Waldbrand im Rax-GebietSorge nach Löscharbeiten: Feuerwehrleute und Bergretter mit Corona infiziert

Ermittler werden am Mittwoch erstmals die Ausbruchsstelle für den Waldbrand in Hirschwang im Raxgebiet untersuchen. Die Exekutive vermutet eine "fremde Zündquelle" als Ursache. Sorgen macht hingegen die Coronainfektion mehrerer eingesetzter Feuerwehrleute.

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© APA
 

Am Mittwoch waren rund 200 Helfer damit beschäftigt, lokale Glutnester vom Boden aus zu bekämpfen. Ein weiterer Einsatzpunkt betraf einen brennenden Baum, der umgestürzt und über eine Kante gefallen war. Für Donnerstag wurde Niederschlag prognostiziert. Es wurde erwartet, dass die Löscharbeiten mindestens bis zum Wochenende dauern werden.

Bekannt wurde indes, dass fünf Personen, die den Waldbrand bekämpft haben, mit Corona infiziert sind. "Folgefälle sind nicht auszuschließen", sagte ein Sprecher von Gesundheitslandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ). Demnach sollen vier Feuerwehrleute und ein Mitglied der Bergrettung betroffen sein. "Bei so vielen Leuten kann das natürlich einfach passieren", sagte Franz Resperger vom Landesfeuerwehrkommando zu den Erkrankungen. Es sei "zum Glück aber keine einzige Feuerwehr ausgefallen.

Ermittlungen am Brandort

Spezialisten des Landeskriminalamtes Niederösterreich, des Bundeskriminalamtes und der Bezirksbrandermittler sollen die - unter anderem mittels Video-Aufzeichnungen der Rax-Seilbahn eruierte - Stelle untersuchen, an der das Feuer seinen Ausgang genommen haben dürfte. Dort sollen laut Polizei in der Vergangenheit immer wieder Lagerfeuer gemacht worden sein. Zudem sollen die Ermittler etwaige Spuren sichern. "Nach dem Brand und dem Löscheinsatz ist das schwierig", sagte Polizeisprecher Raimund Schwaigerlehner. Die Umfeldermittlungen laufen bereits seit mehreren Tagen. Im Zuge der Erhebungen werde auch "zahlreichen Hinweisen aus der Bevölkerung nachgegangen", sagte der Sprecher.

Löscharbeiten gehen weiter

In der Nacht auf Mittwoch waren laut Huber immer wieder kleine Glutnester aufgeflammt, die von den insgesamt 150 Einsatzkräften bekämpft wurden. Am Mittwoch wurden erneut Hubschrauber aufgeboten, wobei die Fluggeräte aus Deutschland - Sikorsky CH-53 - nicht mehr zum Einsatz kamen. Die Helfer wurden verabschiedet, sagte Huber.

Am Mittwoch waren rund 200 Helfer damit beschäftigt, lokale Glutnester vom Boden aus zu bekämpfen. Ein weiterer Einsatzpunkt betraf einen brennenden Baum, der umgestürzt und über eine Kante gefallen war. Für Donnerstag wurde Niederschlag prognostiziert. Es wurde erwartet, dass die Löscharbeiten mindestens bis zum Wochenende dauern werden.

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