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Unterschiedliche IdeenMehr Jobs durch Teilen: Sind vier Tage Arbeit genug?

SPÖ und Grüne wälzen unterschiedliche Ideen, durch geringere Arbeitszeiten Jobs zu schaffen.

© Gina Sanders - Fotolia
 

Würden Sie auf einen von fünf Arbeitstagen verzichten, wenn dafür ein neuer Job geschaffen wird? Würden Sie es tun, wenn Ihnen, sagen wir, die Hälfte des entstandenen Gehaltsverlustes ersetzt würde? Oder sogar zwei Drittel?

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hakre
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!

Dann gibt es mehr schwarzarbeiter!

Carlo62
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Theoretisch würde eine kürzere Wochenarbeitszeit...

...mehr Arbeitsplätze schaffen. Das Problem liegt aber darin, dass man gar keine brauchbaren Handwerker findet, weil es diese am Arbeitsmarkt nicht gibt. Ich kenne genügend Handwerksbetriebe (Tischler, Elektriker, Dachdecker, Spengler u.v.m.) die händeringend gute Leute anstellen würden. Nur leider gibt es diese nicht. Daher bringt eine AZ-Verkürzung außer höhere Kosten für Handwerker gar nichts. Und diese Kosten würde dann wer bitte bezahlen, der Häuslbauer?

UHBP
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@carl...

Und warum bildet dann die Wirtschaft nicht genügend Facharbeiter aus? Einerseits keine Lehrlinge ausbilden aber dann jammern, dass es keine Facharbeiter gibt. Schon irgendwie seltsam

Carlo62
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@UHBP

Das liegt schon daran, dass es gar nicht genug geeignete Jugendliche gibt, die sich für einen Lehrberuf interessieren. Viele Jugendliche, die ihren Namen fehlerfrei schreiben können, glauben ja dass sie zu höhrem berufen sind, als zu einer Lehre. Dann gibt es Jugendliche, die sich für eine Lehrstelle bewerben, die können sich nicht einmal die Schuhe binden, zumindest kommen sie mit offenen Schuhbändern, zerrissenen Hosen und mit Metall im Gesicht, dass man fürchten muss, dass sie beim nächsten Magneten hängen bleiben. Versuchen Sie einmal, von Schulabgängern (!) die neun Bundesländer von Österreich abzufragen. Da bekommt man Antworten wie "Vorarlberg ist die Landeshauptstadt von Tirol" oder "der Großglockner ist in Wien" und so weiter. Und glauben Sie mir, das ist keine Satire sondern Tatsache!

lieschenmueller
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Wenn das so stimmt,

wie macht man diese Handwerksberufe wieder attraktiver?

langsamdenker
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@lieschenmueller

Durch die neue Mittelschule mal sicher nicht.
Und durch ständiges Draufdreschen auf "Studienabbrecher" auch nicht.

Solange die kernsche "Zivilgesellschaft" (mit den Dichtern und Denkern in der ersten Reihe) über Arbeiter die Nase rümpft, werden alle auf die Schulbank und dann in die Orchideenstudien drängen - oder in den überlaufenen Hörsälen genervt das Handtuch schmeißen (oder nach den Knock-Out Massenprüfungen).

Und solange Mittelbetriebe von Regelungen und Verordnungen überschwemmt werden, die den Großen keine Probleme bereiten, weil die sich die Anwälte leisten können um diesen Belastungstsunami umzuleiten, wirds auch mit der Bezahlung nicht wirklich klappen. Die Bürokratie frisst den Mittelstand. Mit Haut und Haaren.

lieschenmueller
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@langsamdenker

Die neue Mittelschule ist bezogen auf Stadt und Land unterschiedlich im Lernerfolg. War sie schon, als sie Hauptschule hieß.

Wer ist die "kernsche Zivilgesellschaft"? Warum genau rümpft jemand über Arbeiter die Nase? Also bei mir sind Sie da beim falschen Ansprechpartner. Was glauben Sie wo ich lebe und aufgewachsen bin? Mitten drin! Mit Hochachtung.

Der "Studienabbrecher" bei Kurz ist inetwa der "Taxifahrer" bei Faymann. Ich wüsste nicht, dass sich jemand bei - damals - Schwarz groß über diese Bezeichnung erregte. Wenn Kurz z.B. seine Studienrichtung abgeschlossen hätte, könnte er komplexere Angelegenheiten besser bewältigen als nur Sprechpuppe, gesteuert von wem auch immer, zu sein. Da schließe ich Wernerle genauso mit ein, rückblickend.

langsamdenker
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@lieschenmueller und noch eine Frage

Warum glauben Sie, dass jemand, der ein Jus-Studium abgeschlossen hat, deshalb "komplexere Angelegenheiten" besser bewältigen kann?

Weil er länger Gesetzestexte auswendig lernen musste?
(Ich hab auch eine Prüfung in Handelsrecht abgelegt in meinem - abgebrochenen- BWL-Studium - so intellektuell herausfordernd ist das nicht - Jus ist primär auswendiglernen und wissen, wo man nachschauen muss.)

lieschenmueller
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Es steckt eine geistige Entwicklung

zwischen Matura und Studienabschluss. Kurz ist auf der Stufe der Reifeprüfung geblieben und braucht unbedingt! seine Leute dahinter. Ohne die geht es nirgends in der Politik, das ja. Aber die Einschätzung deren Vorgaben steigen mit der Bildung.

langsamdenker
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@lieschemueller

Woher wissen Sie das? Kennen Sie Kurz persönlich? Wer sind denn die Leute hinter Rendi-Wagner oder Herbert Kickl?
Welche geistige Entwicklung hat den Kickl genommen oder Mag. Kern, der z.B. immer im "geschützten" Bereich gearbeitet hat. Der hat ein Publizistik-Studium und wurde Eisenbahnergeneral.

lieschenmueller
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Kern ist kein Unintelligenter und war ein hervorragender Rhetoriker,

stolperte wahrscheinlich über aus ihm nicht Wohlgesinnten aus der eigenen Partei und letztendlich ihm selbst.

Und nein, ich kenne keinen persönlich. Sie wahrscheinlich auch nicht. Falle aber auf Kurz nicht rein. Das muss mir als Ansicht zustehen, genauso wie Sie ihn hochheben.

Und es müsste doch alles paletti sein für Sie im weiteren Sinn. Er regiert und löst zur Zufriedenheit. Oder so.

langsamdenker
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@lieschenmueller

Ich heb keinen Kurz hoch - ich hab den im September nicht einmal gewählt, weil er uns die blaue Mitregentschaft beschert hat. Sollen doch die Roten mit den Blauen koalieren - die teilen sich ja auch die Wähler.

Wenn die Grünen nicht wieder den knallroten Koller bekommen oder wieder die Multi-Kulti-Fahne als Zukunft der Menschheit hissen (sondern sich mal wieder um ihr Kernthema die Ökologie kümmern) dann werde ich allerdings beim nächsten Mal den Grünen meine Stimme geben (so wie bei der Europawahl) - die Neos haben sich als Rohrkrepierer erwiesen. Durchdachtes und intelligentes Programm aber unterirdisches Personal (Brandstätter, Krisper, Schellhorn - letztklassig)

lieschenmueller
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Bei Grün* und "nicht mit Blau"

treffen wir uns gut, langsamdenker.

*Mit Menschen wie Kogler und VdB. Sympathie meinerseits.

langsamdenker
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@lieschenmueller

Ihnen ist Kerns "Zivilgesellschaft" Meldung nicht mehr erinnerlich. Oder sein Radlerfoto mit Sonnenbrille, wo er das "progressiv mittige" Zeitalter ausgerufen hat um zum seinem Vorbild Macron zu eilen, als grad die Arbeiter gegen Macron auf der Straße protestiert haben?

Von Kurz hab ich noch nichts negatives über die Arbeiter gehört - Kern hat die gleich mal aus dem politischen Diskurs ausgeschlossen und von der "Zivilgesellschaft" dahergelabert, die eine Antwort auf ein demokratisches Wahlergebnis zu geben hätte. Ja - huia! Dann enteilte dieser rote Messias in die "Privatwirtschaft" nach Russland.
Nö - der Werner war mir da noch viel lieber, als die großbürgerlichen Protzdas von der "neuen" SPÖ, die sich noch das Gehalt verdoppeln lassen, weils ja auf so viel verzichten mussten, weils - ohne Wahlen - z.B. Kanzler geworden sind.

Welchen Sinn hat denn die "Neue Mittelschule", der Erfolg des roten Bildungsparadieses ist, dass die Leistungen noch schlechter geworden sind - mit den Absolventen dort kann ein Handwerks- oder Reparaturbetrieb ja auch nur von ganz vorne beginnen.
Ich kann das nicht begreifen, dass sich die SPÖ immer noch als fortschrittlich ansieht. Mit den Parolen von 1970 kannst auf 2020 nicht reagieren.

lieschenmueller
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Ob wer am Radlerfoto mit Sonnenbrille ist oder einen Slim-Fit-Anzug trägt,

ist mir im Grunde wurscht. Zum Anzug wo sie wie Firmlinge ausschauen fühlten sich beide hingezogen.

Eine direkte Aussage gegen Arbeiter von Kern zitieren Sie bitte, langsamdenker.

Und regieren tun 2020 ohnehin die Türkisen. Also müsste nach Ihrer Ansicht für die Betriebe und bezüglich Bildung eh alles paradiesisch sein. Woran mangelt's?

Balrog206
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Naja

Wenn man keine punti wampe hat kann man ruhig slim fit anziehen !

langsamdenker
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@lieschenmueller Das ist eine leichte Übung:

"Holt euch was euch zusteht".

War die arbeiterfeindlichste Aussage der letzten zwanzig Jahre.

lieschenmueller
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Ich wüsste nicht, wie das umsetzbar jemals hätte sein sollen,

diese Aussage. Aber die Arbeiterfeindlichkeit erkennt mein schlichtes Gemüt darin nicht, langsamdenker.

langsamdenker
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@lieschenmueller

Die Sozialdemokratie hat Arbeitern immer zugesichert, dass sie für ihre Arbeit einen gerechten Lohn bekommen - die Leistung sollte sich lohnen, musste aber erbracht werden! Sie haben die Ära Kreisky ja noch selber als Arbeiterin erlebt, was ich aus ihren Postings entnehmen kann. Auf die, die keine Leistung erbringen können (Alte, Kranke) darf dabei nicht vergessen werden. Aber die Sozialdemokratie hat IMMER die Leistung an die erste Stelle gestellt.

Wenn einer jetzt hergeht und sagt, ihr müsst euch das was euch "zusteht" (wer bestimmt denn das, ein Eisenbahnergeneral mit Superverdienst, der über die Partei Karriere gemacht hat?) "holen" dann ist das eine Watschn für jeden Arbeiter, der seine Leistung erbringt. Das Programm der Kern-SPÖ war neoliberaler als das der Neos. Die roten Fahnderln waren nur noch Dekoration.

lieschenmueller
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Ich habe die Ära Kreisky als Kind/Jugendliche erlebt und dann nicht als eine Arbeiterin,

lebe aber im Industriegebiet in der Obersteiermark. Für mich eine Umgebung aus grundehrlichen Leuten von Berufen von A bis Z. Und im Bezirk mit recht hohen Löhnen im Vergleich zur restlichen Steiermark, ausgenommen Graz.

Geprägt von Kreiskys Zugang zu was immer man möchte, wenn man die Voraussetzung mit bringt.

Die SPÖ veränderte sich, die Wählerschaft, die gewisse Dinge als selbstverständlich ansah, ebenso. Die Lage ist im Moment extrem schwierig hier arbeitsmäßig, aber das Auf und Ab nicht neu.

Wie sich Rot selber wieder finden will, ich könnte im Zirkus auftreten, wüsste ich es und hätte einen wirkungsvollen Plan.

Eine Alternative fand ich nicht, ich muss mich dafür aber nicht entschuldigen.

Und wenn Türkis für Sie passt, dann ist die Kritik in die Vergangenheit legitim, aber Sie können es als erledigt ansehen, wenn Kurz eh der Überdrüberflieger ist und Ihnen genehm agieren wird.

langsamdenker
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@lieschenmueller Wenn Kurz mir passte würd ich ihn wählen - nur hab ich das nicht getan

weil ich mit seiner Art der Politik nichts anfangen kann.

Rot kann sich nur selber finden, wenn die Sozialdemokratie an die Moderne angepasst wird. Man kann nicht drauf hoffen, dass es genug "Arme" gibt, die man monetär unterstützen kann.

Die SPÖ hat aber im Moment die Chance, aufgrund der Corona-Krise wieder stark zu werden. Nur leider hat sie kein Personal. Rendi-Wagner ist viel zu widersprüchlich und wird von den "kleinen" Leuten nicht angenommen. Ich befürchte, dass die FPÖ schneller einen "Kurz" findet, als die SPÖ. Der Rechtsaußen Doskozil ist ja im Moment a bisserl beschäftigt mit Bilanzlesen.

lieschenmueller
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Einigen wir uns so, langsamdenker,

Sie hadern mit der Qual der Wahl. Ich zumindest DAS nicht ;-)

Balrog206
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Wenn

Wir Eltern alle bis zur Matura bringen bleibt nicht viel fürs Handwerk über ! Dafür gehen die Unis über und es gibt immer Beschränkungen der Studien Anfänger ! Wer im Handwerk gut ist verdient oftmals schon mehr als Akademiker bzw. nicht viel weniger !

lieschenmueller
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Eine Matura schließt ein Handwerk nicht aus,

und bezüglich verdienen Akademiker - Handwerker = beide nicht gar so viel.

Wenn ich sehe, was eine Handwerkerstunde kostet und dieser als Angestellter verdient, sind Welten dazwischen. Dass der Arbeitgeber verdienen will und soll und muss, natürlich, und
die höhe der Steuern sind kein Geheimnis, wie hoch. Sehr.

Balrog206
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Lieschien

Frage ist jetzt was wir beide als viel oder bzw guten Verdienst ansehen !

langsamdenker
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@lieschenmueller

Jetzt muss ich sie mal fragen, ob Sie schon mal einen Stundenpreis für einen Handwerksbetrieb kalkuliert haben.

Was glauben Sie denn was mit dem Preis alles bezahlt werden muss?

 
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