Es war von Anfang an klar, dass Ungarn bei jenem Teil der Schlusserklärung aussetzen würde, bei dem es um die Unterstützung der Ukraine ging. Das machte es letztlich für die anderen 26 EU-Länder etwas leichter, der Punkt konnte zügig abgehandelt werden: Sie bekräftigten „fortgesetzte und unverbrüchliche Unterstützung für die Unabhängigkeit, Souveränität und territoriale Unversehrtheit der Ukraine innerhalb ihrer international anerkannten Grenzen“ und hielten an ihrem Ansatz „Frieden durch Stärke“ fest. Begrüßt wurde ausdrücklich die gemeinsame Erklärung von Ukraine und USA nach dem Telefonat Trumps mit Putin – obwohl es aus Ratskreisen wenig später hieß, die Staats- und Regierungschefs hätten generell festgestellt, dass es „derzeit keine echten Verhandlungen“ gebe. Wolodymyr Selenskyj war diesmal per Video zugeschaltet, er hielt sich in Norwegen auf, nachdem er am Mittwoch in Finnland war. Er gab dem Gipfel einen detaillierten Einblick – über die jüngsten Angriffe der Russen, über die Besprechungen mit Washington und mögliche nächste Schritte.