Heute tritt der Nationalrat zu einem letzten Plenartag vor der Sommerpause zusammen. Gestartet wird um 9 Uhr mit einer Fragestunde mit Außenministerin Beate Meinl-Reisinger (Neos). Im Anschluss wird ein Entschließungsantrag im Zusammenhang mit der Bewerbung für einen nicht-ständigen Sitz im UNO-Sicherheitsrat debattiert, unterstützt wird dieser von allen Parteien außer der FPÖ. Diese wird wiederum einen eigenen Antrag einbringen, der einen jährlichen Bericht an den Nationalrat über österreichische Geldflüsse an internationale Organisationen fordert.

Auf der Tagesordnung steht auch die Einführung sogenannter Orientierungsklassen, die Flüchtlingskinder nach ihrer Ankunft in Österreich für einige Zeit besuchen sollen. Konkret ist vorgesehen, dass schulpflichtige Kinder und Jugendliche, die etwa in Flüchtlingslagern aufgewachsen sind und keine Erfahrung mit Bildungseinrichtungen haben, mit ihren Eltern zu einem Orientierungsgespräch mit einer Schulleitung geladen werden. Kinder, die nicht nur Förderung in Deutsch brauchen, sondern auch Probleme bei altersgerechten Grundkompetenzen haben (Erkennen von Schriftzeichen und Symbolen, Motorik, soziales Verhalten, Verstehen sozialer Regeln), können dann bis zu sechs Monate einer Orientierungsklasse zugeteilt werden. Der Unterricht dort kann auch klassen-, schulstufen-, schulstandort- und schulartübergreifend erfolgen.

Ebenfalls ermöglicht werden soll die Einführung digitaler Studierendenausweise an Pädagogischen Hochschulen durch eine Änderung des Hochschulgesetzes.