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Putin warnt"Unsere Raketen werden USA ins Visier nehmen"

In seiner jährlichen Ansprache vor dem Parlament kündigte Russlands Präsident Wladimir Putin den Bau neuer Waffen an.

RUSSIA-POLITICS
© APA/AFP/ALEXANDER NEMENOV
 

Der russische Präsident Wladimir Putin hat in seiner jährlichen Ansprache vor dem Parlament am Mittwoch mitgeteilt, die Arbeit am Bau neuer Waffen fortzusetzen. "Unsere Raketen werden die USA ins Visier nehmen und nicht nur Länder, in denen US-Raketen stationiert sind", meinte Putin weiter. Russland sei jedoch keine direkte Bedrohung für die USA, sondern suche freundschaftliche Beziehungen.

"Imaginäre Vorwürfe"

"Wir wollen keine Konfrontation", so Putin. Die USA würden jedoch "imaginäre Vorwürfe" zum Ausstieg aus dem INF-Abrüstungsvertrag nutzen.

Anfang des Monats waren zunächst die USA und dann auch Russland aus dem INF-Abrüstungsvertrag ausgestiegen. Das Abkommen verbietet landgestützte Raketen und Marschflugkörper mit einer Reichweite zwischen 500 und 5.500 Kilometern, die Atomsprengköpfe tragen können. Die USA und die NATO werfen Russland vor, mit seinem Marschflugkörper 9M729 gegen das Abkommen zu verstoßen. Moskau bestreitet dies.

Putin verspricht bessere Lebensbedingungen

Unter dem Eindruck sinkender Zustimmungswerte hat Russlands Präsident Putin der Bevölkerung eine baldige Verbesserung der Lebensbedingungen versprochen. "Wir können nicht warten, die Situation muss sich jetzt bessern", sagte Putin am Mittwoch in seiner jährlichen Rede vor dem Parlament.

"Noch in diesem Jahr sollten die Verbesserungen zu spüren sein", kündigte er vor beiden Häusern des Parlaments an. Putin nannte eine Reihe von Maßnahmen, mit denen der Lebensstandard in Russland verbessert werden soll, und sprach dabei auch die sinkende Geburtenrate an. Unter anderem soll es Zuschüsse für Kinder und Steuersenkungen für große Familien geben. "Das Prinzip sollte sein: Je mehr Kinder, desto weniger Steuern", sagte Putin. Mit Blick auf die Bevölkerungsentwicklung durchlebe Russland derzeit eine "schwierige Phase".

"Die Einkommen der russischen Familien sollten natürlich steigen", sagte Putin. Viele Russen sind verärgert über die wachsende Armut im Land. Eine von Putin vorangetriebene Pensionsreform, mit der das Pensionseintrittsalter angehoben wurde, ließ die Zustimmungsraten für den Präsidenten sinken. In einer Meinungsumfrage des unabhängigen Levada Center im Jänner lag die Zustimmung für Putin bei 64 Prozent, die niedrigste in den vergangenen fünf Jahren.

 

Kommentare (2)

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weinsteirer
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3
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upps!

war das bislang noch nicht so?

hgw22
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0
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Schon witzig, an allen Regierungsfreundlichen Sendern in RU wird laufend von den großartigen Erfolgen des Zwergrussen berichtet.

Und jetzt das, die Bevölkerung verarmt! Für mich keine Überraschung denn Hinweise darauf gibts genug. Für jene die mit offenen Augen durch Rußland reisen. Warum wollen alle Flüchtlinge nach Europa und niemand nach RU oder China. Geschätzte 10 Millionen russ Frauen suchen nach Männer im Westen. Hunderttausende habens schon geschafft. Man könnte das eine Abstimmung mit den Füssen nennen.
Herr Putitn soll mit guten Beispiel vorangehen und seine im Ausland liegenden Privatmilliarden im eigenen Land anlegen.
ein Beispiel: Banken aus Novosibirsk haben in Wien Firmen gegründet, die hier in Immobilien investieren. Da sie nahezu jeden Preis bezahlen, tragen sie auch zur Wohnungsnot und den steigenden Preisen bei.