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10-Jahres-PlanBlümel will nach der Krise wieder sparen

Finanzminister Gernot Blümel (ÖVP) hat am Samstag klargestellt, dass nach der Corona-Krise wieder gespart werden muss. Wenn nach der Krise wieder ein gutes Wachstum gegeben sei, werde man die Schulden wieder abbauen, kündigte Blümel an.

© APA
 

"Wir helfen in der Not und sparen, wenn's gut läuft." So Finanzminister Gernot Blümel (ÖVP) am Samstag im Ö1-"Journal zu Gast". Der Finanzminister rechnet aber offenbar nicht damit, dass der Schuldenabbau schnell gehen kann: "Wenn wir gut durch die Krise kommen und danach auch eine gute Wachstumspolitik fahren, kann man innerhalb von zehn Jahren mit den Schulden ordentlich herunterkommen."

Die angekündigten 38 Milliarden Euro an Hilfen beruhen auf aktuellen Berechnungen, sagte Blümel auf die Frage, ob dieses Paket ausreichen werde. Man könne jetzt noch nicht sagen, wie lange die Krise dauern und wie intensiv sie ausfallen werde. Aber es werde genügend Geld für das Gesundheitssystem und für die Sicherung der Arbeitsplätze geben.

Die Kritik der Opposition, dass der eine Milliarde Euro schwere Härtefall-Fonds über die Wirtschaftskammer abgewickelt wird, wies der Finanzminister zurück. Es wäre "absurd" zu glauben, dass ein Ministerium alles allein abwickeln könne. Es brauche einen Schulterschluss. Blümel streute der Opposition aber Rosen und betonte, dass diese konstruktiv arbeite. Diskussionen seien zulässig. Die Regierung könne in einer solchen Situation nicht alles perfekt machen, für Anregungen sei man dankbar.

Jobgarantie noch offen

Ob die von der Opposition geforderte Jobgarantie als Bedingung für Hilfen an Unternehmen komme, ließ Blümel offen. Die Kriterien für die Fonds würden derzeit erarbeitet, gleichzeitig verwies der Finanzminister aber darauf, dass mit der Kurzarbeit ein gutes Modell zur Verfügung stehe.

Eine Verstaatlichung von Betrieben wie etwa der AUA ist für Blümel aus derzeitiger Sicht nicht nötig, aber in der Krise gebe es keine Denkverbote. Dasselbe gelte auch für sogenannten Eurobonds.

Im Interview mit der "Presse" ließ es Blümel offen, ob die für 2022 angekündigte ökologische Steuerreform trotz der Krise kommen könne. "Jetzt ist nicht der Zeitpunkt, zu dem ich das beurteilen kann. Aktuell liegt unsere Priorität auf der Bewältigung der Krise."

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Danke für Ihr Verständnis.

duerni
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Unser Sparen wird dazu führen, dass wir ......

……. auf Jahre hinaus unseren - selbst erarbeiteten - Wohlstand verloren haben. Wir sind in einer Europäischen Union - DIE muss sich neu organisieren - UND SPAREN!
Unser Sparen ist doch "Kleckerkram" im Vergleich dazu, was in einer EU-neu zu erreichen ist. Setzen wir die Politik unter Druck, endlich GRUNDSÄTZLICHES zu erneuern. Diese Sonntagsreden von Politikern ohne Visionen und STRATEGIEN bringen nichts. Wenn etwas "Positives" von Corona abzuleiten ist, dann eine "Erkenntnis" - die EU hat versagt!
Europa muss sich neu finden - erfinden. Europa ist zur Zeit eine Staatengemeinschaft ohne:
- Aussenminister,
- Wirtschaftsminister,
- Verteidigungsminister und
- Finanzminister.
Wer redet heute für die EU? Eine Merkel (zeitlich begrenzt) und ein Macron (innenpolitisch beschäftigt).
Und DAS soll eine "Weltmacht" sein? Oder wollen wir das nicht - dann erübrigt sich die EU ohnehin.

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tenke
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Sparen macht definitiv Sinn. Aber -

wie wäre es endlich mit einer VERMÖGENSBESTEUERUNG als Medikament für das krisengeschüttelte Budget?
Die schwersten Sympthome wären damit gelindert.

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SoundofThunder
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🤔

Bis die Wirtschaft sich erholt wird es Jahre brauchen. Und in der Zwischenzeit wird ein 38 Milliarden Euro Sparpaket auf uns zukommen.

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pinsel1954
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Blümel will sparen......

Wir alle werden sparen, schließlich müssen wir den Schaden gemeinsam bezahlen.
Damit nicht alles zusammenbricht bekommen wir Geld, unser Geld dass wir eigentlich noch nicht haben.
Dafür werden wir alle, wenn das Virus abgezogen ist, hart arbeiten müssen.

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minerva
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Dafür werden wir alle hart arbeiten müssen...

nicht alle pinsel1954

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joe1406
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10 Jahres Plan

klingt ziemlich gefährlich nach der alten UDSSR und China. Blümel sollte ehrlich sein und sagen dass er keine Ahnung hat was im Juli 2020 sein wird - geschweige denn in den nächsten Jahren.

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Balrog206
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Na

Joe dann Klär ihn und uns auf ! Danke

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joe1406
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da gibts nichts zum aufklären

Einfach ehrlich sein und nicht derartige sinnlose Sprüche loslassen als ob jetzt irgendwer was planen kann. Nicht so lange her da hat Blümel gerade seine Budgetrede weggeschmissen wie er selbst gesagt hat. Und jetzt plant er schon für die nächsten zehn Jahre? Zunächst wird es mal in ein paar Monaten die erste Corona Bilanz geben und da werden Kurz, Anschober und Blümel und wir die ersten konkreten Zahlen sehen.

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Miraculix11
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Blümel antwortet auf eine Reporterfrage

E"Wenn wir gut durch die Krise kommen und danach auch eine gute Wachstumspolitik fahren, kann man innerhalb von zehn Jahren mit den Schulden ordentlich herunterkommen."
Was hättest Du geantwortet?

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