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"Luder"-SagerSchwarz und Grün in Tirol wieder einig - WWF verärgert

Der Koalitionsfriede in Tirol ist nach der "Widerwärtiges Luder"-Causa rund um ÖVP-LHStv. Josef Geisler vorerst wiederhergestellt. WWF: "Echte Konsequenzen sehen anders aus".

 

 ÖVP und Grüne einigten sich nach einer vom frühen Nachmittag bis zum Abend dauernden Sitzung des Koalitionsausschusses am Mittwoch auf eine gemeinsame Erklärung, wie beiden Parteien in gleichlautenden Aussendungen mitteilten.

In der Causa Geisler fand man darin eine gemeinsame Sprachregelung. Es stehe außer Frage, dass es sich bei der Äußerung um eine "indiskutable Entgleisung" handle. Geisler sehe diesen Fehler ein. "Ein respektvoller und wertschätzender Umgang mit allen Menschen ist für die Koalition ein unverzichtbarer Bestandteil der gemeinsamen Arbeit und soll es auch bleiben", so Schwarz und Grün.

Zudem bekannte man sich zu "intensivierten Bemühungen zur weiteren Gleichstellung von Frauen und Männern in allen Lebensbereichen". Die Bereiche Frauen, Gleichstellung und Antidiskriminierung seien besonders dringlich und sollen gemäß dem Regierungsprogramm im Laufe des nächsten Jahres umgesetzt werden. Dies sei besonders den Grünen wichtig, für die "Feminismus einer ihrer Grundwerte" ist. Die Umsetzungsschritte würden in der Herbst-Klausur der Regierung festgelegt.

Auch der umstrittene Bereich des Naturschutzes ist Teil der Erklärung. Dieser solle einen Schwerpunkt im Zuge des Konjunkturprogrammes für 2021 bilden. Auf die von den Grünen zuletzt - analog zum WWF - aufgestellten Forderungen wie dem Stopp der "überzogenen Wasserkraft-Ausbaupläne" wurde nicht eingegangen.

Hingegen wurde nicht vergessen, auf das seit der Landtagswahl 2018 geltende Regierungsprogramm einzugehen. Beide Koalitionsparteien würden sich zu sämtlichen Punkten des Programmes bekennen, hieß es in der Erklärung, die vorerst den koalitionären Frieden nach stürmischen Tagen wiederherstellt.

WWF verärgert

Auf keine Gegenliebe ist die gemeinsame Erklärung der schwarz-grünen Tiroler Koalition bei der Umweltorganisation WWF gestoßen. "Echte Konsequenzen sehen anders aus. Das ist definitiv nicht der glaubwürdige Neustart, den Tirol und der Naturschutz brauchen", erklärte Naturschutz-Bereichsleiter Christoph Walder. Anstatt grundlegende Reformen einzuleiten, dominiere das Motto "Weiter wie bisher".

"Das ist eindeutig zu wenig und mehr als enttäuschend von beiden Regierungsparteien", ließ Walder auch an den Grünen kein gutes Haar und kritisierte, dass übermittelte Forderungen an Tirols LH Günther Platter (ÖVP) in der Erklärung nicht enthalten sind. Die schwarz-grünen Turbulenzen hatten ihren Ausgangspunkt im "Widerwärtiges Luder"-Sager von ÖVP-LHStv. Josef Geisler gegenüber WWF-Vertreterin Marianne Götsch. Der Sager war am Mittwoch vergangener Woche am Landhausplatz in Innsbruck bei der Übergabe einer Petition gegen das Wasserkraftwerk Tumpen-Habichen gefallen.

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Danke für Ihr Verständnis.

47er
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Irgendwas fehlt mir, wie will der WWF in Zukunft die Energieversorgung gestalten.

Immer nur alles bekritteln und weltweit keine Alternative, einfach den Nörglern mal für einen Tag die Stromversorgung abschalten, Menschen sind ja so erfinderisch. Ich sehe auch keine Lösung, jeden Gebirgsbach auf eine Turbine zu leiten, verpönte Windgeneratoren vor der Haustüre sind auch nicht erwünscht, was dann? Von wo sollen wir in Zukunft für unsere Ladestationen den Strom bekommen (Akkuprobleme bekannt), alles auf Solar umbauen wird trotzdem zuwenig sein. Die Diesel- und Benzinkutschen soll es in 10 Jahren nicht mehr geben und der öffentliche Verkehr wird die arbeitende Bevölkerung in immer weiter entfernte Betriebe lotsen. Ist das unsere Zukunft?

alphaalpha
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Thema ...

verfehlt, sorry.

Irgendeiner
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Ach weißt Du, ich find das putzig, den WWF in die Pflicht zu nehmen

und nicht die Regierungen aber über Ökosysteme und Faunenschnitt kannst mit mir auch plaudern, Du gehörst nur einer von mindestens 20 Millionen Spezies an und versitzt mit deinen Nutzspezies anmaßend so vier Prozent der Biomasse.Du bist auch nicht James Bond und hast die Lizenz zum Töten,Du bist ein nacktes Afferl wie ich und solltest Deinen Platz lernen,weil wir die Natur brauchen, die Natur uns nicht, frag die Dinos.
Und laß es, die die beschimpft worden sind in die Pflicht zu nehmen oder probiers mit mir,ich hab dann Spaß.

56plus
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Frage Auslöser des "Sagers"

Wir alle wissen den Wortlaut des "Sagers" Ich habe aber nirgends gelesen, was ÖVP-LHStv. Josef Geisler dazu gebracht hat, diese Aussage zu tätigen. Es muss ja einen Grund geben, oder habe ich den überlesen. Wäre interessant, wenn man den Grund mal erfahren würde. WWF-Vertreterin Marianne Götsch muss ja etwas gesagt oder getan haben, dass ÖVP-LHStv. Josef Geisler so reagiert hat.
Bitte um Information

Irgendeiner
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Zweifel streuen ist auch schön,aber das zeigt die Transkription

ebenso wie die Aufnahme,der wollte sie nicht ausreden lassen und sie hat.Und sie war so höflich diese Unverschämtheit nicht zu thematisieren,ich hätte,weil ich weiß daß man manches zurückstutzen muß.

berndhoedl
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WWF soll endlich eine Ruhe geben....

Was wollen denn die vom WWF noch - eine Hexenverbrennung?

Ehrlich, die sollen lieber vom hohen Ross runtersteigen und a Ruah gebn...
Viel lieber tät ich gern wissen ob das so Nachhaltig ist bei Spenden ein WWF Stofftier „made in China“ oder „made in India“ zu verschenken.
Ist übrigens ein Mitgrund weshalb ich diesen Verein nicht einen Cent bezahle.

Irgendeiner
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Tja,wie man Dinge so liest halt,ein Amtsträger vergreift sich in Verhalten und Ton und ich hab eine feministische Diskussion am Hals,ja, ich bin garstig.Während ich behaupte, der Auslöser war nicht, daß die Dame nonanet weiblich ist und hätte er einen Mann einen Fiesling oder einen Trottel geheißen wäre es für mich dasselbe,ich halte halt nichts von Identitätspolitik,wo man blitzschnell immer selection of mit selection for verwechselt,für die Simpleren,es ist ein weiter Weg von der Tatsache, daß ich mit der Karre eine Dame

anfahre, schuld bin natürlich dann ich,zu dem Schluß, ich hätte es deswegen getan.Was ich sehe ist was anderes,die ist auch kein heuriger Hase,hält Vorträge vor Fachbiologen,dort kann man nicht fachlichen Mumpitz erzählen, die sind da happig,die erklärt ihm korrekt ein rechtliches Problem und redet über ein limnologisches wo sie sich auskennt.Er will das nicht, unterbricht sie,was das erste Fehlverhalten ist und weil sie trotzdem weiterredet, zur Sache, namelt er sie.Das, der Mann ist Landwirt,fällt für mich in dieselbe Kategorie wie wenn kleine Studienabbrecher volkskundlich taulos bodenländische Kleidungsstücke in auswärtige umlügen, in der empirischen Sozialforschung frech Daten frei erfinden,oder sich in der Virologie die Expertise anmaßen, wer da ein richtiger Experte sei und wer nicht, oder wenn kleine Leutnants in kulturanthropologischer Nacktheit den Rösselsprung wagen ein Verhungern zu unterstellen wo ein Pfichtessen ist.Es ist das Geschwafel und Verhalten jener die glauben ein Amt gebe automatisch die Kompetenz dazu und man könne daher welche vom Fach kujonieren.Die schönen Momente sind da immer die wo sowas auf den/die Falsche(n) kommt,die Dame war einfach zu höflich.

Mezgolits
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WWF: "Echte Konsequenzen sehen anders aus"

Vielen Dank - ich meine: "Echte Wahrheiten,
sehen ebenfalls - anders aus" = der WWF - ist
GEGEN den weiteren Ausbau der umwelt-
freundlichsten Stromerzeugung = Wasserstrom
+ der WWF - ist FÜR die zufallsbedingte = unge-
speicherte = wertlose = extrem Umwelt- und
Steuergeld-schädliche Stromerzeugung = So-
lar- + Windstromerzeugung + FÜR die größtmö-
gliche Strom-Verschwendung = Wärmepumpe.
Stefan Mezgolits, selbst finanzierter Erfinder.

Eberhardt Helmut
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So sind wir (nicht)!

Wie würde der Herr Bundespräsident sagen: "So sind wir nicht." Genau so sind wir. Jeder weiß das. Gott sei Dank gibt es immer mehr, die sich dawischen lassen - Strasser, Grasser, Strache, Geisler.

100Hallo
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freie Meinung

Was hat der WWF zu sagen? Es ist unser Land, es ist unser Wasser und unsere Flüsse. Wir haben die Möglichkeit so Strom zu erzeugen den auch der WWF braucht ihn aber nicht bei uns erzeugen lassen will.

Pelikan22
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Der WWF setzt sich einfach auf's Thema drauf!

Der wurde nicht beleidigt, den gehts eigentlich nichts an. Jetzt einfach zu patizipieren, Forderungen zu stellen und den Prügelknaben zu spielen, ist einfach unfair- Der nächste Bettelbrief dieser Organisation wandert ungelesen in den Papierkorb. Es hat sich "ausgespendet"!

janoschfreak
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Die Tiroler ...

... Landesregierung verkommt zum Gruselkabinett.
Was muss denn noch alles passieren, bevor Tilg, Platter, Geißler und Konsorten den Hut nehmen?

Pelikan22
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Was muss denn noch geschehen....

....d. h. wieviele Wahlen muss die SPÖ noch verlieren bevor PRW, Heinisch Hosek, die Herrn Matznetter und Leichtfried den Hut nehmen? Ach jetzt hab ich übersehen: Die haben eh den Scherm auf!

georgXV
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bitte NICHT vergessen !!!

auch Dornauer sollte in Deiner Aufzählung NICHT fehlen ...

Patriot
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@georgXV: Der ist eh nicht in der Landesregierung!

.

medikus60
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@georgXV, janoschfreak hat von der LANDESREGIERUNG geschrieben, daher fehlt Dornauer zu recht!

Möglich, dass man jetzt in Tirol die Opposition für die "Tiroler Verfehlungen" verantwortlich macht, dass würde noch richtig gut zu Ischgl und auch dieser Causa passen.

one2go
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Wen wundert es!

Grün und Schwarz oder doch Türkis sitzen auf Ihren gut bezahlten Regierungssitzen fest - inklusive dem Sympathieträger Geisler (Foto entspricht mehr als 1000 Worte)!

scionescio
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So wie die Grünen derzeit überall einknicken, sind sie für viele ihrer Wähler eine herbe Enttäuschung...

... anscheinend ist der Erhalt der eigenen Posten wichtiger als das grüne Gedankengut.

hbratschi
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die grünen...

...sind nicht die ersten, die von kurz und seinen "handlangern" aus dem weg geräumt wurden. begonnen hat es in den eigenen reihen (mitterlehner), ging über die roten zu den blauen und jetzt sind eben die grünen an der reihe. bei den grünen ist nur das völlige fehlen jeglicher gegenwehr und die totale aufgabe ihrer grundsätze auffallend und enttäuschend. so gesehen, gibt es nicht mehr viele gründe, den grünen eine stimme zu geben. die stärke der kurz partie ist ausschließlich die schwäche der opposition. blau ist sowieso indiskutabel, rot hat keine "typen", findet keine linie und ist dzt beinahe nicht existent, die neos sind zu klein also ist kurz ohne konkurrenz. leider...

Musicjunkie
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In der Tat schrecklich wie diese Partei zu einer Art Mainstream-Partei verkommen ist.

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