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Kroatiens Bitte abgelehntAußenamt: Es wird keine partielle Reisewarnung für Kroatien geben

Österreicher seien mobil, deshalb würde die partielle Reisewarnung nicht funktionieren, lautet die Begründung des Außenamtes.

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© APA/EXPA/JOHANN GRODER
 

Das Außenministerium hat der Bitte Kroatiens, statt der Reisewarnung für ganz Kroatien nur eine partielle auszusprechen, eine Absage erteilt. Diese Option sei natürlich auch überlegt worden, aber es sei dann in Rücksprache mit den Experten aus dem Gesundheitsministerium, Bundeskanzleramt und Außenministerium für ganz Kroatien entschieden worden, sagte eine Sprecherin am Dienstag auf APA-Anfrage.

Hintergrund der Entscheidung sei, dass die Österreicher mobil seien. Die Menschen würden großteils mit dem Auto in Kroatien sein und nicht nur an einem Ort bleiben. Andere sind auch mit dem Boot unterwegs.

Seit Montag 00.00 Uhr gilt eine Reisewarnung für Kroatien. Rund 3.000 österreichische Urlauber waren Ende der vergangenen Woche in Kroatien registriert. Das Außenministerium ging aber davon aus, dass sich ein Vielfaches der offiziell Registrierten im Land aufhielt. Offizielle Zahlen gibt es nicht. Schätzungen gingen von knapp 40.000 österreichischen Urlaubern aus. Viele von ihnen kehrten am Wochenende zurück.

Der kroatische Botschafter in Wien, Daniel Glunčić, hatte sich im Gespräch mit der APA für eine partielle Reisewarnung ausgesprochen. Diese wäre einfacher zu meistern gewesen, sagte er. Auch Innenminister Davor Bozinovic betonte: "Insbesondere in Regionen, wo die meisten österreichischen Touristen hinreisen, ist die Lage sehr günstig." Von kroatischer Seite wird etwa Istrien und der Distrikt Primorje-Gorski Kotar als epidemiologisch sicher genannt. Eine große Zahl von Corona-Erkrankungen wurde dagegen in der Gespanschaft Split-Dalmatien, auf der Markarska Riviera und der Insel Pag registriert.

Kommentare (9)

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VH7F
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Gab es eine partielle Reisewarnung nicht für die Lombardei?

Da fahren auch alle Österreicher mit dem Auto hin?

einmischer
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VH7F

Genau die gab es.
Aber Italien hat seine Lektion gelernt, Kroatien lotet nach wie vor die Grenzen des Machbaren aus und jammert dann herum.

lucie24
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Genau

Fahrma halt nach Bergamo oder nach Grado, da ist ja anscheinend alles super! Lächerlich...

herwag
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!!!

super das nenn ich rückgrat - auf unsere regierung ist eben verlass :-))))

Wendel1980
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Wird dann spannend...

...wenn im Winter in Wien die Zahlen in den Himmel schießen, und Tirol Covid-sicher ist, und andere Länder dann dennoch ganz Österreich als unsicher einstufen werden. Bravo, Kurz und Co.! Wie man in den Wald hinein ruft, so hallt es auch zurück.

PS: Auch jetzt ist das ganze übrigens nicht kontrollierbar - bekanntlich gibt es keine direkte Grenze zwischen Ö und Kroatien, also kann jeder der will, behaupten, er war nur in Marburg beim Shoppen oder in Piran Baden.

Das nenne ich europäisch Denken...

samro
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denken

''bekanntlich gibt es keine direkte Grenze zwischen Ö und Kroatien, also kann jeder der will, behaupten, er war nur in Marburg beim Shoppen oder in Piran Baden. ''
das nenne ich verantwortungsvolles denken. jawohl so gehts im kopf der egomanen.

samro
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rueckgrat

ja ganz richtig.
die kroaten hatten es selbst in der hand massnahmen zu treffen um ihre zahlenniedrig zu halten.
und unsere regierung darf sich in den fragen nicht mehr den kritikern und aufwieglern unterwerfen und auf eigenverantwortung setzen.
das experiment der zurufer ist gescheitert.
richtig was an hier entschieden hat und weitere massnahmen sollen un folgen bitte.

housewive
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samro ...

rückgrat haben sie hoffenlich dann auch, dass sie ganz viel geld für winterurlaub im eigenen land ausgeben um die wirtschaft zu stärken. ach ja, ischgl war ja ein hotspot und ist auch partiell abgeriegelt worden. komisch

samro
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richtig

vollkommen richtige entscheidung.
danke gibt nicht mehr dazu zu sagen.