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Wegen (versuchten) schweren RaubesZwei international Gesuchte in Wien und Oberösterreich festgenommen

Zielfahnder des Bundeskriminalamts beenden mehrjährige Flucht von zwei international Gesuchten. 32-jährigem Nordmazedonier und 30-jähriger Ungarin wird schwerer Raub vorgeworfen.

© Ammentorp - Fotolia
 

Beamte der Zielfahndung des Bundeskriminalamtes (BK) haben innerhalb weniger Tage zwei international gesuchte Verdächtige dingfest gemacht. Am 31. März nahmen die Ermittler in Wien-Hernals einen nordmazedonischen Staatsbürger wegen des Verdachts des schweren Raubes fest, am 8. April wurde eine ebenfalls wegen schweren Raubes gesuchte Ungarin in Oberösterreich festgenommen, berichtete das BK in einer Aussendung.

Nach dem 32-jährigen Mann wurde mit nationalem Haftbefehl, basierend auf einer sogenannten Interpol Red Notice aus Nordmazedonien, wegen versuchten schweren Raubes im Jahr 2015 gefahndet. Der Verdächtige dürfte sich laut der Aussendung unmittelbar nach der Tat aus Nordmazedonien abgesetzt und die vergangenen fünf Jahre in Österreich versteckt gehalten haben. "Bei der Festnahme wies sich der Mann mit einem gefälschten bulgarischen Ausweis aus. Er war von der Festnahme überrascht und ließ sich widerstandslos festnehmen", hieß es.

Verdächtige unter Top 50 der Gesuchten: Opfer betäubt und beraubt

Neun Tage später kam es in Oberösterreich zu einer weiteren Festnahme der Zielfahnder. Es handelte sich dabei um eine 30-jährige ungarische Staatsbürgerin, nach der wegen schweren Raubes ebenfalls via Interpol und mit einem Europäischen Haftbefehl gefahndet worden war. Die Frau soll 2014 gemeinsam mit weiteren Mittätern ein Opfer betäubt und anschließend beraubt haben. "Nach der Tat hatte sie sich aus Ungarn abgesetzt, sie dürfte sich seither in unterschiedlichen europäischen Ländern und schlussendlich in Österreich versteckt haben. Bis zu ihrer Festnahme am 8. April wurde die Verdächtige auf der ungarischen Fahndungsseite unter den Top 50 der Gesuchten geführt. Die Frau wies sich bei der Festnahme mit einem falschen ungarischen Reisepass aus", so das Bundeskriminalamt.

"Die Zielfahnder des Bundeskriminalamtes sind in der internationalen polizeilichen Zusammenarbeit für ihre Professionalität und Akribie bekannt. Ich danke daher den am Einsatz beteiligten Beamten für ihre Zielstrebigkeit und Ausdauer", kommentierte Innenminister Karl Nehammer (ÖVP).

Zur Zielfahndung

Seit dem Jahr 2003 ist die Zielfahndungseinheit im Einsatz. Insgesamt konnten bereits über 250 Personen festgenommen werden, darunter Personen wegen Mordes oder mehrfachen Mordes, Raubes, Betrugs oder entflohene Strafgefangene. Die Fahnder sind durch das Europäische Zielfahndungsnetzwerk ENFAST (European Network of Fugitive Active Search Teams) international vernetzt.

 

 

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