Unter DruckRamaphosa übernimmt nach Zumas Rücktritt

Nach langem Tauziehen hat Südafrikas Präsident Zuma aufgegeben: Mittwoch Abend hat er unter Druck seinen sofortigen Rücktritt erklärt.

Jacob Zuma © APA/AFP/ALEXANDER JOE
 

Südafrikas Präsident Jacob Zuma hat unter dem Druck der Regierungspartei ANC seinen sofortigen Rücktritt erklärt. Er sei stolz darauf, für den Afrikanischen Nationalkongress (ANC) gegen "Jahrhunderte Brutalität der weißen Minderheit" gekämpft zu haben, teilte er am Mittwoch mit. Mit dem Rücktritt kam Zuma (75) einem für Donnerstag geplanten Misstrauensvotum im Parlament zuvor.

Der seit 2009 amtierende Zuma sieht sich seit langem mit Korruptionsvorwürfen konfrontiert. Unter anderem geht es um ein milliardenschweres Rüstungsgeschäft während seiner Zeit als Vizepräsident in den 90er Jahren. Der 75-Jährige hatte sich zuletzt Aufforderungen seiner Partei zum Rücktritt widersetzt.

Außerdem wird Zuma für die schlechte wirtschaftliche Lage des Landes verantwortlich gemacht. Eigentlich wäre seine Amtszeit bis 2019 gelaufen. Der ANC befürchtet aber, bei der Wahl 2019 wegen Zumas Unbeliebtheit abgestraft zu werden. Nachfolger im Präsidentenamt soll nun der neue ANC-Vorsitzende Cyril Ramaphosa werden.

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