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PorträtOlaf Scholz oder: Merkel auf männlich

Der deutsche Finanzminister und Vizekanzler Olaf Scholz geht für die SPD ins deutsche Kanzlerschaftsrennen.

Demaskiert sich selbst: Scholz tritt an
Demaskiert sich selbst: Scholz tritt an © (c) AFP (TOBIAS SCHWARZ)
 

Es gibt dieses böse Wort vom „Scholzomat“. Jan Roß von der „Zeit“ hat es 2003 geprägt und sollte Olaf Scholz’ mechanische und monotone Redekunst als SPD-Generalsekretär aufs Korn nehmen. Der Hamburger kommt im besten Sinn der klischeehaften Zuschreibung eines Hanseaten nach – wortkarg, dröge, nüchtern, sachlich. Doch Scholz kann auch witzig sein, es ist nur nicht dieser öffentliche Brachialhumor eines Markus Söder. Scharfzüngig beschreiben ihn Mitstreiter im geschlossenen Kreis. Schon deshalb zeichnen sich für den Kampf ums Kanzleramt 2021 spannende Duelle ab. Scholz jedenfalls hat für die SPD die K-Frage früh beantwortet und damit die Union unter Zugzwang gesetzt. Der Finanzminister, Vizekanzler und Koalitionspartner von Angela Merkel wird als Spitzenkandidat in die Wahl zum Bundestag ziehen.

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