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Ringen um Top-JobsGipfel unterbrochen: "Es wird eine lange Nacht"

Der Niederländer Frans Timmermans wird als Topfavorit für die Nachfolge von Jean-Claude Juncker als Präsident der Europäischen Kommission gehandelt. Doch der Widerstand gegen ihn ist groß, wie sich am Sonntagabend zeigte.

NETHERLANDS-EU-POLITICS-ELECTIONS
Frans Timmermans © APA/AFP/ANP/ROBIN VAN LONKHUIJSE
 

Im Personalpoker um die Besetzung der wichtigsten EU-Posten hatte sich am Sonntagnachmittag in Brüssel - scheinbar - eine Vorentscheidung abgezeichnet. Der Niederländer Frans Timmermans wurde als Topfavorit für die Nachfolge von Jean-Claude Juncker als Präsident der Europäischen Kommission gehandelt. Doch vor allem in den osteuropäischen EU-Mitgliedsstaaten stößt Timmermans wegen seines Einsatzes für den Rechtsstaat auf heftige Ablehnung. Es wurde damit gerechnet, dass vor allem Polen und Ungarn beim EU-Gipfel am Abend in Brüssel Widerstand gegen Timmermans leisten würden. Doch der Gipfel startete mit einer mehr als dreistündigen Verspätung erst gegen 21.30 Uhr. Und wurde dann um 23.30 Uhr auch gleich wieder unterbrochen.

Kommentare (3)

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Lamax2
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EU soll möglichst geeint bleiben!!

Deswegen weg mit Timmermans, denn er hat nicht die Mehrheit und stammt von einer Parteienfamilie, die die Orientierung verloren hat. Unsere Bundeskanzlerin könnte sich ruhig auch äußern, oder ist den Österreichern alles egal.

KarlZoech
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@ Lamax2: Auch Weber hat keine Mehrheit - also keine absolute Mehrheit -

im Europäischen Parlament. Wer auch immer, er oder sie braucht also die Zustimmung von zwei anderen Parteienfamilien. Es gibt außer Timmermans (der durchaus die nötigen Fähigkeiten hat) noch andere geeignete Kandidaten und -innen, z.B. Frau Vestager, welche auch eine sehr gute Kommisionspräsidentin abgäbe.

Im Übrigen ist die Idee, dass der Spitzenkandidat der stärksten Parteienfamilie Kommissionspräsident wird eine informelle Absprache, aber nicht geschriebenes Recht. Das ist auch im österreichischen Nationalrat und in unseren Landtagen so.

Lamax2
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Schon klar,...

..aber vernunftmäßig würde keinem Vertreter der sozialistischen Parteienfamilie, die insgesamt keinen "Schwung" mehr hat, so einen Posten geben.