Wahlbetrüger am amerikanischen Volk und krimineller Verschwörer — oder ein unschuldig aus parteipolitischen Gründen Verfolgter? Im Prozess gegen den früheren Präsidenten und Immobilienmogul Donald Trump duellierten sich Strafverfolger und Verteidiger in ihren Schlussplädoyers am Dienstag. Es geht um 130.000 Dollar an die Pornodarstellerin Stormy Daniels, gezahlt, um in der Endphase des Wahlkampfs eine Affäre zu vertuschen, meint die Staatsanwaltschaft. Das sei eine illegale, da undeklarierte Wahlkampffinanzierung. Das Geld hat der einschlägig verurteilte frühere Trump-Anwalt Michael Cohen überbracht, heute Kronzeuge der Anklage. Im Kern geht es darum: Handelte Cohen auf eigene Faust oder auf Befehl von Trump.