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HärtefallfondsViele Pflegerinnen fallen um die Unterstützungszahlung um

Viele Pflegerinnen können derzeit nicht nach Österreich kommen, weil die Grenzen geschlossen sind. Auch für sie ist der Härtefallfonds gedacht, doch Wirtschafts- und Finanzministerium vereitelten bisher die Auszahlung der Unterstützung.

24-Stunden-Pflege: Viele Pflegerinnen sind derzeit in der Heimat und haben kein Einkommen
24-Stunden-Pflege: Viele Pflegerinnen sind derzeit in der Heimat und haben kein Einkommen © bilderstoeckchen - stock.adobe.c
 

Die einen können nicht nach Hause, die anderen nicht von zu Hause zurück an ihren Arbeitsplatz: Das ist der Grund für die Misere im Bereich der 24-Stunden-Pflege, die die Regierung veranlasst hat, tausende Zivildiener als Reserve zu verpflichten.

Kommentare (10)

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lieschenmueller
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Unsere slowakischen Pflegerinnen wollten immer aufs Konto,

weil sie mit soviel Bargeld nicht über die Grenze fahren wollten.

Umgekehrt die aus Kroatien, die wollten immer bar, - ohne Gewähr jetzt meine Aussage - weil es Probleme bei ihren Banken gab.

Mein Graz
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@lieschenmueller

Unsere beiden Damen aus Bulgarien:
Eine will es aufs Konto. Bei ihr geht es weniger darum, nicht mit so viel Geld über die Grenze zu fahren, sondern sie möchte im Bus schlafen und kennt die Mitreisenden nicht.
Die andere kriegt es zwar hier aufs Konto, sie hebt es aber vor der Rückfahrt ab, weil die Bankgebühren in Bulgarien extrem hoch sind.

lieschenmueller
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@Mein Graz

Man glaubt nicht, was alles dran hängt.

Eine slowakische Schwester meinte, sie traue sich auf einer Raststätte dort mit so viel Geld nicht mal aufs Klo gehen, und im Taxi wolle sie es auch nicht lassen. Verständlich.

Ihre Konten waren nicht in Österreich, sondern bei Banken daheim, die Überweisung unsererseits dorthin klappte vorzüglich.

Im Gegensatz zu Kroatien, da war von hausaus bar. Wir hier sind es gewohnt, dass das Geld vom Überweiser klaglos beim Empfänger ankommt. Anscheinend ist das nicht überall so.

Mein Graz
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@lieschenmueller

Ich hab mir auch gedacht, warum nicht aufs Konto zu Hause überweisen? Und hab die Agentur gefragt. Die Antwort:
Viele der Frauen sind verheiratet, und deren Männer nicht gerade mit Arbeitslust gesegnet. Sie haben aber alle Zugriff aufs Konto der Frauen, und es kam sehr häufig vor, dass das Konto leer war, wenn die Betreuerinnen zurückgekommen sind.

lieschenmueller
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@Mein Graz

Arg! Aber ja, klar, es tun sich mannigfaltige Facetten des menschlichen Zusammenlebens auf ….

UHBP
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WK: Die Sache drängt, denn wenn die Pflegerinnen kein Auskommen mehr haben, müssen sie in ihrer Heimat nach anderen Jobs Ausschau halten und stehen auch für die Zeit nach der Corona-Krise nicht mehr zur Verfügung.

Liebe WK: Wie realistisch ist es, dass Pflegerinnen, gerade jetzt, in ihren Heimatländern, wo auch die Corona-Krise ist, einen anderen Job finden? Und kommen sie nicht bisher auch nach Österreich weil sie hier mehr verdienen?
Diese Aussage ist für mich vollkommen unlogisch, aber sie werden mich sicher aufklären, Danke!

Mein Graz
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@UHBP

Unsere Betreuerin, die gerade in Bulgarien ist, wollte sich einen Job suchen - sie fand keinen!
Auch ihr Mann ist Betreuer ohne Einkommen.
Wohnung nicht abbezahlt, Tochter in Ausbildung - und kein Einkommen und keine Aussicht, in den nächsten Wochen einen Job zu bekommen.

lieschenmueller
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@Mein Graz

Da mögen jetzt etliche denken, genauso geht es österreichischen Familien. Stimmt. Aber diese Länder haben nehme ich an fast null Unterstützung für ihre Leute, im Gegensatz zu uns.

Und sehr oft sind es Alleinverdiener. Wir hatten eine Witwe, ihr Mann starb als beide 50 waren, die 10 Jahre jetzt in Österreich ist. Eine geschiedene Frau mit 2 Kindern. Tochter Schülerin, Sohn arbeitslos. Letztere ist fast fertig mit ihrer Eigentumswohnung beim Zahlen, 36 Quadratmeter!!, wo sie zu Dritt leben. Und selbst das gilt als kleiner Luxus, den sie sich hier erarbeitete.

Mein Graz
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@lieschenmueller

Natürlich geht es den Österreichern derzeit auch nicht gerade blendend (ich hab selbst ein EPU in der Familie, Einkommen derzeit NULL) abr wie du richtig schreibst, da gibt es doch Unterstützung vom Staat, leider nicht für alle.
In Bulgarien gibts das nicht.

Der Sohn der Dame die gerade bei uns ist geht noch zur Schule, sollte heuer den Abschluss (so ähnlich wie Matura) machen. Er geht, seit er 16 ist, regelmäßig am Abend arbeiten - neben der Schule! - damit das Einkommen ausreicht. Das kann sich bei uns kein Jugendlicher vorstellen, weil es nicht notwendig ist - zum Glück!!!

lieschenmueller
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@UHBP

Wir hatten Diplomschwestern, DIE kriegen meiner Meinung nach schon etwas in den Krankenhäusern* daheim, weil jene schon an Personalmangel litten, Grund brauche ich wohl nicht hinschreiben …..

Bei den Personenbetreuerinnen können Sie recht haben.

*Zahlten schon mehr als üblich, aber in Österreich war es natürlich immer noch ein Vielfaches an Verdienst