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Wiesinger-BerichtSechs Problemfelder: Was an den Schulen schiefläuft

Neben ihrem Aufreger-Buch hat die freigestellte Ombudsfrau für Wertefragen und Kulturkonflikte im Bildungsministerium auch ihren Tätigkeitsbericht abgeliefert. Und der enthält viel Sprengstoff - Wiesinger ortet nach Hunderten Gesprächen mit Lehrer und Anderen sechs große Problemfelder. Etwa Diskriminierung, Gewalt und Radikalisierung.

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Susanne Wiesinger Ombudsfrau
Susanne Wiesinger lieferte als Ombudsfrau für Wertefragen und Kulturkonflikte einen umfangreichen Tätigkeitsbericht ab © Alexander Danner
 

Susanne Wiesinger hat viel Staub aufgewirbelt mit ihrem Buch "Machtkampf im Ministerium", in dem die Ombudsfrau für Wertefragen und Kulturkonflikte politischen Einfluss auf Schulen beklagt. Bildungsminister Heinz Faßmann hat sie ja daraufhin freigestellt. Ihr offizieller 135-seitiger Tätigkeitsbericht, den sie zu ihrem Thema geliefert hat, ist da ein wenig untergegangen. Sie zitiert darin zahlreiche Studien und führt Beispiele aus ihren Gesprächen als Ombudsfrau an. Wiesinger ortet sechs Problemfelder an Schulen, insbesondere „Brennpunktschulen“:

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Danke für Ihr Verständnis.

Mein Graz
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Tätigkeitsbericht

Ich habe diesen Bericht nicht vollständig durchgelesen, ich habe ihn "quergelesen" und stellenweise überflogen.
Was mir schon zu Beginn aufgefallen ist:
Es wurde ein hoher Prozentsatz an NMS besucht bzw. mit Vertretern diese Schulen gesprochen, AHS und BMHS vergleichsweise wenige. Die daraus resultierenden Zahlen werden allerdings dann nicht in Prozentwerten angegeben sondern in fixen Zahlen. M.E. ist dies tendenziös.
Weiters werden nur Negativbeispiele aus dem "Milieu" des Islamischen Glaubens aufgezählt, im Text verschwindet folgender Satz fast gänzlich: "Auch Personen mit Migrationshintergrund oder einer muslimischen Religionszugehörigkeit erfuhren doppelt so häufig (62% bzw. 78%) eine schlechtere Behandlung als Personen ohne Migrationshintergrund (37%) oder mit einer christlichen Religionszugehörigkeit (39%)."

Ich hoffe, dieser Bericht wird von Fachleuten genau unter die Lupe genommen und nicht so wie er ist als bare Münze verkauft!

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wnobbe
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Der Tätigkeitsbericht von Susanne Wiesinger

file:///C:/Users/user/Downloads/OS_WK_TB%2520(6).pdf

Im Bericht geht es ausschließlich um Brennpunktschulen und deren Probleme, das sind NMS. Diese Schulen werden zumeist von mehr als 80% Schülern mit Nicht-Deutscher Muttersprache besucht. Den Bericht hat sie im Dezember 2019 an das Bildungsministerium abgegeben, ihr Buch ist Mitte Jänner 2020 erschienen. Niemand muss es kaufen.

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Mein Graz
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@wnobbe

Das versteh ich jetzt nicht. Weiter unten postest du
"... der Bericht bleibt ja wieder hinter verschlossenen Türen. Es ist wichtig, dass ihr Buch der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird."

Genau darauf antworte ich, dass der Bericht ja öffentlich ist.
Auch das Buch ist der Öffentlichkeit zugänglich - und darauf antworte ich, dass man es (wenn man es lesen will) halt kaufen muss.

Wie ist jetzt dein Statement zu verstehen?

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Mein Graz
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@wnobbe

Okay, es handelt sich um Brennpunktschulen, das erklärt den hohen Anteil an NMS.
Es erklärt aber nicht, aus welchem Grund weitere Auswertungen nicht in Prozenten angegeben sind.
Es erklärt nicht, aus welchem Grund nur Negativbeispiele aufgezählt sind.
Es erklärt nicht, warum kaum darauf eingegangen wird, dass v.a. Personen mit Migrationshintergrund bzw. muslimischen Glaubens eine schlechtere Behandlung erfuhren.

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wnobbe
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Mein Graz

Wie gesagt, im Dezember 2019 hat Frau Wiesinger den Tätigkeitsbericht abgegeben, dort lag er zuletzt auf dem Schreibtisch des Bildungsministers. Am Montag, den 20. Jänner kam ihr Buch „Machtkampf im Ministerium“ heraus, in dem sie auch den Einfluss der Politik auf die Schulen beschreibt. Sonntag, den 19. Jänner, war im Zentrum darüber eine Diskussion, da habe ich mir noch am Abend das Buch per Internet bestellt. Am Dienstag, den 21.Jänner, wurde der Bericht vom Bildungsministerium im Internet veröffentlicht. Hätte sie das Buch nicht geschrieben, wäre – vermute ich – der Bericht in der Schublade geblieben.
Brennpunktschulen sind NMS in Ballungszentren v.a. in Großstädten wie Wien, Berlin, …wo viele muslimische Familien in ihrer Parallelgesellschaft leben, die haben andere gesellschaftliche Werte als wir, und die machen Probleme. Warum, das kann man im Bericht oder im Buch nachlesen.

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Mein Graz
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@wnobbe

Hätte sie nicht - wäre: eine gewagte Annahme. Was tatsächlich passiert wäre weißt du nicht, weiß ich nicht.

Oben aufgezählte Punkte sind noch immer ungeklärt.

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pietrok5
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Sehr einseitiger Bericht

Ich habe guten Einblick in 2 Grazer AHS und eine Volksschule. Der Bericht ist sehr einseitig und konzentriert sich in populistischer Manier nur gegen Ausländer. Daß auch österreichische Kinder bzw. deren Eltern für Probleme in Schulen sorgen wird völlig vergessen. Ich spreche von rechtsradikaler, ausländerfeindlicher, homophober Einstellung der Eltern. Es gibt auch genug österreichische Eltern, die keinerlei Beitrag zum schulischen Erfolg der Kinder leisten. Hausaufgaben werden nicht gemacht, Elternbriefe werden nicht einmal unterschrieben, Einladungen zu Gesprächen wird nicht Folge geleistet. Bevor man wie üblich gegen Ausländer hetzt, sollte man vor der eigenen Tür kehren.

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Geerdeter Steirer
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Da kann ich nur zustimmen @pietrok5.......

Wir haben unter den Einheimischen (österreichischen) Elternteilen genügend kohlrabenschwarze Schafe welche sich einen Kehricht darum kümmern, jedoch beim nörgeln und kritisieren sind sie Spitze! Meines Erachtens spiegelt sich deren eigener Umstand und deren Fehlverhalten in ihren Kritiken.

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hornet0605
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Aber aus der kath. Kirche austreten...

All jene, die aus der katholischen Kirche ausgetreten sind, sollen bezüglich Islamisierung schön leise sein. Sie wenden sich ja selbst von den christlichen Werten ab. Das ist reine Heuchelei!!

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UHBP
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@hornet...

Was für ein Schwachsinn! Sorry!
Nur weil jemand aus der Kirche ausgetreten ist, heißt das ja noch lange nicht, dass er keine "westlichen" Werte hat. Von christlich möchte ich nicht schreiben, den Diskriminierung von Frauen zum Beispiel ist in der kath. Kirche eher der Normalfall und nicht die Ausnahme. (Priesteramt, Abtreibung, etc..).
Vom Vertuschen von Missbrauchsfälle durch die kath. Kirche möchte ich erst gar nicht schreiben. Soviel zu deinen ach so christlichen Werten.

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vanhelsing
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Und in jedem Punkt ist die...

RELIGION ein Thema!!!!

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Sam125
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Liebe Frau Wiesinger, ich bedanke mich persönlich bei ihnen, für ihren Einsatz

Zum Wohle unserer Gesellschaft!!! Es ist nur zu hoffen,dass endlich auch die letzten "Ultralinken" endlich einsehen, dass sie in Sachen Migration und Integration, auf der "falschen Spur"abgebogen sind! Lest bitte noch einmal genau durch, was hier bei uns , in einem Land in dem die Frauen,den Männern gleichgestellt sein sollten, mit vielen Mädchen und Frauen geschieht und DAS erst recht noch in der zweiten oder sogar in der dritten Generation, der bei uns lebenden Menschen! Und DAS sind oft schon unsere neuen eingebürgerten Österreicher! Und Ja, das Kopftuchverbot als Zeichen des radikalen Islam muss aus ALLEN Schulen und auch Universitäten verbannt werden! Die Parallelwelten lassen Grüßen! ÖSTERREICH und EUROPA wach enlich auf,bevor es zu spät ist! Danke Frau Wiesinger, dass sie den Menschen zeigen, wie es wirklich in den Schulen zugeht, denn diese Jugendlichen sind Der Spiegel Ihrer Familien!

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Mein Graz
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@Sam125

Was hat da nicht gepasst?
Ich hab einen einzigen Satz hier herein kopiert und meine Zustimmung dazu Kund getan!

"das Kopftuchverbot als Zeichen des radikalen Islam muss aus ALLEN Schulen und auch Universitäten verbannt werden" steht im Posting von @Sam125 wort-wörtlich! Dem stimme ich zu.

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bond007
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Traurig

Dass man in diesem Land für so einen Bericht seinen Job riskiert und Angst vor den Verantwortlichen haben muss. Hötte sie den Bericht vorher dem Minister vorgelegt wäre das sicher wieder alles vertuscht worden. Traurig wie das in unserem "aufgeklärten" und "sozialen" Land so funktioniert.

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Mein Graz
23
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@bond007

Sie wurde nicht auf Grund des Berichtes entlassen sondern auf Grund des Buches, das sie über das Ministerium geschrieben hat.

Ich hätte keine Basis für eine Zusammenarbeit mit einem Mitarbeiter, der mich hintergeht und mein Vertrauen missbraucht.

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wnobbe
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Transparenz ist notwendig

Mein Graz, der Bericht bleibt ja wieder hinter verschlossenen Türen. Es ist wichtig, dass ihr Buch der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird.

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Mein Graz
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@wnobbe

Der Tätigkeitsbericht in nicht hinter verschlossenen Türen verborgen, er kann von jedem, der Internetzugang hat, gelesen werden. Einfach downloaden!
Und das Buch ist bereits veröffentlicht - man muss es sich nur kaufen, was der Dame natürlich gefallen dürfte.

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vitriol74
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Tut mir leid aber wenn man das

liest und das gelesene nur zum Teil richtig ist - soll man da keine Angst vor dem Islam haben???

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aral66
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ad vitriol74: Vor dem Islam?

Eher vor Menschen, die den Glauben (falsch) interpretieren, ihre Kultur über den Glauben stülpen und behaupten, das hätte etwas mit ihrer Religion zu tun !! und vor DUMMHEIT im Allgemeinen !!! Auf BEIDEN SEITEN !!!

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Ch.Gschiel
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Ich habe "Angst" vor...

Menschen die Ängste verbreiten, und negative Auswüchse, die gibt es unbestritten, als Grund dafür anführen, eine ganze Gruppe zu verunglimpfen. Ich habe "Angst" vor Menschen, die nicht fest in ihrer eigenen Kultur und ihren Überzeugungen verankert sind und deshalb alles, was anders ist verteufeln und sich davor fürchten müssen. Ich stimme Glattauer nur manchmal zu, aber wenn er sagt: "Man muss die Eier haben" und solchen Auswüchsen, wie sie im Bericht erwähnt werden, in einer Klasse als LehrerIn, Klassenvorstand, Direktorin entschieden entgegen treten, statt zu Jammern, hat er recht. Aber dazu muss ich selbst in meinem Leben, meinen humanistischen Überzeugungen und meiner Kultur gefestigt sein und mich nicht von Ideologie, egal ob von links, oder rechts, treiben lassen. Vor allem aber muss ich den Mut haben, dafür einzutreten mich nicht darum kümmern, ob ich deswegen von der einen Seite als "Gutmensch" und vielleicht von der anderen als "Rassist" beschimpft werde.

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scionescio
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Chapeau!

100 von 100 Punkten ;-)

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crawler
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Jener Islam

von dem hier die Rede ist kann nur so stark werden wie wir es zulassen. Leider ist die neue (politische) Sichweise aber so, dass eher wir uns anpassen müssen. Vielleicht werden wir in einigen Jahren im eigenen Land selbst eine Minderheit sein.

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Mein Graz
10
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@crawler

Wessen politische Sichtweise verlangt, dass "eher wir uns anpassen" müssen?
Bitte nenne mir eine Partei, die die Anpassung der Österreicher (Christen) an die "Ausländer" (Muslime) verlangt.

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aral66
6
28
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Vor dem Islam?

Eher vor Menschen, die den Glauben (falsch) interpretieren, ihre Kultur über den Glauben stülpen und behaupten, das hätte etwas mit ihrer Religion zu tun !! und vor Dummheit im Allgemeinen!!! Auf BEIDEN Seiten !!!!

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martinx.x
13
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Jahrhunderte lang

haben wir den Islam erfolgreich abgewehrt (Türkenbelagerungen etc), nun holen wir Moslems zu hunterttausenden ins Land, die lachen sich ins Fäustchen.

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X22
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Naja nur zu ihrer Information, das Osmanische Reich oder wie sie dazu sagen Türken, bestand aus vielen Religionen und in den Zeiten der Belagerungen von Wien spielte die Religion nur eine nebensächliche Rolle, da gings um Macht und Machtverhältnisse, ansonst finde ich ihren Kommentar als einen populistischen bullshit der meist von rechter Seite verbreitet wird

Bis in die zweite Hälfte des 15. Jahrhunderts hatte das Reich eine christliche Mehrheit und stand unter der Herrschaft einer muslimischen Minderheit. Die Sultane folgten als sunnitische Muslime der hanafitischen Rechtsschule. Seit der Eroberung des Mamlukensultanats in Ägypten 1517 besaßen sie auch die Oberhoheit über den Hedschas und die heiligen islamischen Städte. Im 18. Jahrhundert wurde diese Tatsache zur Rechtfertigung des Osmanischen Kalifats angeführt. Im Reich waren dazu das Christentum (Orthodoxe, Armenier und Katholiken), das Judentum (siehe Sephardim), das Alevitentum und der schiitische Islam, das Jesidentum, Drusen sowie weitere Konfessionen und Religionsgemeinschaften vertreten.[115]

Im späten 19. Jahrhundert begann der nichtmuslimische Bevölkerungsanteil beträchtlich zu sinken – nicht nur wegen Gebietsverkleinerungen, sondern auch wegen Wanderungsbewegungen. Der Anteil der Muslime machte in den 1820er Jahren 60 % aus, stieg schrittweise auf 69 % in den 1870ern und dann auf 76 % in den 1890er Jahren.[115] 1914 waren nur noch 19,1 % der Reichsbevölkerung nichtmuslimisch, hauptsächlich Christen, und einige Juden.[115] (Wikipedia)

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