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Interview mit PsychiaterFünffachmord in Kitzbühel: "Angst kann leicht zu Terror führen"

Psychiater und Psychologe Michael Lehofer erklärt, warum frustrierte, junge Männer so ein Gewaltpotenzial in sich tragen und welche Rolle Eifersucht spielt.

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TIROL: POLIZEI ERMITTELT IN KITZBUeHEL WEGEN FUeNFFACHEN MORDES
© APA/ZOOM.TIROL
 

In Kärnten wird eine schwangere Frau in der Badewanne getötet, ein Mann deponiert eine Paketbombe vor der Haus seiner Ex-Frau, nun hat am Sonntag ein 25-jähriger Mann in Kitzbühel seine Ex-Freundin, deren Familie und ihren neuen Freund getötet. Warum tendieren Männer dazu, Konflikte mit tödlicher Gewalt zu lösen?
MICHAEL LEHOFER: Man muss hier einmal mit der Kränkung beginnen. Kränkung passiert, wenn ein wesentliches Stück der eigenen Identität quasi verloren geht. In so einem Fall bedeutet das für denjenigen: Ich kann ohne dich nicht leben. Schließlich sieht man dann die Schuld dafür beim anderen, weil er vermeintlich für den Verlust verantwortlich ist. In Folge kann es zu einer Hassspirale in der Persönlichkeit kommen. Derjenige sagt dann: Wenn ich nicht mehr leben kann, wenn du mir quasi das Leben genommen hast, dann nehme ich dir auch das Leben. Hier muss man aber auch wissen, was Hass ist. Hass ist ein Gefühl, jemanden anderen weit weg haben zu wollen. Sympathie ist das Gefühl, jemanden nahe sein zu wollen. Und Hass ist der Exzess von Antipathie. Man will jemanden in der denkbar größten Entfernung haben und die ist, wenn der andere nicht mehr lebt.

Warum gipfeln diese Gefühle bei Männern so oft in dieser ultimativen Hassspirale?
Frustrierte junge Männer haben ein besonderes Gewaltpotenzial. Es gibt Untersuchungen, die besagen, dass das Hauptkriterium, warum es Genozide gibt, ein bestimmter Prozentsatz von frustrierten jungen Männern in einer Gesellschaft ist. Warum das in den vergangenen beiden Jahren nun scheinbar so ansteigt, kann man zum jetzigen Zeitpunkt schwer beurteilen: Ob das nun zufällig ist oder auf der Grundlage einer gesellschaftspolitischen Wende passiert.

Kommentare (2)

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wahrheitverpflichtet
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nur eines zählt....

der mensch der Täter hat dies leider verlassen das mensch sein für uns im jetzt ist es augenscheinlich einfach nicht zu begreifen, und so wie die mutter des Täters sagte es starben nicht fünf sondern sechs menschen ihr Sohn sei auch gestorben, in der Geschichte kennen wir viele beispiele das es diesen Wahnsinn immer schon gegeben hat! LIEBE NEIN LIEBE ist es keine den liebende würden niemals ein solch es für ewig zerstören liebe ist frei sie kommt und geht wirt sie gefangen mit zwang zerbricht sie für alle Ewigkeit,

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mobile49
3
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durch eine grauenvolle tat

beweisen diese männer doch , dass sie nicht gut für ihr opfer waren .
dass ihr opfer recht hatte , sich von ihm zu lösen !
sie stellen ihren wert (!?!) brutal vor den vorhang .

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