In Österreich und Bayern starten am Samstag die Osterferien. Romana Schuster vom ÖAMTC erwartet gegenüber dem Vorjahr vermehrten Ausflugsverkehr. Das betreffe einerseits die Ski- und Naherholungsgebiete, andererseits einige der Grenzübergänge – vor allem im Süden. "Wir rechnen mit starkem Verkehrsaufkommen in Richtung Obere Adria und Balkan", sagt Schuster. Bei Tageshöchstwerten um die 20 Grad dürfte es schon viele in den Süden ziehen.

Der Transitverkehr werde sich zwar in Grenzen halten, Osterbesuche in den Balkanländern werden sich aber auf den Verkehr auf Österreichs Straßen auswirken. Mit dem höchsten Verkehrsaufkommen rechnet die ÖAMTC-Expertin beim Grenzübergang Nickelsdorf im Burgenland. Ohne Zeitverlust wird es aber auch an den Grenzübergängen Spielfeld (A9) und dem Karawankentunnel (A11) nicht ablaufen. Für die Einreise nach Slowenien benötigt man keinen 3G-Nachweis mehr, in Italien dagegen schon (siehe Grafik)

Der Aufbruch in die Osterferien wird zum Teil schon am Samstag erfolgen. Gründonnerstag und Karfreitag werden aber die Hauptreisetage sein. Auf der Rückreise soll es dann am Ostermontag zu den längsten Verzögerungen kommen.

In Kärnten steige die Staugefahr zudem rund um den Dobratsch und die Kärntner Seen. In Salzburg und der Steiermark werde auf der Ennstal Straße (B320) mit Zeitverlust zu rechnen sein.

Ausklingende Skisaison und Urlauberwelle aus Deutschland

Die ausklingende Skisaison werde sich vor allem auf Tirol auswirken. Wegen der Anreise der Bayern ist auf der Fernpass-Route (B179) mit Verzögerungen zu rechnen. Blockabfertigung vor dem Brettfalltunnel auf der Zillertal Straße (B169) scheint programmiert. 

Beim ADAC-Südbayern rechnet man aufgrund der 14-tägigen Osterferien mit einer Urlaubswelle in Richtung Österreich und Italien. Letzteres würde vor allem die Transitrouten in Tirol, Fernpassstrecke und Brenner Autobahn, belasten. Die lange wegen Corona aufgeschobenen Reisepläne und vor allem die Buchungslage sprechen heuer für ein frühes Einsetzen des Reiseverkehrs.