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Mit Karlspreis ausgezeichnetMacron: Europäer müssen Stärke zeigen

Verleihung des Karlspreises in Aachen an Emmanuel Macron: "Kraftvolle Vision von einem neuen Europa". Merkel zu Macron: "Du sprühst vor Ideen!"

Emmanuel Macron © AP
 

Der französische Staatspräsident Emmanuel Macron hat  für seine Verdienste um die europäische Einigung heute im deutschen Aachen den Internationalen Karlspreis erhalten. Das Karlspreis-Direktorium würdigt Macrons „kraftvolle Vision von einem neuen Europa“ und seinen Kampf gegen Nationalismus und Isolationismus.

Ausgezeichnet wird Macron als mutiger Vordenker für die Erneuerung des europäischen Traums, wie es in der Begründung hieß.

Der Preis würdigt auch Macrons "leidenschaftlichen" Kampf gegen Nationalismus und Isolationismus. Macron sei der derzeit größte Impulsgeber des heutigen Europas, sagte Aachens Oberbürgermeister Marcel Philipp (CDU) am Donnerstag bei der Preisverleihung.

Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel hielt beim Festakt im Aachener Krönungssaal die Laudatio. Merkel würdigte Macrons Begeisterung, Einsatz und Courage. "Du sprühst vor Ideen und hast die europapolitische Debatte mit neuen Vorschlägen neu belebt", sagte Merkel. Die Auszeichnung solle nicht nur Bestätigung für den richtigen Weg sein, sondern auch Bestärkung und Ansporn, den Weg zuversichtlich weiterzugehen. "Ich freue mich, auf diesem Weg mit Dir gemeinsam arbeiten zu können", sagte Merkel.

Macron in seiner Dankesrede

Vor dem Hintergrund der Eskalation im Nahen Osten hat Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron die Europäer zu Stärke und Einigkeit aufgerufen. "Seien wir nicht schwach", sagte der 40-Jährige am Donnerstag in Aachen. Er bekam dort den Karlspreis für sein europäisches Engagement verliehen.

Europa müsse eine eigene Souveränität aufbauen und dürfe seinen Kurs nicht von anderen Mächten bestimmen lassen. Mit Blick auf die Reaktion großer europäischer Länder auf den Ausstieg der USA aus dem Atomabkommen mit den Iran sagte Macron: "Wir haben uns entschieden, Frieden und Stabilität im Nahen und Mittleren Osten zu schaffen." US-Präsident Donald Trump hatte am Dienstag den Rückzug der USA aus dem Atomabkommen sowie neue Sanktionen gegen den Iran angekündigt. Die EU will die Sanktionen aber ausgesetzt lassen. Sie versucht, die wirtschaftlichen Folgen der US-Sanktionen für den Iran zu begrenzen.

Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel hat angesichts der Entfremdung zwischen Europa und den USA einen engeren Zusammenhalt in der Europäischen Union angemahnt. "Es ist nicht so, dass die Vereinigten Staaten von Amerika uns einfach schützen werden", sagte Merkel bei der Preisverleihung in Aachen. Vielmehr müsse Europa "sein Schicksal selbst in die Hand nehmen". "Das ist die Aufgabe der Zukunft", sagte Merkel. Europas Stabilität hänge bei der Außen- und Sicherheitspolitik von der Fähigkeit ab, "gemeinsam zu handeln und mit einer Stimme zu sprechen", sagte Merkel. Es gebe diesbezüglich zwar Fortschritte. "Aber seien wir ehrlich: Bezüglich der gemeinsamen Außenpolitik steckt Europa noch in den Kinderschuhen."

Den Deutschen warf Macron vor, von Budget- und Handelsbilanzüberschüssen besessen zu sein. "In Deutschland kann es nicht einen ewigen Fetischismus für Haushalts- und Handelsüberschüsse geben, weil sie auf Kosten der anderen erzielt werden", sagte Macron am Donnerstag, nachdem er in Aachen den Karlspreis für seine Verdienste um Europa erhalten hatte. Zugleich warb Macron erneut für ein eigenes Budget der Eurozone. "Ich glaube an ein viel ehrgeizigeres europäisches Budget. (...) Ich glaube an eine stärker integrierte Eurozone mit einem eigenen Haushalt", sagte er.

 Der Internationale Karlspreis zu Aachen wird seit 1950 für besondere Verdienste um die europäische Einigung verliehen. Er geht auf eine Initiative Aachener Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Kirche, Hochschule und Stadtverwaltung zurück. Traditionell wird die Auszeichnung zu Christi Himmelfahrt übergeben. Sie ist nach Karl dem Großen (747 o. 748-814) benannt, der Aachen zum Zentrum seines fränkischen Imperiums machte. Sein Reich erstreckte sich über einen Großteil Westeuropas. Der Frankenherrscher führte einheitliche Gesetze und Währung ein und wird oft als Vordenker des geeinten Europas verstanden. Der Preisträger 2017 war der britische Historiker Timothy Garton Ash. Zu den bisherigen Karlspreisträgern gehören auch Winston Churchill, Jean Monnet, Konrad Adenauer, Francois Mitterrand, Helmut Kohl, Vaclav Havel, Papst Johannes Paul II., König Juan Carlos I. von Spanien, Jacques Delors, Bill Clinton und Angela Merkel. Macron ist der 60. Preisträger.

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Unter den Festgästen: Spaniens König Felipe und Litauens Staatspräsidentin Dalia Grybauskaite Foto © APA/AFP/LUDOVIC MARIN

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Festgottesdienst im Aachener Dom Foto © APA/AFP/LUDOVIC MARIN

Staatspraesident Macron besucht Aachen
Händeschütteln in Aachen Foto © APA/dpa/Henning Kaiser

Frankreichs Präsidentenpaar Foto © AP

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Sager007
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Mocron Ideengeber

Auflösung der Arbeiterrechte, völkerrechtswidrige Angriffe, aber wie man im Hintergrund sieht reiht er sich im Konzert der GROSSEN Träger ein.......
M.S. aus Würselen für Arbeiterrechte
Tony Blair für Lybien
Bill Clinton für Mon. M

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Irgendeiner
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Ja, der sprüht vor Ideen und

liefert Erdogan Waffen, für einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg mit ethnischen Vertreibungen, wie die Deutschen auch, aber darüber redma besser nicht im großen Friedensprojekt,nicht.

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