Sollte Trump nicht freiwillig gehen, müssten gesetzliche Wege gefunden werden, seinen Rücktritt zu bewirken, heißt es in dem Schreiben. Zudem müssten diejenigen zur Verantwortung gezogen werden, die die Behauptungen des Präsidenten über gefälschte Wahlen verbreiteten.

Zu den Unterzeichnern zählen der Präsident des ökumenischen Nationalen Kirchenrates, Jim Winkler, die leitende Bischöfin der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Amerika, Elizabeth Eaton, der leitende Bischof der anglikanischen Episkopalkirche, Michael Curry, sowie Franklyn Richardson, der Vorsitzende der Konferenz nationaler schwarzer Kirchen. Katholische Vertreter sind nicht unter den Unterzeichnern.

Religion in Amerika

51 Prozent der Amerikaner sind evangelikale Protestanten (26 Prozent), Protestanten (18 Prozent) oder Angehörige der schwarzen Kirche (7), 24 Prozent sind Katholiken. 17 Prozent sind ungebunden (Atheisten, Agnostiker, kein besonderer Glaube).

Am Mittwochnachmittag hatten Hunderte Unterstützer von US-Präsident Trump das Kapitol in Washington gestürmt. Fünf Menschen starben, weitere wurden teils schwer verletzt.

Kommentare (2)
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picciona1
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ui, gibts bei uns nicht eigentlich die trennung von kirche und staat?

die kirchenvetreter sollen das wort gottes verkünden, und sonst nichts.
danke

levis555
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@piccional war darf dann den Ethikunterricht abhalten?

Sollen die dann bloss wieder über Religion reden dürfen?