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Rechter Terror in HanauAfD als "politischer Arm des Hasses" verantwortlich gemacht

Polizeipräsenz in ganz Deutschland wird erhöht. Diskutiert werden eine Verschärfung des Waffenrechts, mehr Befugnisse für den Verfassungsschutz und eine Beobachtung der AfD durch den Verfassungsschuss. Kritik kam auch aus der Türkei und Pakistan.

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Lars Klingbeil, Generalsekretär der SPD: "Die AfD hat das politische Klima vergiftet" © APA/AFP/JOHN MACDOUGALL
 

Nach dem Anschlag von Hanau wird zum Schutz der Bevölkerung in ganz Deutschland die Polizeipräsenz erhöht. Der deutsche Innenminister Horst Seehofer (CSU) kündigte am Freitag in Berlin an, dass "sensible Einrichtungen" wie insbesondere Moscheen verstärkt überwacht würden.

Zudem solle die Präsenz an Bahnhöfen, Flughäfen und im grenznahen Raum erhöht werden. Seehofer verwies insbesondere auf die Gefahr von Nachahmungstaten und sprach von einer "sehr hohen" Gefährdungslage durch den Rechtsextremismus.

"Die Tat in Hanau ist eindeutig ein rassistisch motivierter Terroranschlag", sagte Seehofer. Es sei der "dritte rechtsterroristische Anschlag in wenigen Monaten. "Die Gefährdungslage durch Rechtsextremismus, Antisemitismus und Rassismus ist in Deutschland sehr hoch", sagte Seehofer weiter.

AfD im Kreuzfeuer der Kritik

Der mutmaßlich rassistisch motivierte Anschlag von Hanau hat in Deutschland eine Debatte über politische Konsequenzen hervorgerufen. So forderte die SPD am Freitag eine Beobachtung der AfD durch den Verfassungsschutz. Auch eine mögliche Verschärfung des Waffenrechts wird diskutiert. Kritik kam aber nicht nur von innen, auch die Türkei und Pakistan äußerten sich besorgt über "zunehmenden Rassismus".

"Es ist doch völlig klar, dass die AfD eine Partei ist, die beobachtet werden muss vom Verfassungsschutz," sagte Generalsekretär der deutschen Sozialdemokraten (SPD), Lars Klingbeil, am Freitag im ARD-"Morgenmagazin". Die Partei habe das gesellschaftliche Klima in den letzten Monaten und Jahren vergiftet. Er sei dafür, dass das sehr schnell in den Sicherheitsorganen entschieden werde und dass es dazu komme.

Nach den Mordtaten von Hanau warnte auch die deutsche Justizministerin Christine Lambrecht (SPD) vor der versteckten Radikalisierung von Tätern im Netz. "Sie sind tickende Zeitbomben, denen wir mit allen Mitteln begegnen müssen, die uns der Rechtsstaat bietet", sagte Lambrecht den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Freitagsausgaben).

Die Morde in Hanau hätten gezeigt, welche große Gefahr von unorganisierten Einzeltätern ausgehe, die sich im Netz radikalisierten, so Lambrecht. Die Morde in Hanau zeigten auch, zu welchen Gewalttaten Rassismus und Hass führen können. "Wir müssen diese Spirale aus Hass und Hetze stoppen und ihr so früh wie möglich den Nährboden entziehen", forderte Lambrecht. Rechtsextremisten müssten konsequent entwaffnet werden.

Der innenpolitische Sprecher der FDP-Fraktion im Bundestag, Konstantin Kuhle, sagte: "Die AfD bewegt sich als Gesamtpartei immer schneller in Richtung einer Beobachtung durch den Verfassungsschutz." Wenn der thüringische Landeschef Björn Höcke offen zu einem Umsturz aufrufe, könne dies die wehrhafte Demokratie nicht kaltlassen.

"Der politische Arm des Hasses"

Der Grünen-Politiker Cem Özdemir sagte im Deutschlandfunk zur AfD: "Das ist der politische Arm des Hasses". Nach dem Hanauer Anschlag hatten zahlreiche Politiker der Partei eine Mitschuld gegeben.

AfD-Bundestagsfraktionschef Alexander Gauland hatte das zurückgewiesen und gesagt, er halte es für schäbig, in der Phase so etwas zu instrumentalisieren. Es handle sich um einen offensichtlich völlig geistig verwirrten Täter.

Pressestimmen in Deutschland

"Die Welt" (Berlin):

"Die AfD ist nicht an allem schuld, und vor allem kann man darüber diskutieren, welche Entwicklungen eine solche Partei überhaupt erst möglich gemacht haben. Aber dass es einen Zusammenhang gibt zwischen rechten Hasspredigern und rechtsextremen Gewalttaten, ist unbestreitbar."

"Stuttgarter Zeitung":

"Der Kampf gegen den Rassismus wird in den Parlamenten mit politischen Mitteln geführt, er muss auch auf der Straße mit polizeilichen Mitteln geführt werden. Aber er beginnt ganz woanders: in Sportvereinen und den Kirchen, in Jugendgruppen und Schulen, in Bürgerinitiativen und Betrieben. Manchmal beginnt er in der Warteschlange im Supermarkt. Rassismus darf nie dazugehören, und Rassisten müssen immer ausgegrenzt werden. Nur so trocknet der Nährboden des Terrors aus. Davon sind wir weit entfernt."

"Frankfurter Rundschau":

"Es ist daher notwendig, endlich einzusehen, dass der Rechtsextremismus die größte Gefahr für die Menschen in diesem Land ist. Denn während rechte Terroristen morden, machen sich Rechtsradikale in den Parlamenten breit und bemühen sich nach Kräften, die Demokratie zu beschädigen. Und teils gelingt ihnen das auch, siehe Thüringen. Was es daher jetzt braucht, ist ein massiver Abwehrkampf gegen die Bedrohung von rechts. Dazu gehört, dass die Sicherheitsbehörden umdenken und sich noch stärker auf rechte Netzwerke konzentrieren müssen. Dazu gehört, dass die demokratischen Parteien alle Flirts mit der AfD einstellen und sich auf die Verteidigung der Demokratie konzentrieren müssen. Und dazu gehört, dass die Gesellschaft sich unmissverständlich dem Gift des Rassismus entgegenstellen muss. Viel zu lange haben viel zu viele die Gefahr von rechts ignoriert oder kleingeredet. Damit muss jetzt endlich Schluss sein."

"Münchner Merkur":

"Es hilft niemandem, extremistische Flügel gegeneinander aufzuwiegen, weil das zu zynischen Trugschlüssen führt - als wäre irgendwas besser, wenn rechts-/linksradikale/islamistische Täter möglichst gleich oft Gewalt ausübten. Gegen jede dieser nicht vergleichbaren Bedrohungen hilft nur hartes Handeln und das Ausleuchten der Netzwerke dahinter. Dazu zählt auf dieser Flanke eine klare Analyse der AfD. Sie ist der parlamentarische Flügel auch jener radikalisierten Kräfte, die die innere Sicherheit im Land gefährden. Die AfD ist nicht in ihrer Gesamtheit eine rechtsextremistische Partei, aber sie duldet und fördert in ihren Reihen jene, die engste Verbindung zu verfassungszersetzenden, gewaltbereiten Milieus halten. Sie nährt an den parlamentarischen Fleischtöpfen Abgeordnete, die den Opfern rechter Gewalt selbst das Totengedenken verwehren."

"La Repubblica" (Rom):

"Das Monster wacht auf, und Deutschland macht uns wieder Angst. Es macht uns noch mehr Angst, denn es sieht uns ähnlich. Seine soziale Krankheit ist unsere. (...)

Die Anbindung an die Europäische Union, und damit an eine übernationale Struktur, die jede Bestrebung des wiedervereinigten Deutschlands in Richtung Großmacht abwenden sollte, schürt das Wiederaufleben eines aggressiven Nationalismus in einer zerrissenen Gesellschaft, die sich in ihrem Wohlergehen bedroht fühlt. Genau davor hatte Angela Merkel Angst, als sie das Zusammenwirken ihrer Partei, der CDU, und der Liberalen in Thüringen mit den anti-europäischen Fremdenhassern der Alternative für Deutschland als 'unverzeihlich' bezeichnete. Aber der von der Bundeskanzlerin erwirkte Widerruf der Kooperation hat Teile der deutschen Christdemokraten nicht daran gehindert, weiter der Versuchung zum Dialog mit der extremen Rechten zu erliegen, wie es bereits in Italien und Österreich geschehen ist. Deutschland steht heute bestürzt vor dem Massaker in den Shisha-Bars von Hanau. Und hoffen wir, dass es nicht zu spät ist."

Eine Organisation kann zum Prüffall werden, wenn die Behörden erste Anzeichen für extremistische Bestrebungen erkennen. Bei einem Prüffall ist eine Beobachtung mit V-Leuten oder anderen nachrichtendienstlichen Mitteln aber grundsätzlich nicht erlaubt. Wird sie dagegen zum Verdachtsfall erklärt, so ist der Einsatz nachrichtendienstlicher Mittel, wie eine Observation, möglich, wenngleich auch nur sehr eingeschränkt.

Nach Angaben des innenpolitischen Sprechers der Unionsfraktion, Mathias Middelberg (CDU), wird zur Zeit an einer Änderung des Bundesverfassungsschutzgesetzes gearbeitet. Es gehe dabei um eine Verstärkung der Einzelpersonenbeobachtung, sagte er am Freitag im Deutschlandfunk.

Debatte über Waffenrecht

Eine weitere Verschärfung des Waffenrechts sieht Middelberg skeptisch. Er glaube, das werde am Ende nicht die Lösung des Problems sein, sagte er und verwies darauf, dass das Waffenrecht gerade erst verschärft worden sei. Bei jedem, der eine Waffe besitze oder eine neu erwerben wolle, gebe es jetzt eine Regelabfrage beim Verfassungsschutz, um festzustellen, ob es über ihn Erkenntnisse gebe. "Das schließt einen großen Teil derer, die irgendwie problematisch werden könnten, aus."

Bei dem mutmaßlichen Täter von Hanau hätte das aber wahrscheinlich nicht zum Ergebnis geführt, wenn es keine Erkenntnisse über ihn gebe und er vorher nicht auffällig geworden sei.

Der 43-Jährige hatte nach Auskunft der zuständigen Kreisbehörde im Jahr 2013 eine waffenrechtliche Besitzerlaubnis bekommen. In der Waffenbesitzkarte des Sportschützen seien zuletzt zwei Waffen eingetragen gewesen. Der Mann soll am Mittwochabend in Hanau aus mutmaßlich rechtsradikalen und rassistischen Motiven neun Menschen mit ausländischen Wurzeln erschossen, seine Mutter und sich selbst getötet haben.

Der deutsche Innenminister Horst Seehofer (CSU) und die Justizministerin Christine Lambrecht (SPD) wollen sich an diesem Freitag in Berlin bei einer Pressekonferenz zu möglichen Konsequenzen nach dem Anschlag äußern.

"Zu wenig Einsatz gegen Fremdenhass"

Kritik kam auch von außerhalb Deutschlands. So warf die türkische Regierung Berlin vor, zu wenig Härte im Kampf gegen den Fremdenhass und Islamophobie zu zeigen. "Mangelnde Sensibilität im Kampf gegen den wachsenden Fremdenhass in Europa führt jeden Tag zu neuen Anschlägen", zitierte die Tageszeitung "Die Presse" das türkische Außenministerium am Freitag.

Mustafa Yeneroglu, ein in Köln aufgewachsener türkischer Parlamentsabgeordneter, forderte indessen "konkretere Taten" seitens der deutschen Politik und prangerte den institutionellen Rassismus innerhalb der Behörden an. Dieser sei "nicht im Geringsten angegangen worden", sagte Yeneroglu laut dem Bericht.

Die pakistanische Regierung zeigte sich am Freitag ebenfalls besorgt über eine Welle von Hass gegen Ausländer und Muslime. Eine "steigende Flut von Islamfeindlichkeit, Ausländerfeindlichkeit und Rassismus" ziehe über weite Teile der Welt hinweg.

Internationale Pressestimmen

"De Standaard"(Brüssel):

"Dass die Regierung das Problem erkennt und benennt - Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) sagte, 75 Jahre nach Ende der NS-Diktatur sei der rechte Terror wieder da - ist ein Schritt nach vorn. Denn lange Zeit hat die deutsche Gesellschaft so getan, als ob sie das rechtsextreme Monster gebannt hätte. In den 1960er Jahren wurde die Nationaldemokratische Partei Deutschlands (NPD) gegründet, schaffte jedoch nie den Durchbruch. Und während im übrigen Europa die rechtsextremen Parteien schnell wuchsen, schien Deutschland das letzte gallische Dorf zu sein, das standhielt. Die Deutschen schienen definitiv ihre Lektion gelernt zu haben. Oder steckten sie nur wie der Vogel Strauß den Kopf in den Sand? (...) Obwohl eine große Mehrheit der Deutschen radikal gegen rechtsextremes Gedankengut ist - 'Wir sind mehr' sagen sie, verbuchte die AfD im vergangenen Jahr in den neuen Bundesländern beachtliche Wahlerfolge. Mittlerweile wurde die Partei vollständig von Leuten übernommen, die ihre Sympathie für die Nazi-Partei kaum noch verbergen."

"El Periódico" (Barcelona):

"Das Schlimmste an dem Anschlag ist, dass es sich nicht um einen Einzelfall handelt. Deutschland, dessen Kanzlerin Angela Merkel sich in der Migrationskrise von 2015 vorbildlich verhalten hat, lebt in bewegten Zeiten mit der Vermehrung von Neonazi-Gruppen und den Wahlzugewinnen der ultrarechten Alternative für Deutschland (AfD). Das Phänomen ist nicht neu, aber in letzter Zeit hat es sich verschlimmert. (...)

Die Anschlagswelle, die Merkel mit dem Satz 'Rassismus ist Gift, Hass ist Gift und dieses Gift existiert in unserer Gesellschaft' verurteilt hat, fällt mit dem Riss im cordon sanitaire in Thüringen zusammen, den die rechten Parteien in Deutschland immer gegen die extreme Rechte aufrechterhalten hatten."

"The Guardian" (London):

"Eine der Schlüsselfragen unserer Zeit besteht darin, inwieweit das Ausmaß der Wiederauferstehung des Nationalismus den Rechtsextremismus und tödlichen Rassenhass angefacht und legitimiert hat. Die Sache ist kompliziert. In gewisser Weise ähnlich wie (die rechtspopulistische britische Partei) Ukip hatte die AfD als eine vor allem euroskeptische Partei begonnen. Doch seit der Migrationskrise von 2015 hat sie sich in eine breitere Bewegung mit starken Elementen verwandelt, die bewusst Islamophobie und Rassismus schüren. (...) Angela Merkels bevorstehender Abschied von der Bühne bedeutet, dass eine Periode politischer Turbulenzen unvermeidlich ist. Doch während die erfolgreichste Partei der Nachkriegsära in Deutschland über ihre künftige politische Richtung nachdenkt, sollten die Ereignisse von Hanau all jenen stark zu denken geben, die versuchen möchten, die äußerste Rechte zu zähmen, einzubinden oder zu imitieren. Der Sperrgürtel zur Isolierung der AfD und ihresgleichen muss aufrechterhalten werden."

"The Times" (London):

"Das deutsche Innenministerium schätzt, dass es im Land jetzt 12.700 Rechtsextremisten mit einer Neigung zur Gewalt gibt. Das allein wäre schon eine große Herausforderung. Aber zwei Faktoren machen die Sache noch schwieriger. Der erste ist, dass verschiedene Stränge der extremen Rechten sich anscheinend im Internet kreuzen und dass Einzelgänger leicht Zugang zu einem Arsenal an Kontakten, Anleitungen für Waffen und rassistischen Doktrinen finden. Der zweite besteht darin, dass Deutschlands Sicherheitsapparat viele Jahre lang darauf ausgerichtet wurde, sich auf die vom islamistischen Terrorismus ausgehende Bedrohung zu konzentrieren. Kritiker argumentieren, dass er lange Zeit zu selbstgefällig - oder gar vorsätzlich blind - auf das Aufkommen einer flexiblen, heterogenen und internationalisierten extremen Rechten reagierte und es daher versäumte, angemessene Ressourcen für deren Überwachung bereitzustellen."

"Neue Zürcher Zeitung":

"Die wehrhafte Demokratie vermag allerdings zu unterscheiden zwischen rechter Demagogie im Stil eines Björn Höcke und Rechtsterrorismus wie in Hanau, Halle oder Kassel. Sie konnte das in den siebziger Jahren, als eine vernünftige Mehrheit Linksterrorismus nicht mit Linksextremismus gleichsetzte. So wurde die Grundlage gelegt, um die Täter der Rote-Armee-Fraktion gesellschaftlich zu isolieren und den Linksterrorismus zu vernichten. Vielleicht ist das die größte Tugend des Rechtsstaats: dass er Grenzen definiert, wo andere sie zum Zweck der Propaganda verwischen. Heute wird Deutschland ebenfalls klug genug sein, nicht alles aus einer verständlichen Empörung heraus in einen Topf zu werfen - Terroristen und Populisten."

Kommentare (75)

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jg4186
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nicht kranken Ideologien

... und Ideologen überlassen! Diese hat es immer gegeben, leider, wie wir aus der Geschichte wissen. Aber sie werden gewählt, von vielen gewählt, das ist das Besorgnis erregende. Nicht nur in Deutschland, auch bei uns. Warum bekommen solche Parteien und Politiker Stimmen, Zustimmung?

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Hazel15
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Erschreckend

Was für ein rechter Mob sich herumtreibt!!! Wie weit sind wir gesunken. Man kann sich nur schämen.

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Ifrogmi
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Der hat das auch gesagt?

Das war doch der gründer von instinction Rebellion der über den Holocaust sagte, es wäre "just another fuckery" in der Geschichte der Menschheit gewesen.
Also trifft sich hier ganz links mit ganz rechts?

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Mein Graz
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@Ifrogmi

Mit einem großen Unterschied:
Viele Rechtsextreme leugnen den Holocaust.
Dieser Linke hat ihn nicht geleugnet, er hat ihn im Verlauf der Menschheitsgeschichte gesehen.

Wozu ich sagen muss: diese Wortwahl ist einfach deppert und durch nichts zu rechtfertigen, der Holocaust ist nicht "nur ein weiterer Scheiß in der Menschheitsgeschichte", er ist wohl das Schrecklichste, was in der Menschheitsgeschichte geschehen ist.

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differentialrechnung
2
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Bekannte, grauenhafte Verbrechen eines totalitären Regimes zu leugnen,

ist eine verwerfliche, ja verbrecherische Strategie. Wie viel minder belastet ist doch der Umgang mit sehr viel weniger publizierten Massenmorden, die von einem anderen, totalitären Regime etwa zeitgleich mit dem Holocaust begangen wurden.

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pescador
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.

Und unsere Blauen suchen mit dieser Partei die Zusammenarbeit. Es ist zum schämen.

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Jondrick
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Logik

Würde man Rassismus mit einer Geisteskrankheit gleichstellen, dann würde einem auffallen, dass die AfD mit dem Täter wenig zu tun haben kann. Es wäre, als beschuldige man Menschen mit Panikattacken für eine weitere Person mit Panikattacke.... das macht keinen Sinn. Man muss stattdessen darüber nachdenken, warum es zur Panikattacke kam. Oder in anderen Worten: Es muss analysiert werden, warum er weggelaufen ist, nicht wo er hingelaufen ist.

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tigeranddragon
2
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Würde

man Beton mit Wasser gleichstellen könnte man in der Auster nicht mehr locker lässig vom 10er springen.....und ja @Jondrick dieses Posting steht ihrem hinsichtlich völliger Sinnbefreitheit um nichts nach

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Mein Graz
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@Jondrick

Ganz verstehe ich zwar nicht was du damit sagen willst, allerdings kann ich eines sagen:
Die AfD IST nicht die Panik-Attacke, sie verbreitet Panik, auf Grund derer es dann zur Attacke kommt.

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Jondrick
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Hm

Dass Panik ansteckend ist mag schon sein. Aber die “Schuld” liegt nicht bei anderen Menschen mit Panik.
Die Frage, die sich die Politik stellen muss, ist: “Warum findet die AfD solchen Zuspruch”?

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Mein Graz
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@Jondrick

Weil sie genau das vertritt, was Menschen hören wollen, die selbst nix zusammen bringen, die nichts auf die Reihe bringen und in ihrem Leben wenig Sinn sehen - und die Schuld müssen sie wem anderen geben.

Und noch einmal: die AfD hat keine Panik - sie verbreitet Panik!

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dfd4041a4e57b04e882bf4009f4ffe54
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Erst denken dann Handeln.

Um hier jemand Schuldigen zu finden, muss man weit zurück denken. Wer hat die Kriege in den Ländern wie Afgahnistan, Lybien, Iran, Irak, Syrien, den afrikanischen, Ländern, gegen Ex Jugoslawien usw. Begonnen? Wer hat diese Länder ausgebeutet und wer hat denn Migrationsstrom vorbereitet? Ohne diese Dinge hätte eine Afd gar nicht die Möglichkeit dagegen anzukämpfen. Wer hat also wirklich Schuld an den heutigen Zuständen und dem Ausländerhass?

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Bluebiru
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@muckgre

Ausländerhass funktioniert auch ohne Ausländer. Die, die Ausländer am meistenhassen, sind diejenigen, die gar keine Ausländer kennen.

Das ist ähnlich wie beim Antisemitismus. Auch dieser funktioniert wunderbar auch ohne Juden.

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Mein Graz
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Fast eine Stunde referierte H. Kickl im Jänner bei der AfD

Die AfD darf in Deutschland nicht mehr "Rechtsextrem" genannt werden, sehr wohl aber "Rechtsradikal". Ich bin allerdings dafür, das Kind beim Namen zu nennen, und der würde m.E. "Rechtsextrem" lauten (EGDUSV).

Zu so einer Partei fährt die Führungsspitze der Blauen und redet über das Lieblingsthema, die Migration. Kickl war auch voll des Lobes für die AfD, die "aufsteigende, dynamische Kraft", mit der die FPÖ "unglaublich viele Gemeinsamkeiten" habe.

Genau so wie die AfD in Deutschland agiert die FPÖ in Österreich. Auch wenn die Hetze nicht immer offen gezeigt wird, sie ist da, und die Anhänger jubeln - sie brauchen einen Sündenbock (und das sind die Ausländer), wenn sie selbst nichts auf die Reihe kriegen. "Die Anderen" sind dann schuld, wenn sie selbst versagen.

Und das ist es was diese Parteien so stark macht: diejenigen, die aus eigenem Versagen nichts erreichen müssen immer andere dafür verantwortlich machen. Das ist einfacher als eine Lösung bei sich selbst suchen.

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SoundofThunder
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Tja,Höcke

Sie sagen dass das nur ein Verbrechen ist und nicht mehr.Eines von 19406 Rechtsextrem motivierte Straftaten in Deutschland halt.Was regt‘S euch auf?😏

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SoundofThunder
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😀

Die Kronen Zeitung-Trollbrigaden tun fest Rotklicken😂 Nur weiter so,tobt‘s euch aus.

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Mein Graz
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@SoundofThunder

Die suchen die Abwechslung.
Beim reich bebilderten Wiener Blättchen sind alles Gleichgesinnte, da gibts nur 👍. Das ist laaangweiliiig!
Deshalb dann schnell hierher, da drückens dann zum Zeitvertreib 👎.
🤣

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SoundofThunder
35
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Wer schürt den Hass auf Ausländer und Migranten die es sich auf unsere Kosten...

...gut gehen lassen? Unser Geld für unsere Leut?

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SoundofThunder
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Jetzt gibt es weiter unten einen Artikel welches das Geschriebene bestätigt.

Ausländer raus! Verstörende Flyer sorgen für Aufregung.

Ausländer raus aus Kärnten!

Wenn du wie wir der Meinung bist,dass genug Ausländer bei uns und auf unsere Kosten leben,dann hilf uns diese so schnell wie möglich los zu werden.

Wir treffen uns immer Dienstag um 19 Uhr in unserem Vereinsheim.....

Genau das ist das Schüren von Hass auf Ausländer!

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FlushingMani
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Höcke

Da ist euch leider ein Fehler passiert, der Mann heißt Bernd Höcke

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X22
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Ja eh

desewegen hat er sich ja fürchterlich beschwert, als ihn eine Deutsche Tageszeitung mal "Bernd" nannte

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5d659df496fc130dbbac61f384859822
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Der Rassismus in Österreich

ist gut getarnt. Am Sonntag auf den ländlichen Vorplätzen von Kirchen möchte man gerne glauben, dass da die aufgebrezelten Trachtenträger wahre Christen sind. Im Wirtshaus nach dem Kirchgang offenbart sich aber der Abgrund.

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Balrog206
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Gerbur

Glaub nicht das du an einem Stammtisch im Wirtshaus sitzt ! Unmöglich wer sollte dir an Platz anbieten !
Gasthaus sterben in den Dörfern ist dir auch nicht bekannt oder ? Und in der Kirche warst schon länger nicht mehr den diese sind halb leer !

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Hardy1
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So viel Schwachsinn....

.....auf einmal hab ich schon lange nicht mehr gelesen....

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Mein Graz
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@Hardy1

Dann setz dich einmal neben einen Stammtisch und hör zu, was die da so von sich geben:
Die Messerattacke in Graz wurde von einem Grazer verübt. Beim Bier wird dazu gesagt: "Die Scheixx-Ausländer!"
In der Kirche bitten sie für ihre "Brüder und Schwestern". Beim Kartendippeln hört man dann: "Die von da unten sollens holt einfoch dasaufn lassn!"
Der Pfarrer predigt von Nächstenliebe, gegen Missgunst und Neid. Im Gasthaus heißt es dann, der Scheixx-Ausländer soll si schleichn, der kriagt mehr wia i!"

Ist es das, was Christen vertreten?

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Balrog206
12
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Mein

Du als ost Grazer an welchem Stammtisch sitzt du den das du deinen Schwachsinn behauptest !!!??

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