Affäre MurggElke Kahr (KPÖ): "Ich weiß nicht, welcher Teufel ihn da geritten hat"

Zehn Fragen der SPÖ an KPÖ-Chefin Claudia Klimt-Weithaler, eine Aufforderung der ÖVP, sich von Werner Murgg zu distanzieren und eine Rücktrittsforderung der Neos: Der Flurschaden, den der kommunistische Landtagsabgeordnete mit seiner jüngsten Reise nach Belarus angerichtet hat, ist beträchtlich.

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Werner Murgg, Landtagsklubobfrau Claudia Klimt-Weithaler, Elke Kahr: "Es war ein Fehler."
Werner Murgg, Landtagsklubobfrau Claudia Klimt-Weithaler, Elke Kahr: "Es war ein Fehler." © Jürgen Fuchs
 

Der Bericht über die Reisen des KPÖ-Landtagsabgeordneten Werner Murgg in die Ostukraine und nach Weißrussland (Belarus) hatte über die Steiermark hinaus hohe Wellen geschlagen. Am Donnerstag nahm Murgg selbst dazu Stellung: Er distanziere sich vom Regime und dessen Präsident Lukaschenko. Die Grazer Stadträtin Elke Kahr, Siegerin des Wahlabends, distanzierte sich von jeder Nähe zum "Unrechtsregime" in Weißrussland und will noch das Gespräch mit ihm suchen.

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mahue
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Manfred Hütter: redet nicht über den Kommunismus und seinen Auswüchsen

Mein Vater wurde 1938 in Wismar an der Ostsee geboren. Kam mit meiner Großmutter 1947 mit 9 Jahren nach Österreich. Seine Familie mütterlicher Seite lebt und lebte die ganze Zeit ab 1949 bis zur Wende in der DDR. War mit meinem Vater, Mutter und Schwestern jedes Jahr ab 1959 (damals 1 Jahr alt) bis 1977 in den Sommerferien 3-4 Wochen in den Sommerferien zu Besuch bei den Verwandten und habe am Ostseestrand gespielt und erstmalig Salzwasser gespürt. Da keiner der ostdeutsche Familie keine Mitglieder der SED (sozialistische Einheitspartei Deutschlands) waren, hatten sie nur Nachteile, aber bis zur Wende halbwegs ihr Leben gemeistert. Bei der Gauck-Behörde im Archiv habe ich drei Ordner Stasiakten selbst gesichtet und gelesen. Ganz zu schweigen von den unmenschlichen Grenzkontrollen bei Ein-und Ausreise.
Kahr mag ein soziales Herz haben, aber den Namen der Partei sofort ändern, weil dieser ist in unserer Zeit nach den Erkenntnissen was im Ostblock geschah nicht mehr zeitgemäß!!!

Kyra323
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Bürgermeister

Diese Partei stellt den Bürgermeister!!!! Unfassbar!!! Was haben sich die Grazer dabei gedacht???

DergeerdeteSteirer
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Malen wir den Teufel nicht an die Wand, solche schwierigen Personen mit nicht zeitgemäßen Ideologieauffassungen gibt es da wie dort.

Despoten wie Murgg haben in einem demokratisch gewählten System nichts verloren, da gebe ich dem Hrn. Drexler diesmal vollkommen recht.

Fr. Kahr und ihre Kollegen können sich diese Eskapaden, welche durch solch Personen losgetreten werden, schlicht und einfach nicht leisten, das Wahlergebnis ist meines Erachtens durch eine Persönlichkeitswahl entstanden, deswegen muss Fr. Kahr dem entschlossen entgegentreten da alles andere ein Vertrauensmißbrauch wäre!
Murgg soll seine Wege beschreiten, jedoch seine Ämter unverzüglich verlassen und aus der Politikscene ausscheiden!

Horstreinhard
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„Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten!“ (Ulbricht)

"Für uns ist ganz klar, dass wir nichts mit Lukaschenko am Hut haben, auch nicht mit dem Regime. Es ist ein Unrechtsregime, eine Meinungsdiktatur, die den Menschen, die in Weißrussland leben, schwer schadet." (Kahr)

helmutmayr
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Vielleicht bat Kurz ihn Nachzufragen wo Alexander bleibt.

29.03.2019 | 10:08 | Die Presse

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) hat den Präsidenten Weißrusslands (Belarus), Alexander Lukaschenko, nach Österreich eingeladen. Er hoffe, dass dieser innerhalb des nächsten Halbjahres zu Besuch komme, sagte Kurz bei der gegenseitigen Begrüßung am Freitag in Minsk.

Also liebe ÖVP ler: vor der eigenen Türe kehren.

Er

neuernickname
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helmut - welchen Alexander meinst du denn da?

"Damit bekräftige er die Einladung von Bundespräsident Alexander Van der Bellen, die bereits auf diplomatischem Weg überbracht worden war, stellte das Bundeskanzleramt im Anschluss klar."

Ich denke man sollte Diplomatie auf höchster Ebene nicht mit Huldigungen verwechseln.

Merkel traf sich auch mit Putin - um Verträge unter Dach und Fach zu bringen und von der Leyen nahm auf dem Eselsbankerle Platz, während Miche grinsend neben Erdogan vor Stolz platzte.

Tuts net schwurbeln, GenosseInnen.......

helmutmayr
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Vielleicht bat Kurz ihn Nachzufragen wo Alexander bleibt.

29.03.2019 | 10:08 | Die Presse

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) hat den Präsidenten Weißrusslands (Belarus), Alexander Lukaschenko, nach Österreich eingeladen. Er hoffe, dass dieser innerhalb des nächsten Halbjahres zu Besuch komme, sagte Kurz bei der gegenseitigen Begrüßung am Freitag in Minsk.

Also liebe ÖVP ler: vor der eigenen Türe kehren.

Er

wjs13
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Wird noch lustig

zu erfahren welche Leichen die noch im Keller versteckt haben.
Wenn die Gorbi für einen Schwerverbrecher halten, der das Bauern- und Arbeiterparadies zerstörte, gibt es sicher noch einiges zu entdecken.
Das Demokratieverständnis der Kommunistenwähler ist ein ziemlich fragwürdiges.

zill1
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Gorbi

Bin kein Kommunist und täte diese Partei auch nie wählen ! Aber das euer geliebter GORBI Krieg und Elend über Teile Europas gebracht hat ist ja auch war ! Kriege in ex Jugoslawien, Kriege in der ex UDSSR ,tausende Tote und vertriebene ! Menschenhandel im großem stile ! Leute die an den Grenzen zum ex Ostblock leben die die Mauer herbeisehnen! Danke lieber GORBI

wjs13
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Die von Ihnen angeführten Gorbatschow Kriege sind totaler Unsinn

insbesondere der in Ex.Jugoslawien. Einzig in Aserbaidschan ließ er kurz intervenieren.
Er ist einer der Wenigen, die den Friedensnobelpreis zu Recht erhielten.

mtttt
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Sie irren sich

aber wie. Mit dem Krieg in ex Jugoslawien hatte er rein gar nichts zu tun. Er hat das Selbstbestimmungsrecht der Völker anerkannt. Eine historische Leistung, nur die Russen grämen ihm. Aber eigentlich ist es vergeudet jemandem zu antworten, der sich noch die Mauer zum ehemaligen Ostblock wünscht. Gehn's zum Kickl, da gibt es das Brett vor dem Kopf gratis.

UHBP
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Dumm gelaufen!

Hätten Türkisen die KPÖ eine Woche früher "angepatzt", wäre die Wahl vielleicht anders gelaufen :-)

neuernickname
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UHBP - vielleicht ist es aber auch ein Problem der Glaubwürdigkeit

Vielleicht ist "sozial sein" kein Maßstab an dem man die KPÖ messen sollte.
Sozial kann jeder sein, auch ein Rechtsradikaler.

Wer die KPÖ als "soziale Partei" missversteht, sollte darüber nachdenken, WARUM nach Lenin, Stalin, Pol Pot, Mao, Enver Hoxha, der Kim Dynastie - eigentlich ein Mensch in einem demokratischen Land - wo es genügend Alternativen gibt (Grüne, SPÖ oder Neos wenn man links sein möchte), der KPÖ beitreten muss, oder diese Partei wählen muss.

Das versteh ich nicht. Ich wäre übrigens auf Frau Kahr vielleicht auch reingefallen. Aber ich bin zum Glück 500 m südlich von Graz daheim.

Jetzt würde ich auf Frau Kahr nicht mehr reinfallen.

CIAO
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sagte (schrieb) ja schon

Kommunismus light gibts nicht:
... und wenn die liebe Frau Kahr noch so den Kommunismus versüsst

neuernickname
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Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass

Wenn Kommunisten was falsch machen, sinds keine Kommunisten mehr, damit die anderen Kommunisten so tun können, als seien sie eh keine Kommunisten.

Ich hoffe, dass die Sternschnuppe KPÖ wieder verglüht.

hansi01
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Liebe ÖVPler

Das war nicht die letzte Wahl wo ihr verloren habt. Schön langsam dämmert es beim Volk wie euer Messias und ihr wirklich tickt. Dem Kleinen nehmen und den Großen geben funktioniert nicht.

mtttt
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Jedes Schaf wird lieber vom Wolf der eigenen Wahl gefressen

Das war schon immer so, so wie es immer in der Menschheitsgeschichte eine führende und eine dienende Schicht gegeben hat. Insofern sind sich rechts- und linksextreme Strukturen ähnlich. Beiden ist gemein, dass die Freiheit des Individuums eingeschränkt ist und die Diener starker Repression ausgesetzt sind. Die abgehobene Bobo Führungsschicht der SPÖ hat ihre Herde verloren, die Schafe hat sich Kickl genommen, die ideologisch gefestigteren die KPÖ. Mir ist eine entwickelte Demokratie Schweizer oder nordischer Ausprägung lieber, und Selbstbestimmung. Unsere balkaneske Demokratie hat noch viel aufzuholen, insofern ist das Wahlergebnis als Wecker sinnvoll.

Jelineck
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Was

Hat das jetzt mit dem Beitrag zu tun?

Baldur1981
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spannend

Das sollte dann auch schon wieder genug sein. Dass die Kleine Zeitung jetzt krampfhaft in der Vergangenheit kramt, ist natürlich zu erwarten gewesen. Die selbe Aufregung hätte ich gerne gesehen, als Gudenus in Belarus war, als die FPÖ sich Putin angedient hat, als Kurz sich mit Lukaschenko getroffen hat, und natürlich bei allen Skandalen der FPÖ. Peinlich.

hbratschi
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die grazer kpö...

...ideologisch mit einem weißrussischen regime vergleichen zu wollen, das kann auch nur sehr frustrierten türkisen parteisoldaten einfallen. gleichzeitig aber den russen und vor allem den chinesen in den allerwertesten kriechen. aber das sind wahrscheinlich keine kommunisten, weil mit denen kann man ja vortrefflich geschäfte machen und schon gehören sie zur familie ...

SoundofThunder
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🤔 Die Türkisen vergessen halt zu gerne:

Der Kurze war ja selber in Belarus.

menatwork
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@Eiselsberg: Und ich fordere den sofortigen Rücktritt von BK Kurz

der Lukaschenko nicht nur ein paar Schi geschenkt hat, sondern dabei auch noch als Vertreter Österreichs aufgetreten ist.

Die Aufgeregtheit der ÖVP ist so falsch und bigott wie ihre Politik, man kann sich das mit den Phasen der Trauer erklären:

1: Nicht-Wahrhaben-Wollen.
2: Aufbrechende Emotionen.
3: Suchen und Sich-Trennen.
4: Neuer Selbst- und Weltbezug

Im Moment befinden wir uns offenbar erst in Phase zwei.

Reipsi
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Er war nicht in

Weißrussland, oder ?

menatwork
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Freilich war BK Kurz selbst in Weißrussland

"Minsk befindet sich auf einem guten Weg, sich stärker an der Europäischen Union zu orientieren, ohne dabei die guten Beziehungen zu Russland aufzugeben. Dieses erfolgreiche Konzept kann auch als Vorbild für andere Staaten in der Region dienen", sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz bei seinem Treffen mit dem weißrussischen Staatspräsidenten Alexander Lukaschenko.

winequeen
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Alle Parteien?

Nein die Grünen schweigen… sie wollen es sich ja nicht mit der heiligen Frau Kahr in Graz verscherzen 😂😂

notokey
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Wann...

... war er dort? Vor wenigen Tagen? Die "Großparteien" verlieren einen Wahlkampf sehr klar und beim Gewinner wird dann gegraben! Wenn die "Verlierer" der Wahl tatsächlich diese Meinung - wie im Text oben - vertreten, dann ist das Aufzeigen einer solchen Geschichte in Ordnung. Ist diese Reise jedoch nicht in den letzten 14 Tagen gewesen, dann ist es für mich ein "Suchen nach Verfehlungen. Und die ewige "Schlechtmacherei" zeigt nicht unbedingt von vertrauenswürdigem Charakter. Hat Frau Kneissl nicht Herrn Putin bei ihrer Hochzeit zu Gast gehabt? Diese Liste ließe sich sicher beliebig fortsetzen. Und ich denke nicht, dass jeder Politiker, der jemals bei einem Staatsbesuch in einem politisch ähnlichem Land war, in einem Fernsehinterview dem politischen Gegenüber gesagt hat, wie fragwürdig und menschenverachtend deren Politik ist, oder?

 
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