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EditorialWarum wir den Namen des Täters tilgen

 

Ein junger islamistischer Terrorist schießt sich im Herzen Wiens seinen Hass gegen die westliche Gesellschaft vom Leib. Jene Gesellschaft, die ihm, dem Inhaftierten, vorzeitig und fahrlässig die Freiheit zurückgegeben hatte. Was preisgeben von so einem? Das Antlitz? Den Namen? Wir rangen um eine Antwort und entschieden uns mehrheitlich für ein Nein. Wo der Name heute Vormittag digital vorkam, löschten wir ihn. Wir erinnerten uns in der Diskussion an Neuseelands Regierungschefin Jacinda Ardern, die dem Attentäter von Christchurch seinerzeit nachgerufen hatte: „Er will Ruhm. Kriegt er nicht. Nichts wird ihm Neuseeland mehr geben, nicht einmal mehr seinen Namen.“ Diesem Wort folgen auch wir. Nicht aus abwegigem Schutz, sondern als äußerste Form der Ächtung. Im Gedächtnis bleiben sollen nur die Opfer.

Hubert Patterer

 

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