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BergrettungDeutsche Wanderer glaubten, dass Straße mit Haltestelle zur Hütte führt

Ein Paar aus Deutschland, 33 und 34 Jahre alt, musste von der Bergrettung ins Tal gebracht werden. Sie hatten irrtümlich angenommen, dass eine Straße auf die Hütte auf 1.967 Metern Seehöhe führt.

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Die Bergrettung musste ausrücken © APA/BARBARA GINDL
 

Zwei Wanderer aus Deutschland sind am Mittwoch in Werfen im Pongau bei Dunkelheit und schlechtem Wetter in Bergnot geraten. Sie sahen sich nicht mehr imstande, von der Werfener Hütte ins Tal abzusteigen und setzten einen Notruf ab. Die Touristen wurden von Bergrettern ins Tal gebracht. Die Bergrettung Salzburg appellierte erneut an Bergsportler, gerade im Herbst, wenn in höheren Lagen oft schon Schnee liegt, Touren genau zu planen und auf den Wetterbericht zu achten.

Paar konnte nicht mehr ins Tal absteigen

Das Paar aus Mannheim, ein 33-jähriger Mann und eine 34-jährige Frau, war von Werfenweng aus auf die Werfener Hütte (1.969 Meter Seehöhe) gestiegen. Um 19.30 Uhr alarmierten die Urlauber die Einsatzkräfte. Die beiden hatten keine Stirnlampe dabei und sahen sich bei dem leichten Regen- beziehungsweise Schneefall nicht in der Lage, ohne Hilfe ins Tal abzusteigen, wie Maria Riedler, Sprecherin der Salzburger Bergrettung, am Donnerstag gegenüber der APA erklärte. Der Einsatz der Bergrettung Werfen endete um 23.25 Uhr.

Straße und Bushaltestelle vermutet

Die Touristen haben sich vor ihrer Bergtour offenbar nicht ausreichend über das Wetter, die Wegsituation und die Öffnungszeiten der bewirtschafteten Werfener Hütte erkundigt. Sie seien davon ausgegangen, dass die Hütte geöffnet ist und dann überrascht gewesen, sie geschlossen vorzufinden, schilderte Riedler. Zudem hätten sie irrtümlich angenommen, dass eine Straße zu der Hütte führt und sich dort eine Bushaltestelle befindet.

Mangelnde Tourenplanung

Seit Ende September sei es vermehrt zu Einsätzen aufgrund mangelhafter Tourenplanung gekommen, sagte Riedler. Die in Not geratenen Menschen steckten im Schnee fest, sie trauten sich wegen der schlechten Witterungsverhältnisse oder aus Erschöpfung nicht mehr weiter. Für eine umfassende Tourenplanung sollten vor allem jene Personen, die das Gebiet nicht kennen, Informationen bei den örtlichen Tourismusverbänden oder bei Berg- und Wanderführerorganisationen einholen. Eine Tourenplanung beinhalte selbstverständlich auch die Wetterprognose für das jeweilige Gebiet und das nötige Kartenmaterial zur Orientierung.

Kommentare (4)

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Futuresta
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Zahlen

Die sollen den Einsatz bezahlen bis sie schwarz werden, diese Töpel.

dieRealität2020
0
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Mangelnde Tourenplanung mehr ist dazu nicht zusagen, wenn man dem Artikel liest

ich frage mich dann immer von wo kommen diese Menschen vom Mond? und haben die noch nichts davon gehört?
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Sie seien davon ausgegangen, dass die Hütte geöffnet ist und dann überrascht gewesen, sie geschlossen vorzufinden, schilderte Riedler. Zudem hätten sie irrtümlich angenommen, dass eine Straße zu der Hütte führt und sich dort eine Bushaltestelle befindet.
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Seit Ende September sei es vermehrt zu Einsätzen aufgrund mangelhafter Tourenplanung gekommen, sagte Riedler. Die in Not geratenen Menschen steckten im Schnee fest, sie trauten sich wegen der schlechten Witterungsverhältnisse oder aus Erschöpfung nicht mehr weiter. Für eine umfassende Tourenplanung sollten vor allem jene Personen, die das Gebiet nicht kennen, Informationen bei den örtlichen Tourismusverbänden oder bei Berg- und Wanderführerorganisationen einholen.
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Sind das nicht normale menschliche Denkvorgänge wenn geplant wird eine Bergtour zu machen? Hier kann man sehen, der Mensch ändert sich nicht und er will sich auch nicht ändern. Das war Vorgestern, Gestern, ist es Heute und wird auch Morgen so sein.

mobile49
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das wissen über örtlichkeiten ausserhalb des eigenen wohnortes

hat sich nicht verbessert.
in den späten 1960iger jahren wurde ich von einem studienkollegen aus graz gefragt( es wußte, dass ich aus einer kleinstadt war), wie weit ich zur strassenbahnhaltestelle hätte.
auf meine antwort "etwas mehr als 60 kilometer " war er sehr erstaunt !

mobile49
0
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schön

es gibt mindestens 4 , die alleine heimfinden
ich hau mich ab