AccessControl ac = AccessControl.getAccessControl(request);

ORF-DiskussionRegierung schielt auf Leasing-Jets statt Eurofighter

Spannende Runde zum Eurofighter bei "Im Zentrum". Verteidigungsministerin Tanner lässt alte Varianten zur Luftraumüberwachung neu prüfen. Hans Peter Doskozil (SPÖ) mit Kritik an Parteikollegen.

Wir stehen zusammen – das bedeutet:
Seite an Seite mit unseren Lesern, gemeinsam durch die Krise.

Deshalb bieten wir allen Leserinnen und Lesern freien Zugang zu allen Texten, multimedialen Angeboten und Informationen rund um den Ausbruch des Coronavirus und darüber hinaus. Melden Sie sich an und nutzen Sie die Kleine Zeitung Website, App, und E-Paper während dieser schwierigen Zeiten kostenlos.

JETZT kostenlos anmelden

    Sie erhalten Zugriff auf:

  • Alle Kleine Zeitung Plus Artikel
  • Tägliches E-Paper
  • Smartphone App
Eurofighter
Eurofighter © APA/Georg Hochmuth
 

Einen tiefen Einblick in die Causa Eurofighter bot die ORF-Diskussionsrunde "Im Zentrum" am Sonntagabend. Ein etwas klareres Bild erhielt der Zuseher auch davon, wie sich die türkis-grüne Regierung eine Lösung für die Luftraumüberwachung in Zukunft vorstellt. Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP) ließ wissen, dass sie am Freitag den Generalstab mit einer neuerlichen Bewertung der beiden Kommissionsberichte ihrer Vorgänger Mario Kunasek (FPÖ) und Hans-Peter Doskozil (SPÖ) beauftragte. Darin waren mehrere Szenarien mit und ohne Eurofighter gegenübergestellt worden. "Jede dieser Varianten wird noch einmal überprüft, ergänzt um Leasingmodelle und Ausbildungsvarianten", so Tanner.

Kommentare (12)

Kommentieren
Geerdeter Steirer
1
5
Lesenswert?

Dieser Absatz im Bericht der Kleinen Zeitung ist von nicht gerade wirtschaftlich denkender Natur, ...........

"Billigste Variante?
Doskozil, nun Landeshauptmann des Burgenlandes, brachte auf Nachfrage US-amerikanische F-16-Kampfjets für Österreich ins Spiel: "Die kann man leasen". Laut Doskozil wäre diese Variante über einen Zeitraum von 30 Jahren die billigste, "obwohl der Eurofighter am Hof steht", also nicht mehr an andere Abnehmer weiterverkauft werden kann."

Da bleiben dann, sowie es in der Interpretation zu verstehen ist, die Eurofighter stehen und können nicht mal verkauft werden.
Wer hat sich diesen wirtschaftlichen Unfug mal zu Gemüte gezogen, da bleiben alle Wartungs- und Erhaltungskosten für den Eurofighter unverändert erhalten und die Leasingraten für, wie in diesem Fall die F-16, müssen dazu auch noch berappt werden.
Wenn das so ist ist es kompletter Schwachsinn welchen dem Steuerzahler sicher in die Magengrube schlägt !

Antworten
SagServus
3
2
Lesenswert?

Wer hat sich diesen wirtschaftlichen Unfug mal zu Gemüte gezogen, da bleiben alle Wartungs- und Erhaltungskosten für den Eurofighter unverändert erhalten

Nein, bleiben sie nicht weil in der Rechnung von Doskozil die EF einfach irgendwo abgestellt werden und dann vor sich hinrosten würden.

Der EF würde bei der F-16 Variante keine Minute mehr in der Luft sein.
Ausser eventuell 1 Flieger den man für das Heeresmuseum aufbewahrt und auf einer Airpower dann wieder mal vorzeigt.

Antworten
Geerdeter Steirer
1
6
Lesenswert?

" irgendwo abgestellt werden und dann vor sich hinrosten würden"

Mal allen Ernstes, dies ist sinnvoll ?!?

Antworten
SagServus
0
2
Lesenswert?

Mal allen Ernstes, dies ist sinnvoll ?!?

Ob dies sinnvoll ist, weiß ich nicht.

Aber es ist wohl lt. der Berechnung von Doskozil billiger die F-16 Jets zu leasen und die EF einfach still zu legen, selbst wenn man sie nicht weiterverkaufen könnte, als diese um 300 Mio € aufzurüsten und weiterzubetreiben.

Ich möchte jetzt aber auch nicht sagen, dass die Rechnung korrekt ist.

Antworten
Geerdeter Steirer
0
3
Lesenswert?

Ich gehe hier rein von der Sinnhaftigkeit aus mit einem Beispiel als Otto-Normalverbraucher, ........

stelle dir deswegen nun auch die ernsthafte Frage ob du z.B. wenn dein Kfz zu teuer in der Erhaltung und vom technischen Stand nicht mehr "up to Date" ist es auch irgendwo abstellst und vor sich hinrosten lässt, da ist die Nachhaltigkeit schon höchst fragwürdig und mit krankhaftem
Messie-Syndrom oder Compulsive Hoarding zu vergleichen !

Wenn, dann gehören die Eurofighter verkauft oder ohne viel Aufbauscherei "up to Date" aufgerüstet und weiterverwendet da sie erst seit 2003 in Serienproduktion sind, sie sind schließlich und endlich nicht wie die 105er Saab 50 Jahre alt um sie verrotten zu lassen !

So kann man Geld brach liegen lassen und im wahrsten Sinn verrotten lassen !

Antworten
SagServus
0
1
Lesenswert?

Nachhaltigkeit ist hier Fehl am Platz....

Bei militärischem Gerät ist ein Weiterverkauf nicht so einfach möglich wie bei einem KFZ.

Wir können die EF nicht so einfach weiterverkaufen da EADS bzw. die Herstellerländer immer das Letztwort haben. Oder glaubens leicht die würden zusehen wie unter anderem NATO Technologie nach Russland verkauft wird?

Deswegen wohl auch von Doskozil die Annahme, dass man nicht verkauft (weils eben keinen passenden Abnehmer gibt).

Hier gehts um Steuergelder und natürlich muss man hier Ernsthaft in Betracht ziehen etwas still zu legen und vor sich hinrosten zu lassen wenn eine andere Variante über die nächsten 20-30 Jahre billiger kommt.

Und zur "Serienproduktion": Die Variante die Österreich verwendet ist quasi der Prototyp und schon lange nicht mehr in Produktion. Das Österreich nach gerade mal 15 Jahren jetzt vor dieser Thematik steht, haben wir den Nachverhandlungen von Darabos zu verdanken, völlig unabhängig von der Thematik etwaiger Schmiergeldzahlungen und der damaligen Schwarz-Blauen Regierung.

Antworten
Hieronymus01
35
16
Lesenswert?

Tanner ist schon jetzt mit diesem Posten überfordert.

Mit der Argumentation dass alle europäischen Länder Überschallflugzuege haben und desswegen nichts anderes in Frshe kommt, zeigt von wo sie herkommt.

Das selbe verhalten gibt es bei vielen Bauern. Dort muss man sich auch mindesten einen gleichgrossen Mähdrescher oder Traktor kaufen wie die Nachbarsbauern.
Ob das Sinnvol oder Wirtschaftliche ist sei nicht so wichtig.
Aber vieleicht gibt es auch bei den Fliegern EU-Förderung.

Antworten
ichbindermeinung
41
12
Lesenswert?

Bürger sollen das direkt selbst entscheiden

das sollten schon die österr. Bürger als die Zahlenden mit einer Abstimmung entscheiden dürfen: klimaschädliche Kampfflieger kaufen oder leasen (egal welche Variante) oder das Steuergeld lieber für die Pflege/Pensionen/Steuerreform einsetzen

Antworten
porod92
0
3
Lesenswert?

Na genau

Würde sicher sehr gut funktionieren. Also im Ernst über alles soll der Bürger nicht entscheiden. Irgendwo hat man Grenzen.......

Und wenn der Bürger unzufrieden ist, wird die PARTEI halt abgewählt so einfach ist das. Ich lass doch das Volk nicht über die Sicherheit des Landes entscheiden da diese überhaupt keine Ahnung hat.

Antworten
SagServus
0
10
Lesenswert?

Bürger sollen das direkt selbst entscheiden

Genau.

Das funktioniert bei uns sicher ganz toll.

Vor allem mit so einer populistischen Frage wie sie sie schon aufstellen.

Antworten
Liemo
1
30
Lesenswert?

@ichbindermeinung

Naja, die Luftraumüberwachung steht in der Verfassung und dem Neutralitätsgesetz, da kann das Volk nicht darüber entscheiden, da bräuchten wir schon eine Verfassungsänderung....
Ob Leasen oder Kaufen, ich hoffe, da gibt es genügend gscheite Leut im Parlament, dazu sind sie gewählt, dafür werden sie bezahlt...

Antworten
ARadkohl
0
30
Lesenswert?

Ein sich ewig dahinziehender Skandal,

Bei dem bisher nur der Steuerzahler zur Rechenschaft gezogen wurde.

Antworten