Laut InsiderTrump will bald Milliardenzölle gegen China verhängen

Ziel seien der Technologie-Sektor, zudem gehe es um dem Schutz von geistigem Eigentum. Es könnten mehr als 100 Produkte betroffen sein. China warnt Trump.

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US-Präsident Donald Trump will Insidern zufolge milliardenschwere Zölle gegen China verhängen. Die Maßnahmen würden "in sehr naher Zukunft" erwartet, sagte am Dienstag ein hochrangiger US-Regierungsvertreter, der namentlich nicht genannt werden wollte. Ziel seien der Technologie-Sektor, zudem gehe es um dem Schutz von geistigem Eigentum. Es könnten mehr als 100 Produkte betroffen sein.

Eine zweite Person, die an den Diskussionen beteiligt war, sprach von Zöllen in Höhe von 60 Milliarden Dollar (48,77 Mrd. Euro). Die Maßnahmen würden sich nicht nur gegen die Technologie- und Telekom-Sektoren richten.

Trump hatte jüngst ungeachtet scharfer Kritik im In- und Ausland Schutzzölle auf Stahl- und Aluminium-Importe verhängt und damit Sorgen vor einem internationalen Handelskrieg ausgelöst.

Verletzung von geistigem Eigentum

Von den geplanten Zöllen gegen China hatte zuerst die Zeitung "Politico" unter Berufung auf Regierungsvertreter berichtet. Demnach könnten die Maßnahmen kommende Woche verhängt werden.

Hintergrund sei der Streit über die Verletzung von geistigem Eigentum durch China. In dem Bericht war ebenfalls von mehr als 100 Produkten die Rede. Demnach hatte US-Handelsvertreter Robert Lighthizer Trump ein Zölle-Paket im Umfang von 30 Milliarden Dollar im Jahr vorgeschlagen. Der Präsident habe sich jedoch für eine höhere Summe ausgesprochen. Eine Stellungnahme Chinas lag in der Nacht zum Mittwoch zunächst nicht vor.

China warnt Trump vor neuen Zöllen

China droht den USA im Falle neuer Handelsschranken mit entschlossener Gegenwehr. Sollte US-Präsident Donald Trump Zölle auf Waren aus der Volksrepublik verhängen, werde die Führung in Peking energische Maßnahmen ergreifen, sagte ein Sprecher des Außenministeriums am Mittwoch. Es gehe darum, Chinas rechtmäßige Handelsinteressen zu schützen.

Er betonte, die Handelsbeziehungen zu den USA sollten kein Nullsummenspiel sein, bei dem die Gewinne der einen Seite Verluste auf der anderen bedeuteten.

 

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