Verkehrskommissar Apostolos Tzitzikostas soll morgen, Mittwoch, einen Plan vorlegen, wie man die Rahmenbedingungen für die europäische Autoindustrie besser gestalten kann. Im Vorfeld führte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen mehrere Abstimmungsgespräche mit der Branche durch, so auch gestern. Wie es dazu in Brüssel hieß, sollen die Hersteller zunächst einmal mehr Zeit zur Erreichung der Ziele bekommen, statt Jahresfrist sollen die Unternehmen nun drei Jahre Zeit haben, bevor sie wegen Nicht-Erreichung von Zielen mit Strafen rechnen müssen. Von der Leyen sprach von „mehr Pragmatismus“; Parlament und Rat würden sich dem kaum verschließen können. Die Flottengrenzwerte sind nicht zuletzt deshalb schwer zu erreichen, weil die Verbreitung von E-Autos schleppender läuft als prognostiziert. An den Klimazielen will Brüssel aber festhalten.
Autogipfel
EU gewährt Lockerung für die Autoindustrie
Korrespondentenbericht.
Die unter Druck geratenen Autobauer sollen mehr Zeit zur Erreichung der Klimaziele bekommen.
© AP/Aurelien Morissard