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Vor Eskalation?Platter warnt Grüne vor "Spielchen" wegen "Luder"-Sager

Er richte einen "eindringlichen Appell" an die Grünen, in der derzeitigen Ausnahmesituation "keine politischen Spielchen auf dem Rücken der Bevölkerung zu spielen", sagte Platter. Die Opposition reagiert mit Spott und Hohn, die Grünen sehen nach wie vor "Klärungsbedarf".

© APA (Youtube Screenshot)
 

Nach dem scharfen Rüffel durch ÖVP-Landeshauptmann Günther Platter wegen ihrer fortdauernden Kritik in der "Luder"-Causa bleiben die Grünen bei ihrer Position. Es gebe noch "Klärungsbedarf", meinte Landessprecher Christian Altenweisl in einer Aussendung und verwies erneut auf den "Koalitionsausschuss", den die Öko-Partei für nächste Woche "einberufen" habe.

"Dieser interne koalitionäre Rahmen ist das richtige Gremium, in dem wir das offen besprechen werden. Dafür sollten wir uns Ruhe und Zeit nehmen", so Altenweisl. Gleichzeitig richtete der Landessprecher dem Koalitionspartner aus, dass, "die TirolerInnen und wir Grüne für Neuwahldebatten wie auch für Sexismus kein Verständnis" haben.

Spott der Opposition

Tiroler Oppositionsparteien haben mit Spott und Empörung auf die schwarz-grünen Turbulenzen im Zuge der "Luder"-Affäre reagiert - und stoßen sich an der angeblichen "Neuwahlandrohung" durch ÖVP-LH Günther Platter. SPÖ-Chef Georg Dornauer sprach von einer "Dreistigkeit" Platters. Er  nannte Platter einen "erbärmlich gescheiterten Landeshauptmann", der nun auch noch die Dreistigkeit an den Tag lege, "den Tirolerinnen und Tirolern mit Neuwahlen zu drohen". "Das ist völlig inakzeptabel", kritisierte der SPÖ-Vorsitzende. Der Landeschef solle dies "sofort zurücknehmen".

Für FPÖ-Obmann Markus Abwerzger ist Platter "schwer politisch angeschlagen und wohl auch amtsmüde". Für NEOS-Landessprecher Dominik Oberhofer ist Neuwahlen anzudrohen "der völlig falsche Weg".

"Keine Spielchen"

Nachdem Tirols Grüne Dienstagabend per Vorstandsbeschluss den Druck auf Koalitionspartner ÖVP in der "Luder"-Causa rund um ÖVP-LHStv. Josef Geisler erhöht hatten, hatte LH Günther Platter (ÖVP) scharf gekontert. Er richte einen "eindringlichen Appell" an die Grünen, in der derzeitigen Ausnahmesituation "keine politischen Spielchen auf dem Rücken der Bevölkerung zu spielen".

"Wir befinden uns in einer der herausforderndsten Situationen seit dem Zweiten Weltkrieg. Alles, was jetzt zählt, ist, dass wir diese Krise rasch hinter uns lassen und die Wirtschaftssituation und Arbeitslosigkeit in den Griff bekommen. Dafür braucht es Stabilität und Erfahrung in der Tiroler Landesregierung", erklärte Platter und fügte hinzu: "Weder die Tiroler Bevölkerung noch ich hätten in dieser Krise Verständnis für Neuwahlen."

Mit dem Stichwort Neuwahlen nahm Platter Bezug auf einen Bericht der "Tiroler Tageszeitung" in ihrer Mittwochsausgabe. Die "TT" hatte darüber berichtet, dass der Landeshauptmann am Dienstag im Falle anhaltender Diskussionen vor einer Destabilisierung der schwarz-grünen Regierung gewarnt hatte. Sollte es dazu kommen, scheue er sich nicht vor Neuwahlen, wurde Platter zitiert. Er lasse sich "niemanden aus der Regierung herausschießen", soll der Landeschef den Koalitionspartner wissen haben lassen. Bei der Regierungssitzung am Dienstag sei zudem seitens der ÖVP von grünen "Koalitionsgefährdern" die Rede gewesen.

Die Öko-Partei hatte Dienstagabend in einem Landesvorstand wegen der Causa Geisler unter anderem die Einberufung des Koalitionsausschusses für kommende Woche gefordert. Verbunden wurde dieser Vorstoß mit der Unterstützung diverser WWF-Forderungen sowie dem Verlangen nach einer "intensiven Debatte auf Landesebene über Sexismus, Frauenfeindlichkeit und Gleichstellung".

Kommentare (58)

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Cäsar
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Macht mit Ansage

Super ÖVP Politiker, der eine nennt anders Denkende Luder, der andere droht den Grünen.
Das nenne ich Meinungsfreiheit nach Art der ÖVP.
Also da merkt man so richtig wo die Macht zuhause ist und wie man sie am besten einsetzt.

Pelikan22
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Wer die Mehrheit hat, bstimmt!

Das sollten sie wissen. Das ist Politik! Schauns einmal nur nach Wien!

Irgendeiner
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Pelikan,das ist eine Demokratie,

das ist ein Rechtsstaat, da fuhrwerken auch wahrheitsferne Studienabbrecher, mucksens Kurz,nicht wie sie wollen.

shaba88
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kommentar

Er kann nicht mehr klar danken... wieder jemand am Punkt der absoluten Machterhaltung.... immer wieder ein tragisches Schauspiel, wenn sich ein Politikerin selbst zerlegt. Es gibt soo viele Beispiele.

Pelikan22
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Was ist der Unterschied ....

..zwischen wiederlich und erbärmlich! Klären sie mich auf, Herr Dorbauer!

Cäsar
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Ups

Sorry ich versuche es, Erbärmlich ist einem Querschnittegelämten die Räder vom Rollstuhl zu montieren und ihm das Handy weg zu nehmen sodas er keine Hilfe rufen kann.
Widerlich ist, dem Tischnachbarn einen grünen ins Essen zu Spucken.

Christian67
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was glaubt den der Tiroler "Herrgott" wer er ist ???

beim Gesundheitslandesrat versagt und jetzt eine Wiederholung beim Umweltschutz...eine Neuwahl wäre nur die legitime Voraussetzung für die Richtigstellung der ganzen Verfehlungen..

Pelikan22
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Da habens einige mit der Religion!

Der eine schreibt vom Menschensohn, der andere vom Herrgott! Wann werden die Frau Bures, die Meinl Reisinger oder die PRW zu Göttinnen und die Frau Heinisch Hosek zu einer Heiligen?

Kristianjarnig
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Ganz einfach.

Weg mit Platter. Offensichtlich fehlt ihm jedliches Verständnis WIE man sich zu benehmen hat. Und das soll ein (politisches)Vorbild sein? Zu mehr reicht(als politisch) es eh nicht.

Nachdem er schon nicht kapiert hat das Tirol bereits bei der "Ischgl Geschichte"(und das ist noch nett formuliert) komplett versagt hat(was nun wirklich keinen überrascht) nun der nächste kräftige Tritt ins richtig fette Fettnäpfchen.

Manche glauben wirklich noch das es so geht wie in den 80er Jahren und davor - "paßt eh scho', hob's jo net so gmant, noch a klapscherl aufs A... und guat is...".

Vielleicht an der Zeit für so manche Partei ihren "Altbestand" an ewig gestrigen durch etwas aufgeklärtere Modelle zu ersetzen. Sonst wird es wohl knapp werden bei den nächsten Wahlen. Die alten, die das vielleicht teilweise noch verstehen könnten(und sogar da werden die meisten nur verständnislos mit dem Kopf schütteln, oder ticken die Tiroler echt so anders?) sterben nämlich schön langsam weg....

erstdenkendannsprechen
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welche spielchen spielt platter gerade?

und ist es nicht er, der die "ausnahmesituation" hernimmt, um daraus politisch zu profitieren - indem er kritik abwürgen möchte?

lieschenmueller
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Ehrlichgesagt, mein erster Reflex war,

dass ich über diesen strunzdummen Sager erstmal lachen musste. Als weibliche Person.

Wohlwissend, wie daneben er ist.

Aber die Frau von den Grünen stand wortlos diesbezüglich daneben (hat nicht gehört - o.k...…) Der Mann hat sich jetzt wie oft entschuldigt? Irgendeine Idee, was er noch tun soll? Zurücktreten wird er nicht, also guter Rat teuer.

X22
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Über das gehört haben, habe ich mir auch Gedanken gemacht aus meiner Erfahrung,

da ich an vielen Besprechungen teil nehme und das reinreden von der Seite kenne, ist die Wahrscheinlichkeit beim Zuhören eines anderen hoch, es akustisch nicht so aufzunehmen das man den Inhalt auch versteht, außerdem ist es eine Sache der Diskussionskultur.
Auffallend war auch die Mimik und Körpersprache des Herrn Geisler, während und nach seinem Sager, der hat es schon so gemeint wie es die Worte ausdrücken, sein teils lächerlichen Ausreden vor den Entschuldigungen bestätigen, aus meiner Sicht, diesmauch.
Beurteilen ob die Entschuldigung reicht, kann man als Außenstehender schwer beurteilen, man kennt den Wortlaut und die Art wie es geschehen ist nicht, besonders bei Politkern ist es schwer, da viele retorisch gut geschult sind.
Zusammengefasst, passieren aus der Gemütslage kann es immer wieder mal, menschlich unter miteinbeziehung des Respekts gegenüber dem anderen ist es überhaupt nicht in Ordnung, da es um eine Lappalie ging, anscheinend verträgt der Herr Geisler keine Zurechtweisungen und schon gar nicht von einer Frau, das hat man an der Körpersprache danach gemerkt, Hände in die Hüfte stemmen geht in Richtung, ich zeige dir wer hier der Dominante ist, sozusagen ein aufplustern wie ein Pfau.
Platter hingegen zu verstehen ist schwieriger, warum geht er in den Angriffsmodus über, warum nimmt er es nicht so wie es vorgefallen ist, man diskutiert kurz drüber, spricht eine Ermahnung aus, so gehts nicht und das wars, ändern kann er es nichts daran, es ist einfach passiert

erstdenkendannsprechen
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so einen sager hinaushaun und dann meinen, eine entschuldigung

und alles ist wieder gut ist halt auch so eine sache.
wäre es nicht aufgezeichnet worden, hätte es keine entschuldigung gegeben. man kann annehmen, dass geisler das als "normal" ansieht, dass man sowas sagt. und menschen mit der einstellung gegenüber kritikern, fachleuten in ihrem bereich, sollen wirklich politik machen dürfen?
so einfach ist die sache nicht, das herunterspielen am anfang war mehr als peinlich.
er soll sich nicht entschuldigen - er soll gehen. das wäre die konsequenz daraus. aber die eier hat ja keiner von denen.

lieschenmueller
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Die Rücktrittskultur in Österreich ist unterentwickelt,

solche Blödheiten bleiben aber an den Personen haften. Gleich wie der "Hump-Dump" - obwohl, wie hieß dieser FPÖ-Mensch gleich? ;-)

Zumindest der Ausdruck ist in den Köpfen.

100Hallo
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Gerechtigkeit

und der Stinkefinger???

Mein Graz
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@100Hallo

Wie oft muss man manchen Usern den Finger noch erklären, damit sie es verstehen - oder wollen manche es nicht kapieren, WEM der Finger gegolten hat?

Balrog206
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Mein

Nat wenn es d richtige Seite macht ist es doch erlaubt !! Diese Scheinheiligkeit stinkt zum Himmel die täglich an den Tag gelegt wird ! Bei der Horte die Weiz unsicher macht hast nat brav geschwiegen , waren ja die guten !! 🤢
Obwohl eines noch die Frau Maurer wird mit immer sympathischer zu mindest zur Zeit !

KarlZoech
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@ lieschenmueller: Ich stimme Ihnen zu! Rücktrittskultur ist bei uns in Ösiland unterentwickelt.

Und in der Tiroler ÖVP scheinen noch ziemlich viele Mannsbilder mit einem für die heutige Zeit fragwürdigen Frauenbild und ebensolch fragwürdigem Benehmen herumzulaufen.
Man darf annehmen, dass Herr Geisler nicht unersetzlich ist, also spräche nichts dagegen, dass er den Hut nimmt.

PS. Der "Hump-Dump"-Sager stammt vom "hump-dumpen" seinerzeitigen Wiener FPÖ-Obmann Hilmar Kabas.

lieschenmueller
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Hilmar Kabas,

genau!

Gottes Zoo ist groß - ob in Wien oder Tirol.

eston
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Was haben Platter und Darabos gemein?

Bedingt einsetzbare Landespolitiker werden zum Bund abgeschoben und entsorgt. Platter und Darabos wurden wieder in Provinz zurückgeschickt.

SoundofThunder
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Und die

Mikl Leitner?

Weltreisender
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Hat...

der Herr Platter etwa Angst um seinen Posten. Gut so. Corona in Ischgl und St. Anton ignorieren und nun diesen Auszucker seines Parteikollegen klein reden. Tschüss und ab.

47er
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Ein eventueller Wechsel wäre vielleicht doch zu überlegen.

Die Schwächen von Platter kennt man bereits, wenn dann so ein Vize solche Aussagen macht, könnte bei noch weiteren Leuten dieser Altherren-Fraktion ungeahntes Potenzial zutage treten und die Koalition wäre wirklich gefährdet .

erstdenkendannsprechen
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ja, ein wechsel würde ev. guttun.

aber ich glaube, tirol ist und bleibt schwarz. schon wegen all der verflechtungen. da gibts keinen perspektivenwechsel bis zum bitteren ende.

critica
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Herr LH Platter!

Es bestehen berechtigte Zweifel, dass Sie das Land Tirol noch führen können!

levis555
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Wer genau hat den Geisler zu der Aussage gezwungen?

Die Grünen? Ich dachte, die Felipe hat da bewusst weggehört. was will er da noch, der schwächste aller amtierenden Landeshauptmänner. Bei der unterirdischen Performance der Tiroler Landesregierung über alle Witzfiguren drüber wäre es ja üblich, Neuwahlen in diesem Business anzudenken

 
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