In eineinhalb Wochen, am 11. März, wird EU-Innenkommissar Magnus Brunner wie geplant neue Vorschläge für eine Adaptierung der Rückkehr-Richtlinie für abgelehnte Asylwerber vorlegen. Im Wochenend-Interview mit der „Welt“ konnte Brunner nun einen ersten Einblick in die Natur der Pläne geben. Brunner: „Derzeit verlässt nur etwa jede fünfte Person, gegen die eine Rückkehrentscheidung ergangen ist, die EU. Das ist nicht akzeptabel. Ich werde ein neues Gesetz vorschlagen, um ein europäisches Rückführungssystem zu etablieren. Dieses wird die Verpflichtung für Rückzuführende beinhalten, mit den Behörden zu kooperieren, und harte Konsequenzen, wenn sie dies nicht tun.“ Das Ergebnis, so der Österreicher, müsse ganz einfach das sein: „Wenn eine Rückkehrentscheidung ergeht, muss diese auch tatsächlich durchgesetzt werden.“