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Sloweniens Botschafterin im Interview„Im Duden findet man dafür das Wort Benachteiligung“

Österreich habe keine Argumente, um seine Grenze im Süden länger geschlossen zu halten, sagt Ksenija Škrilec, Sloweniens Botschafterin in Wien.

Botschafterin Ksenija (S)krilec: „Österreichs zögerliche Haltung stößt bei uns auf einiges Unverständnis“
Botschafterin Ksenija Škrilec: „Österreichs zögerliche Haltung stößt bei uns auf einiges Unverständnis“ © (c) JOHANNES REPELNIG
 

Frau Botschafterin, demnächst sollen die Grenzen nach Deutschland geöffnet werden. Im Süden bleiben sie zu. Kränkt die Ungleichbehandlung?
Ksenija Škrilec: Kränkung ist keine diplomatische Kategorie, Politik sollte nicht von Emotionen getrieben sein. Es ist oft nicht einfach, hinter diversen politischen Kommunikationsstrategien die tatsächlichen Interessen zu erkennen. Gleich nachdem die EU-Kommission Mitte Mai Empfehlungen veröffentlicht hat, wie Europa wieder zur uneingeschränkten Personenfreizügigkeit kommen kann, hat Österreich eine Öffnung der Grenzen mit Deutschland propagiert. Die Kommunikation zur Öffnung „gegenüber dem Osten“, also mit Tschechien, der Slowakei und Ungarn, ist zu einem Zeitpunkt erfolgt, als mit diesen Ländern noch gar keine Gespräche geführt wurden und diese selbst sehr strenge Grenzregulierungen praktizierten.

Kommentare (16)

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Lamax2
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Österreichs Haltung ist unfreundlich

Österreich agiert hier sehr einseitig und absolut unfreundlich zu unseren südlichen Nachbarn. Die Grenzen zur BRD sollen geöffnet werden,weil man Touristen von dort will, egal ob die Deutschen recht unfreundlichan der Grenze sind. Die Slovenen sind gut genug, wenn es um den Stop der Immigranten geht, aber Touristen von Österreich sollen sie nicht bekommen. Ich schäme mich ein wenig für Österreich.

marobeda
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Wenn die Frau Botschafterin die Lipizzaner erwähnt

und der Herr Aussenminister von der Herkunft keine Ahnung hat, so sei doch erwähnt, dass der ehemalige Stammsitz in Lipica in der Habsburger Monarchie gegründet und im April 1945 ein Großteil der Pferde von den Amerikanern vor den Einheimischen gerettet und nach Österreich gebracht wurden. Wären sie dort verblieben, wären diese dort im Kochtopf gelandet. Die Wiener Hofreitschule mit der Zuchtstelle in Pieber ist es zu verdanken, dass die Lipizzaner das geblieben sind, was heute weltweit bewundert wird. Bezüglich der deutschen und österreichischen Minderheiten hatten die slowenischen Partisanen kurzen Prozess gemacht. In Sterntal wurden Massenerschießungen vorgenommen. Die Leichen und auch Lebende wurden in Schluchten geworfen. Der noch lebende Rest wird von den Slowenen noch immer nicht als ethnische Minderheit anerkannt. Was der Grenzöffnung betrifft, so werte Frau Botschafterin, entscheidet noch immer Österreich und nicht Slowenien, obwohl nach meiner Meinung diese geöffnet werden soll.

tubaman58
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Es waren immer nur die anderen!

Wann wird den dieser Hass endlich aufhören. Ich hoffe unsere Jugend lässt sich nicht von diesem noch viel gefährlicheren (Hass)Virus anstecken.

Shiba1
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Es waren die anderen eben AUCH

So sieht es aus, aber scheinbar brauchen nur wir uns andauernd auf die Brust klopfen und Buße tun. Es ist viel Schlimmes passiert in dieser Zeit, allerdings von beiden Seiten. Was @marobeda schreibt, ist völlig richtig. Von uns wird ständig die Anerkennung der Minderheiten eingefordert, was ja auch passiert und umgekehrt??? Fehlanzeige! Nun, nachdem die OZNA und andere Organisationen ordentlich unter der deutschstämmigen Bevölkerung gewütet haben, gibts scheinbar nicht mehr viel anzuerkennen. Vergessen sollte man das allerdings nicht.

Zwiepack
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Wer hat angefangen?

Meines Wissens nach ist Hitler 1941 in Jugoslawien einmarschiert, nicht umgekehrt, weil er dieses Land gewaltsam wieder deutsch machen wollte und viele Ex-Untersteirer haben ihm zugejubelt. Darf man sich wundern, wenn das im Rauswurf endet(e)?

Lodengrün
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Interessant

was Sie über die Pferde schreiben. Sie sind natürlich Experte. Glaubte gelesen oder gehört zu haben das eine Krankheit der Pferde die Umsiedelung veranlasste.

Robinhood
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Liebe Frau Botschafterin

Ihrem Interview kann man nur zustimmen. Mit einer Ausnahme: wir haben uns gerade in den letzten Jahren vorbildlich gegenüber der sprachlichen Minderheit verhalten. In Slowenien gab und gibt es nichts vergleichbares und wird das Thema tabuisiert. Wenn Sie ernst genommen werden wollen setzen Sie sich bitte für die deutsche Sprache und Kultur zB in Gotschee ein.

Zwiepack
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Lieber Robin Hood

für Kärnten stimmt es, dass man sich jetzt ordentlich benimmt. Jahrzehntelang aber äußerst schäbig.
In der Steiermark wurden die Slowenen bereits völlig assimiliert. Ich bin gerne für zweisprachige Ortstafeln in der Gottschee, wenn das in Radkersburg/Umgebung, Leutschach, etc. auch passiert.
Ist aber ein anderes Thema als die Grenzöffnung, die Slowenien berechtigterweise einfordert.

a3aaeda0552e34994764a4bf2afca0b5
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Es hört wohl nie auf

Den Stau nach Slowenien zu Pfingsten vergessen? Griechenland hat zum Beispiel vorerst nur für einige Länder die Grenzen geöffnet. Doch man hört kein Jammern von den Ländern, welche nicht auf der Liste stehen. Denke, die Grenzöffnung ist die Freiheit der Selbstentscheidung eines jeden einzelnen Landes.

Lodengrün
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Hat hat schlechte Karten

ist halt nicht Frau Merkel. Obwohl man die nicht mag und ständig meckert muß man ihr halt schon den Buckel machen. Sie hat etwas zu sagen beim persönlichen Weiterkommen. Nur etwas übersieht man, die Frau, intelligent wie sie ist, hat einen durchschaut.

tubaman58
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Grenzen auf!

Ist nicht nur eine Benachteiligung unserer südlichen Nachbarländer sonder auch eine Benachteiligung der Bevölkerung im Süden Österreichs.

levis555
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Warum gibt es im Interview keine Frage zu den Rechten der deutschsprachigen

Minderheit in Slowenien? Wegen der viel zitierten Augenhöhe warats...

Klgfter
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erste Frage:

AVNOJ-Beschlüsse bezüglich der deutschen Minderheit

und wie Slowenien damit umgeht !

Zwiepack
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Für die Deutsche Minderheit

sind die Deutschen zuständig.

levis555
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Es geht ja nicht um das Ausstellen alter Rechnungen. Sowohl wir,

als auch Slowenien leben in einem geeinten Europa. Da sollte es schon möglich sein, diese historischen Punkte aufzuarbeiten und zum Abschluss zu bringen, bevor die letzten Deutschsprachigen assimiliert sind. Bei uns hat es zwar (zu) lange gedauert, bis vereinbarte Rechte der Minderheit durchgesetzt wurden, aber in der slowenischen Regierung rührt man kein Ohrwaschel und beharrt auf dem kommunistischen Dogma der Nachkriegszeit.
So gesehen sind die Aussagen der slowenischen Botschafterin bezüglich der Lipizzaner und der Wiener Sängerknaben an Hilflosigkeit kaum zu überbieten . Fehlt eigentlich nur mehr der Hinweis auf den Orang Utnik als ersten Bewohner Kärntens. Ist aber kein Wunder, wenn man auf nichts Handfesteres zurückgreifen kann und seit dem kommunistischen Regime Ex-jugoslawiens nichts substantielleres mehr in dieser Angelegenheit passiert ist.

Bond
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Arroganz

Sie hat leider recht. Dasa Wort heißt Arroganz.