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Glasscheibenbesuche wegen Corona„Als Ehefrau möchte ich meinen Mann umarmen können“

Angehörige sind verzweifelt, dass in Österreichs Haftanstalten die Besuchsregeln noch immer verschärft sind. Schuld daran ist Corona.

© Juergen Fuchs
 

"Familien werden zerstört”, ist Sabrina K. verzweifelt. Seit Anfang März konnte sie ihren Mann, der in einem Grazer Gefängnis sitzt, nur mehr hinter der Glasscheibe sehen. “Als Ehefrau möchte ich meinen Mann umarmen können, unsere drei Kinder möchten ihren Vater berühren und spüren.” Zum Schutz vor der Ausbreitung des Coronavirus sind Gefängnisbesuche seit Mai wieder zulässig, bis auf Weiteres allerdings nur als „Glasscheibenbesuch“ einmal pro Woche mit maximal zwei Besuchern und maximal 30 Minuten. Insassen und Besucher sind also durch eine Plexiglasscheibe getrennt.

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Stimme_der_Vernunft
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Änderung

Der Strafvollzug gehört geändert und nach amerikanischen Vorbild aufgestellt. Für viele, besonders ausländische Täter, ist ein österreichisches Gefängnis ein Hotel im Vergleich zur normalen Wohnung in der Heimat.

Quack9020
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Sichtweise

Ob diese Familie zu Recht betroffen ist von so einer Situation, haben Gerichte entschieden. Recht und Gerechtigkeit haben wenig mit einander zu tun. Keiner von uns weiß oder war dabei. Wenn die Überlegung stimmt, dann ist die jetzige Regelung die einzig logische. So viel dazu.

Was man hier aber sieht ist, daß noch immer zu viele, die eigene Situation über alles stellen. Ohne ein zwei Schritte weiter zu denken.

So war es auch bei den Gastronomen und Beherbergungsbetrieben während des GTI Nachtreffens und in den Wiener Discos.

So war es beim Oktoberfest in St. Veit, mit ausschließlich Gästen mit Doktor Titeln.

Bei der Hochzeit mit 700+ Gästen, obwohl 250 nur auf der Liste und es null Kooperation gibt, das Tracing zu unterstützen.

So ist es beim Eishockey, wenn 30 verschwitzt Typen auf engem Raum in den Drittel Pausen und nach dem Match eng and eng Körperflüssigkeiten austauschen.

Schon mal in einer Fußball Kabine gewesen wo Jugendliche nach dem Match im Kreis tanzen und sich berechtigt über seinen Sieg freuen und Zicke Zacke schreien.

Glaubt wirklich jemand, da trägt einer eine Maske?

Schon mal überlegt, wenn bei 16 Fußball Jungs einer positiv ist, wie viele Schulen, Familien, Betriebe da betroffen sind.

Das sind unsere Herausforderungen mit Corona. Eine Scheibe mag hier brutal sein für Ehefrau und Kinder.

Die Gesellschaft trennt aber der Egoismus. Etwas weniger davon für kurze Zeit und wir würden den Sch... vielleicht besser kontrollieren können.

Mein Graz
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Ich verstehe ja,

dass die Frau ihren Mann umarmen will, die Kinder ihren Vater nicht nur sehen wollen sondern auch berühren.

Für die Situation, in der sie jetzt ist, sollte sie m.E. weder das Virus noch die Gefängnisleitung oder das Justizministerium verantwortlich machen, sondern einzig und allein ihren Mann.

onyx
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!?

Krankenhäuser und Pflegeheime mit Justizanstalten gleichzusetzen ist schon ein Schelm.

Die Ansichten dieser Dame wirken doch recht provokant.

wussly
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Familien zerstört?

Unter der Annahme, dass der Aufenthalt im Tschumpus zu Recht verordnet worden ist, hat wohl der Insasse / Ehemann selbst die Familie zerstört?!

MoritzderKater
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Wenn jemand in der Strafvollzugsanstalt Karlau,....

..... untergebracht wird, dann ist seine Straftat nicht irgendein Delikt, sondern schon ziemlich arg bis gemeingefährlich. Mindestens 18 Monate ist die Dauer der Verwahrung.

Ja und dann jammert die Ehefrau?

Nachdenken soll sie, nur nachdenken!

freeman666
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Ach die armen Häftlinge, leiden unter Corona Maßnahmen?

Ganz Österreich, ja die ganze Welt leidet unter Corona Maßnahmen.
Ein massiver Ausbruch von COVID 19 in einer Strafvollzugsanstalt wäre fatal, da kaum alle Häftlinge kooperativ wären, deshalb sind dort Maßnahmen umso nötiger.
Und im Gegensatz zu Pflegeheimen und Krankenhäusern sind die dortigen Insassen wohl selbst schuld ebendort zu sein.

dieRealität2020
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Sinngemäß „…ein zweischneidiges Schwert…“

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Unabhängig der Straftaten, trägt jeder Mensch ausreichend Selbstverantwortung für seine Leben und auch für seine Angehörigen. Gerade mit Familie Frau und drei Kinder! "banal" ausgedrückt: „…sie selbst haben Straftaten begangen auf die mit Haft reagiert wurde und haben das selbst zu verantworten…“
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Hier trägt der Anstaltsleiter die Verantwortung für den gesamten Gefängnisbetrieb und für die inhaftierten Menschen. Also sind nicht nur die gesetzlichen Bedingungen zu erfüllen, sondern für ein Gefängnis gelten gerade in dieser Zeit sicherlich zusätzlich qualifizierte gesundheitliche Sicherheitsvorschriften.
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Selbstverständlich, außeracht darf man nicht lassen, dass Menschen wieder in unsere Gesellschaft, Familie, Partnerschaft nach ihrer Haft eingegliedert werden sollten und wieder Bestandteil unserer Gesellschaft werden. Dazu zählt auch der Verkehr mit der Außenwelt.
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"Nachsat" ob manchen Kls und besserwisserischen Poster das Recht ist oder nicht: Naja, die Kleine Zeitung! berichtet manchmal „grenzwertig“ und nicht immer nachvollziehbar, nachdem aber die Eigentümerstruktur christlich ist, ist auch der christliche Geist in der Zeitung bei den Redakteuren und Journalisten. Das nennt man die Richtung einer Zeitung. Zusätzlich ist die Kleine Zeitung bemüht samt ihren „Remasuri“ aller Art, jeden vom Asylanten über den Arbeitslosen bis zum BP dieses Landes anzusprechen. Die Erfolgszahlen geben ihnen dabei recht.

DergeerderteSteirer
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Es ist mit Sicherheit auch vom Ausmaß der Straftat abhängig wie es gehandhabt werden muß, .........

jedoch in der derzeitigen Lage mit dem Umgang mit Covid19 absolut nichts abwegiges um den Schutz gewährleisten zu können !!

LaPantera69
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Hätte der Ehemann nicht das Gesetz gebrochen...

...könnte die Ehefrau ihren Mann umarmen, wann immer sie wollte...

DergeerderteSteirer
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Genau so schaut's aus wie du es beschreibst @LaPantera69 !!

nebenbei hat die Kleine Zeitung nix wichtigeres und besseres um ihre Seiten füllen zu können ............. ;-)