Folgen der PandemieImmer mehr junge Menschen kämpfen mit psychischen Problemen

Laut Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein hat jedes dritte Kind, jeder dritte Jugendliche derzeit Probleme mit der mentalen Gesundheit. Im Juli wurden Mittel für Psychotherapie und Co. aufgestockt.

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© APA/dpa-Zentralbild
 

Mentale Probleme haben zuletzt insgesamt und speziell wegen der Coronapandemie quer durch die Gesellschaft zugenommen. Die Pandemie hat psychischen Stress oft gesteigert, genauso wie die Einsamkeit mancher wegen Kontaktbeschränkungen. Besonders von psychischen Krankheiten betroffen sind ärmere Bevölkerungsschichten. Aber auch die Zahl von Kindern und Jugendlichen, die mit psychischen Problemen kämpfen, steigt, sagte Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) beim Forum Alpbach.

Corona und Maßnahmen gegen das Virus hätten die Ängste der Menschen in vielen Fällen gesteigert - "für sich selbst und ihre Lieben", sagte der Allgemeinmediziner und Politiker am Sonntagvormittag. Die Maßnahmen zum Schutz der physischen Gesundheit wie Kontaktbeschränkungen und Lockdowns seien aber alternativlos gewesen. Der psychische Stress sei dadurch aber oft angestiegen. Dazu kämen wirtschaftliche Folgen wie eine erhöhte Arbeitslosigkeit.

"Die psychosozialen Bedürfnisse der Bevölkerung dürfen nicht vergessen werden", sagte Mückstein Sonntagvormittag. Es gebe viele Herausforderungen im Gesundheitsbereich. "Wir müssen mentalen Krankheiten aber sicher eine spezielle Aufmerksamkeit widmen." Insgesamt würden zu wenige Betroffene psychologische Hilfe in Anspruch nehmen beziehungsweise bekommen. "Gründe dafür sind etwa ein Mangel an Wahrnehmung psychischer Erkrankungen und eine Stigmatisierung."

Jeder dritte Jugendliche

Die Zahlen von Betroffenen würden steigen, speziell bei Kindern und Jugendlichen. "Studien zeigen, dass sich die mentale Gesundheit in der Bevölkerung in der Zeit der Pandemie verschlechtert hat. Jedes dritte Kind, jeder dritte Jugendliche hat derzeit Probleme mit der mentalen Gesundheit", so der Minister. "Wir müssen sie so schnell wie möglich effektiv unterstützen.

Über die Sozialversicherung würden künftig pro Jahr um 20.000 Therapieeinheiten mehr durchgeführt werden können. Insgesamt bemühe er sich mit der ganzen Regierung darum, einen leichteren Zugang zu psychosozialen Diensten zu bewerkstelligen, etwa über sogenannte Clearing Center. Ein Fokus werde auf die junge Generation gelegt. Im Juli seien zusätzliche 13 Millionen Euro für mehr psychische Unterstützung für Jugendliche in verschiedener Ausprägungen fixiert worden, so Mückstein. Er erwähnte unter anderem sogenannte Clearing Center, die Psychotherapie und Telefonhotlines.

Kommentare (4)
Hildegard11
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Aha

Die armen Jungen werden psychologisch behandelt und die Alten sollen bis 80 arbeiten....so ein ewiges Gesudere....die Erwachsenen sollten halt Verantwortung und Vernunft vorleben.

andy379
16
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Due Jugend

musste aus Rücksicht auf die Gesundheit ihrer Eltern und Großeltern auf alles Verzichten. Zum Dank dafür würden die zuerst als Partytiger verunglimpft und werden jetzt mit den psychischen Folgen gelassen.

NIWO
3
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Diese Jugend musste auf nichts verzichten.

Hört auf mit dem Gejammer. Lasst euch impfen und dann passt es. Ich weiss echt nicht was schlimmer ist. Die Pandemie oder das ewige Selbstmitleid.

Sam125
1
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andy379,niemand musste wegen irgendjemanden in der Gesellschaft auf alles

verzichten! Wir hatten und haben seit 1 1/2 Jahren eine Pandemie und einzig und allein die Coronaleugner und Impfgegner können diese mit einer eingfachen Impfung beenden! Es muss uns allen bewusst gemacht werden,dass wir mit dem Virus leben werden müssen und NUR durch eine Impfung dagegen,wird wieder ein normales Leben wie vor der Pandemie möglich sein! Lasst euch endlich alle Impfen und unsere Kinder und Jugendlichen haben wieder ihr Leben zurück, wie es vor der Pandemie war! Schaut nach Dänemark und und auch nach Frankreich und hört endlich mit eurer unnötigen ich bin ich und die anderen sind mir egal Mentalität auf,denn das VIRUS können NUR wir ALLE GEMEINSAM eindämmen! Und dann werden sich die "Depressionen" der Jugendlichen auch wieder in Luft aufgelöst haben,da bin ich mir sicher!! Also lasst euch endlich Impfen, denn 80 % der Dänen sind geimpft und sie konnten daher auch ALLE Beschränkungen wegen Corona beenden!!