Zwei Frauen totBluttat in Wien: Rufe nach Verbesserungen im Gewaltschutz

Der Frauenring fordert einen Krisenstab gegen häusliche Gewalt.

×
Artikel gemerkt

Gemerkte Artikel können Sie jederzeit in Ihrer Leseliste abrufen. Zu Ihrer Leseliste gelangen Sie direkt über die Seiten-Navigation.

Zur Leseliste
© APA/Techt
 

Rufe nach Verbesserungen im Gewaltschutz sind nach der Tötung von zwei Frauen in Wien-Favoriten wieder laut geworden. FPÖ-Vertreter kritisierten indes unter Verweis auf den Asylstatus des mutmaßlichen Täters Asyl- und Abschiebepraxis.

Klaudia Frieben, Vorsitzende des Österreichischen Frauenrings, forderte von der Regierung, "dem Gewaltschutz endlich oberste Priorität einzuräumen". Es brauche einen Krisenstab, der sich ausschließlich mit häuslicher Gewalt und Gewalt gegen Frauen beschäftigt, sowie die Abhaltung von Hochsicherheitsfallkonferenzen unter Einbeziehung von Gewaltschutzexpertinnen. Keinesfalls dürften aber "die wiederholten Schreckenstaten" für Asyldebatten "instrumentalisiert werden".

"Seit Monaten schlagen die Gewaltschutzeinrichtungen Alarm, warum stellt sich die Bundesregierung, allen voran die Frauenministerin, taub?", kritisierte SPÖ-Frauenvorsitzende Eva-Maria Holzleitner. "Wir warten noch immer vergebens auf die bundesweite Umsetzung der Hochrisikofallkonferenzen." Dieses Instrument gegen wiederholte und schwere Gewalt sei unter Türkis-Blau abgeschafft und "leider nur halbherzig" wieder eingeführt worden. Ein Manko sei auch, dass Opferschutzeinrichtungen nicht von sich aus diese Konferenzen einberufen könnten. Die SPÖ-Frauen drängten zudem auf eine Erhöhung der Gewaltschutzmittel auf die von den betroffenen Organisationen geforderten 228 Millionen Euro.

"Gewaltschutzsektor chronisch unterfinanziert"

"Der Gewaltschutzsektor ist bis heute chronisch unterfinanziert und die Umsetzung konkreter Gewaltschutzmaßnahmen ist zu langsam und intransparent", kritisierte NEOS-Frauensprecherin Henrike Brandstötter. Auch der NEOS-Vorschlag für ein weiteres Gewaltschutzpaket beinhalte eine multiinstitutionelle Einberufung von Fallkonferenzen bei Hochrisikofällen.

Der Wiener FPÖ-Chef Stadtrat Dominik Nepp forderte: "Frauen müssen besser geschützt werden, Männer, die Gewalt gegen sie als kulturelle Normalität ansehen, haben unser Land unverzüglich zu verlassen." Er und der freiheitliche Bezirksparteiobmann LAbg. Stefan Berger sprachen sich "gegen die Aufnahme weiterer junger Männer aus Nordafrika, Afghanistan oder Syrien" aus.

"Femizide sind keine Einzelfälle, sondern haben System. Sie sind die extremste Form von patriarchaler Gewalt", sagte Viktoria Spielmann, Frauensprecherin der Grünen Wien. Zehn der heuer schon 21 Frauenmorde in Österreich seien in Wien begangen worden, so die Gemeinderätin, die zudem darauf verwies, dass es das "Projekt StOP Stadtteile ohne Partnergewalt" bald in Favoriten geben werde.

Zwischen 0 Uhr und 6 Uhr ist das Erstellen von Kommentaren nicht möglich.
Danke für Ihr Verständnis.

Sam125
0
5
Lesenswert?

Frau Klaudia Frieben,warum dürfen diese Taten die in Österreich gegen Frauen

begangen werden NICHT mit unserer fehlgeleiteten Integrationspolitik in Verbindung gebracht werden?Ist der Tod von Leonie,der Angriff auf die Frau in St.Pölten und viele andere Angriffe und zuletzt die Tötung der zwei Frauen in Wien,von Menschen aus VÖLLIG fremden Kulturen nicht genug?Ihr,die den neu eingewanderten Menschen alles gewähren lasst und euch schützend vor sie hinstellen wenn sie was anstellen,statt ohne wenn und aber unsere Werte und Lebensweise einzufordern,seit schuld an den vielen Straftaten und FRAUENMORDEN in unserem Land!lch bestehe darauf,dass WIR wieder die gleichen Verhältnisse zurückbekommen,wie sie VOR 2015 hatten!Warum müssen wir uns das gefallen lassen und die Mädchen,Frauen auf einmal überallhin begleiten,damit ihnen nichts geschieht!Wer braucht Räuber,Drogendealer,Erpresser und Mörder? Schmeißt sie endlich raus!Wir fordern die Gesellschaftsordnung zurück, wie sie VOR 2015 war!Man kann nicht nach Opferschutz schreien und sich vor die Täter stellen!

anda20
0
7
Lesenswert?

Der mutmaßliche Täter ist

unbescholtenen und soll eine Psychose haben.

Sicher steht schon ein Promianwalt bereit-gemeinsam mit der Kuscheljustiz gibts sicher ein liebevolles Programm für den vermutlichen Täter.

Die Vermutung liegt nahe, dass die Frauen ins Messer gefallen sind.

Vielen Dank

logon 1
0
3
Lesenswert?

Psychosen kommen bei manchen Leuten..

..überproportional vor.

logon 1
0
4
Lesenswert?

Zitat zu den üblichen milden Strafen:

"Ein Richter, der nicht strafen kann, gesellt sich endlich zum Verbrecher."
J.W. von Goethe, Faust II.Teil, Rede des Kanzlers

zweigerl
0
1
Lesenswert?

Pullfaktor

Und der Beamte, der sich seine Akten mit dem Stempel "erledigt" vom Hals schafft, begeht ein Ve´rbrechen, wenn durch seine behäbige Indulgenz Todesgefahr in Verzug ist. Der gehört nun ebenfalls vor den Kadi gestellt. Darüberhinaus ist diese gemeingefährliche Trödeljuristerei ein Pullfaktor für das Verbrechergesindel.