Ausländische Journalisten kutschierte das russische Militär gerne durch die westsyrische Provinz, schob sie in Festzelte, wo vermummte Kämpfer feierlich ihre Sturmgewehre ablieferten. Kinder schwenkten im Hintergrund eifrig Fähnchen mit dem Porträt Baschar al-Assads, danach plauderten die angeblich reuigen Terroristen entspannt mit syrischen Soldaten. Die syrische nationale Versöhnung, die Moskau 2019 veranstaltete, erinnerte an jene Freilichtbluffs, die man schon im Russland der Zarenzeit „Potemkinsche Dörfer“ nannte.