Bitte warten - Ihr Zugang wird eingerichtet.

Nach US-WahlTrump bietet Demokraten die Zusammenarbeit an

Donald Trump gab sich am Mittwoch versöhnlich: Er gratulierte den Demokraten zur Mehrheit im Repräsentantenhaus und bot die Zusammenarbeit an. 2020 geht er mit Mike Pence ins Präsidentschaftsrennen.

US-POLITICS-TRUMP
© APA/AFP/MANDEL NGAN
 

Nach dem Sieg der US-Demokraten bei der Wahl zum Repräsentantenhaus hat Präsident Donald Trump der Oppositionspartei die Zusammenarbeit angeboten. "Hoffentlich können wir alle im kommenden Jahr zusammenarbeiten", sagte Trump am Mittwoch bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus.

Er gratulierte der demokratischen Fraktionschefin Nancy Pelosi dazu, dass ihre Partei die Mehrheit in der Kongresskammer gewonnen hat.

Trump reklamierte zugleich einen historischen Sieg im US-Senat für sich und seine Republikaner reklamiert. Die Republikaner bekämen im Senat voraussichtlich mindestens drei Sitze hinzu. Das sei seit den Zeiten von John F. Kennedy keinem US-Präsidenten mehr bei seinen ersten Zwischenwahlen gelungen.

Trump verwies darauf, dass sein Vorgänger Barack Obama bei gleicher Gelegenheit sechs Senatssitze eingebüßt habe. Trump erklärte, die Demokraten hätten dank großzügiger Parteispenden im Wahlkampf einen finanziellen Vorteil gehabt. Zudem erhob er seine üblichen Vorwürfe gegen die Medien.

Bei der nächsten Präsidentschaftswahl 2020 will Trump mit seinem Vize Mike Pence ins Rennen gehen. Pence habe diesem Vorschlag bereits zugestimmt.

An seinem Mauer-Projekt an der Grenze zu Mexiko will der US-Präsident festhalten. "Wir brauchen die Mauer", sagt er. Er schließt im Streit um die Finanzierung des Bauwerks einen Regierungsstillstand nicht aus.

Die Demokraten warnte Trump vor möglichen Ermittlungen gegen ihn: "Sie können dieses Spiel spielen, aber wir können es besser."

Bei Infrastrukturprojekten und Medikamentenpreisen setzt Trump auf die Zusammenarbeit mit der Opposition. Er hoffe, mit den Demokraten bei diesen Themen zu kooperieren, sagt er bei der Pressekonferenz.

Trumps Republikaner hatten bei den Wahlen am Dienstag ihre Kontrolle über das Repräsentantenhaus an die Demokraten verloren, ihre Mehrheit im Senat aber behauptet. Sie haben wie bisher 51 der 100 Sitze sicher. Es könnten noch mehr werden, weil außer in Florida und Mississippi auch die Rennen in Arizona und Montana offen sind.

Kommentare (1)
Kommentieren
SoundofThunder
0
4
Lesenswert?

🤔

Hat er realisiert dass es ihm wie Obama gehen wird? Bekommt er weiche Knie? Tja,die Zeit der absoluten Herrschaft ist vorbei! Und das ist gut so!!