US-Präsident Donald Trump hat nach dem Angriff auf Venezuela und der Festnahme von Staatschef Nicolás Maduro den Anspruch auf die Vorherrschaft auf dem amerikanischen Doppelkontinent bekräftigt und auf die Monroe-Doktrin verwiesen. Auch den Begriff der „Donroe-Doktrin“ nutzt er. Doch was ist damit gemeint? In Anlehnung an Trumps Vornamen setzt sich die Bezeichnung „Donroe“ aus dem eigentlichen Namen der Doktrin „Monroe“ und dem Namen des Präsidenten „Donald“ zusammen.
Der Live-Ticker
Die US-Zeitung „New York Post“ hatte Anfang 2025 „Die Donroe-Doktrin“ (The Donroe Doctrine) getitelt und schöpfte den neuen Begriff. Zum Jahreswechsel griff die „Washington Post“ dies auf und schrieb: „Die Boulevardzeitung spielte damit auf den Präzedenzfall von 1823 an, als Präsident James Monroe die Ablehnung der jungen amerikanischen Republik gegenüber künftigen europäischen Einmischungen und Kolonialisierungen in ihrer Hemisphäre verkündete - bekannt als Monroe-Doktrin.“ Zuletzt wurde der Begriff vielfach auch von anderen Medien verwendet.
Monroe-Doktrin: Verhältnis zwischen USA und Europa
Die Monroe-Doktrin geht auf Präsident James Monroe (regierte 1817 bis 1825) zurück, wonach die USA in der Neuen Welt keinen Einfluss europäischer Mächte mehr dulden und den gesamten amerikanischen Doppelkontinent geopolitisch dominieren. Zugleich beschreibt sie die Neutralität und Politik des Nicht-Einmischens der USA in die europäischen Angelegenheiten.
Trump hatte bei einer Pressekonferenz nach dem Angriff auf Venezuela gesagt: „Die amerikanische Dominanz in der westlichen Hemisphäre wird niemals wieder infrage gestellt.“ Washington habe die im 19. Jahrhundert geprägte Monroe-Doktrin über die US-Vorherrschaft in den Amerikas vernachlässigt. Er fügte hinzu: „Wir haben sie ein Stück weit vergessen. Sie war sehr wichtig, aber wir haben sie vergessen. Wir werden sie nicht mehr vergessen.“