Waldbrand im Rax-GebietSpezialflieger aus Italien und Deutschland im Kampf gegen Flammen

Feuer über Nacht wieder stark angefacht. Löschflugzeuge und Spezialhubschrauber aus Italien und Deutschland treffen heute und morgen ein. Der heutige Samstag ist laut Landeshauptmann-Vize "Großeinsatz-Tag" gegen die Flammen.

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WALDBRAND IM RAX-GEBIET Drohnenaufnahme
Nächtliche Drohnenaufnahme vom Waldbrand im Raxgebiet © Patrik Lechner/Einsatzdoku.at
 

Im Kampf gegen den in Hirschwang in der Marktgemeinde Reichenau a.d. Rax (Bezirk Neunkirchen) wütenden Waldbrand werden Fluggeräte aus dem Ausland zum Einsatz kommen, wie Landeshauptmann-Stellvertreter Stephan Pernkopf am Samstagvormittag nach einer Lagebesprechung mitteilte. Am Nachmittag trafen zwei Canadair-Maschinen der italienischen Regierung ein. Am Sonntag werden zwei  Spezialhubschrauber landen, die aus Deutschland nach Niederösterreich gesendet werden.

Die beiden Canadair-Maschinen aus Italien haben laut Pernkopf jeweils ein Fassungsvermögen von etwa 7.000 Litern. Das benötigte Wasser soll aus der Donau aufgenommen werden. Über die genauen Entnahmestellen entscheiden letztlich auch die Piloten - "hochkarätige Spezialisten", wie der Landesvize anmerkte.

Waldbrand im Rax-Gebiet (Patrik Lechner, Einsatzdoku.at)

Auch steirische Einsatzkräfte der Feuerwehren und Bergrettungen stehen im Rax-Gebiet im Einsatz.

Die Spezialhubschrauber, die am Sonntag eintreffen werden, fassen jeweils 5.000 Liter. "Wir gehen davon aus, dass wir damit die nächsten Tage gut bestreiten können", erklärte Pernkopf. Schon am Freitag waren in Absprache mit dem Innenministerium Fluggerät-Kapazitäten in Nachbarstaaten abgefragt worden, "um für alle Eventualitäten gerüstet zu sein". Die Unterstürzung aus Italien und Deutschland erfolge nun auf Basis der europäischen Nachbarschaftshilfe. Auch Niederösterreich habe zuletzt in diesem Rahmen immer wieder unter die Arme gegriffen, erinnerte Pernkopf u.a. an den Einsatz zahlreicher Feuerwehrleute bei den Waldbränden in Nordmazedonien im August.

Den Samstag bezeichnete Pernkopf als "Großeinsatztag". In der Luft sind über dem Rax-Gebiet zehn Hubschrauber, sechs stellt das  Verteidigungsministerium und vier die Polizei. Bei zwei Helikoptern handelt es sich um Fluggeräte mit einem Fassungsvermögen von bis zu 3.000 Litern.

Laut Landesfeuerwehrkommandant Dietmar Fahrafellner sind erneut 500 Kräfte aufgeboten, davon "40 Waldbrandbekämpfer im unwegsamen Gelände". Über Nacht habe es ein "starkes Anfachen des Feuers gegeben". Nun müssten die Flammen einmal mehr "von mehreren Seiten" bekämpft werden. Eine sogenannte Verteidigungslinie sei mittlerweile auch am Bergkamm errichtet worden, um ein Überspringen der Flammen und damit eine weitere Ausbreitung zu verhindern.

Löscheinsatz: Waldbrand im Rax-Gebiet - 500 Helfer im Einsatz

Die Leitzentrale in einem Feld in Hirschwang

Lukas Kreimer

Eine mobile Einsatzleitzentrale wurde in einem Container errichtet

Lukas Kreimer
Lukas Kreimer
Lukas Kreimer
Lukas Kreimer

Auch der Katastrophenschutz der Feuerwehr ist im Einsatz

Lukas Kreimer

Auch der Katastrophenschutz der Feuerwehr ist im Einsatz

Lukas Kreimer
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Erste Flüge der Canadair-Maschinen sind nach Angaben von
Fahrafellner in den Abendstunden und Sonntagfrüh geplant. "Mit den Maßnahmen hoffen wir, dass die Lage besser unter Kontrolle zu bringen ist."

Lob kam von Pernkopf für die bisherige Herangehensweise an den Waldbrand. Es funktioniere "trotz schwierigster Umstände gut". Die "Einsatzkräfte leisten Übermenschliches", verwies der Landesvize u.a. auf die topografischen Schwierigkeiten im Rax-Gebiet.

Die Flammen waren am Montag ausgebrochen. Das Feuer breitete sich extrem rasch aus - innerhalb von zehn Stunden von fünf auf mehr als 100 Hektar.

Bei der Brandursache geht die Polizei von einer "fremden Zündquelle" aus. Umfelderhebungen, etwa auch in umliegenden Hütten, werden durchgeführt. Zahlreiche Hinweise sind bereits eingegangen.

Kommentare (3)
tannenbaum
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Anstatt

ordentlicher Geräte für unsere Feuerwehren für Katastropheneinsätze zu kaufen, baut die Regierung lieber Bunker, wo sie sich verschanzen können wenn’s draußen ungemütlich wird!

stefstef
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CL-415

Bei den Hubschraubern verstehe ich es auch nicht, aber wo soll die CL-415 in Österreich Wasser fassen? Die Donau ist 70km vom Brand weg. Im Sommer sind die Seen auch voll mit Booten und Menschen.

amse84ik
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@ stefstef

Sie haben auch anscheinend nichts zu tun als Stumpfsinn zu schreiben.War im Brandeinsatz im Grenzgebiet Österreich/Italien und da wurde das Wasser für den Löscheinsatz in Lignano per Flugzeug im Meer aufgetankt..Wo ist Lignano und wo ist Tarvis ???